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Annika Becker·17. Juli 2022

EM-Kompakt: Spanien als Nächstes gegen England, wer gewinnt die Gruppe C?

Artikelbild:EM-Kompakt: Spanien als Nächstes gegen England, wer gewinnt die Gruppe C?

Gestern gewann Deutschland mit 3:0 gegen Finnland und Spanien machte gegen Dänemark mit einem 1:0 das Viertelfinale klar und ist damit der nächste Gegner von England. Heute geht es weiter mit der noch komplett offenen Gruppe C: Die Niederlande und Schweden stehen auf den ersten beiden Plätzen und treffen auf Portugal und die Schweiz.


Deutschland ohne Gegentor im Viertelfinale

Auch gegen Finnland gewann Deutschland souverän mit 3:0, obwohl der finnische Defensivblock sich alle Mühe gab. Das 1:0 fiel in der 40. Minute, nachdem eine der vielen Flanken von der rechten Seite schließlich Sophia Kleinherne gefunden hatte. Es war das erste Länderspieltor der Verteidigerin, ein weiteres Debüt gab es beim 3:0 von Nicole Anyomi in der 63. Minute. Das 2:0 machte Alexandra Popp, es ist drittes Tor im laufenden Wettbewerb.

Sie ist außerdem erst die zweite Spielerin überhaupt, der ein Tor in allen Partien der Gruppenphase gelang – die erste war am Freitag Beth Mead für England. In der 90. Minute köpfte dann Cardona das entscheidende Tor.


Spanien macht es spannend

Mit dem allerersten Sieg gegen Dänemark in der Geschichte sicherte sich Spanien das Viertelfinale. Ein Unentschieden hätte gereicht, Spanien zeigte aber sein gewohntes, nach vorn gerichtetes Ballbesitzspiel. Nur mit der Chancenverwertung haperte es mal wieder.

Die Däninnen hielten lange stand und setzten einige gefährliche Konter, doch auch eine Druckphase in den letzten zehn Minuten reichte nicht. Die Spanierinnen spielen damit im Viertelfinale gegen die englischen Gastgeberinnen, die Partie findet am kommenden Mittwoch statt.


Noch alles drin in Gruppe C

Die Niederlande führen aktuell die Tabelle mit vier Punkten an, dahinter liegt Schweden mit ebenfalls vier Punkten. Die Schweiz und Portugal haben jeweils einen Punkt. Eigentlich reicht den beiden ersten jeweils ein Unentschieden, weil aber die Zweitplatzierten im Viertelfinale auf Frankreich treffen, könnte das ein Anreiz sein, sich die Tabellenführung zu holen.

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Außerdem haben Portugal und die Schweiz noch alles selbst in der Hand: Bei einem eigenen Sieg würden sie in der Tabelle an ihren Gegnerinnen vorbei ins Viertelfinale einziehen. Denn sie hätten dann den direkten Vergleich gewonnen. Auch wenn Schweden und die Niederlande favorisiert sind, bietet die Tabellenkonstellation also Überraschungspotenzial.


Schweiz gegen die Niederlande

Die Schweiz konnte erstmals wieder mit dem kompletten Kader trainieren, laut Coach Nils Nielsen seien alle Spielerinnen fit. Ana-Maria Crnogorčević erwartet ein enges Spiel: „Es wird ein offenes Spiel, für beide Seiten geht es um sehr viel.“ Die Schweiz hofft zudem auf große Unterstützung durch den eigenen Anhang, das habe trotz der Niederlage gegen Schweden einen großen Unterschied für alle gemacht.

Bei den Oranje Leeuwinnen stehen Jackie Groenen und Aniek Nouwen wieder vollständig zur Verfügung. Laut Trainer Mark Parsons spiele die Tabellenkonstellation keine Rolle: „Man kann auch zu viel nachdenken. Für uns geht es einfach nur um den Versuch, ein Fußballspiel zu gewinnen.“ Ein Faktor dabei könnten die erwarteten hohen Temperaturen sein. „Wir müssen in manchen Situationen entscheiden, ob wir das Spiel schnell oder langsam machen wollen, um etwas Energie zurückzubekommen“, so Sherida Spitse.


Schweden gegen Portugal

Portugal hat mit seinen spielfreudigen und energiegeladenen Auftritten bei dieser EM viele Herzen erobert. Vor dem Spiel gegen Schweden konzentriert sich der Außenseiter auf die eigene Ruhe. „Unsere Reise bei dieser EM war schön und morgen ist nur ein weiterer Tag, an dem wir unser Talent zeigen können“, so Verteidigerin Sílvia Rebelo, eine von Portugals Kapitäninnen. Man wisse zudem um die eigene Anfälligkeit bei Standards – eine Stärke Schwedens – und habe sich dafür etwas Spezielles ausgedacht, so Trainer Francisco Neto.

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Auch beim schwedischen Team schaut man lieber nach innen, statt auf die Kritik am Offensivspiel aus der heimischen Presse nach dem letzten Spiel. Torhüterin Hedvig Lindahl lobte die Zusammenarbeit mit Trainer Gerhardsson und dem restlichen Staff, besonders in Hinblick auf Psychologie und Teamchemie. Gegen Portugal will man vor allem auf die im Vergleich stärkere Physis setzen. Caroline Seger ist mit einer leichten Blessur an der Ferse fraglich.


Wo läuft was?

Beide Spiele beginnen um 18 Uhr und sind im Stream vom Sportstudio oder via DAZN zu sehen.