Düsseldorf vs. Bremen | Erster Härtetest für Hennings und Co.

Logo: 90PLUS

90PLUS

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/crop/face?h=810&image=https%3A%2F%2Fneunzigplus-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F07%2F30140506%2F1004453897.jpg&q=25&w=1080

Vorschau | Am 2. Spieltag trifft Werder Bremen auf den nächsten Aufstiegskonkurrenten Düsseldorf. Die Fortuna feierte einen Auftakt nach Maß, Bremen will nach dem Remis gegen 96 allerdings den ersten Sieg.

Anpfiff der Partie ist am Samstag, 20:30 Uhr, live bei Sky und Sport1.

  • Düsseldorf: Ersatzgeschwächt ins Topspiel?
  • Anfang fordert Gewinner-Mentalität
  • Bremen: Ernüchternder Saisonstart

Düsseldorf: Nach Auftaktsieg erster Härtetest gegen Werder

Neu-Coach Christian Preußer (37) hätte sich einen besseren Einstand kaum wünschen können. Fortuna Düsseldorf startete mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Abstiegskandidat SV Sandhausen in die Saison. „Der Auftaktsieg ist sehr wichtig. Man hat nach fünf Wochen harter Vorbereitung das Gefühl, dass man jetzt auch was in der Hand hat“, sagte Preußer nach der Partie. Am 2. Spieltag wartet nun allerdings der erste richtige Härtetest. Das Duell gegen Werder Bremen ist auch eines zwischen zwei potentiellen Aufstiegskandidaten. „Es ist alles angerichtet für ein richtig cooles Spiel“, betonte der 37-Jährige Übungsleiter im Vorfeld der Partie. „Werder hat eine starke Mannschaft und einen sehr guten Trainer, das wird taktisch eine richtige Herausforderung für uns“, ist sich Preußer der Aufgabe bewusst.

Gegen Sandhausen war trotz des letztlich klaren und verdienten Sieges nicht alles gut. Eine starke zweite Halbzeit und ein treffsicherer Rouwen Hennings (33) bescherten der Fortuna schließlich den Sieg. Preußer zog nach der Partie in positives Fazit. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel früher entscheiden, ein drittes Tor wäre möglich gewesen. Über 90 Minuten war das aber ein guter, erster Aufschlag von uns.“ Der zweite gute Aufschlag soll nun gegen Werder folgen, die ihrerseits nach dem Auftaktremis gegen Hannover 96 (1:1) entsprechend engagiert sein werden.

Das erste Spitzenspiel der Düsseldorfer könnten einige Profis allerdings verpassen. Marcel Sobottka (27), Shinta Appelkamp (20) und Dragos Nedelcu (24) bangen aktuell um einen Einsatz gegen Werder. „Wir haben einige Wehwehchen aus Sandhausen mitgebracht“, bestätigte Preußer. „Die drei konnten nicht voll mit der Mannschaft trainieren, individuell aber gut arbeiten“, offenbarte er. Alle drei Profis standen gegen Sandhausen in der Startelf und wichtige Teile der zentralen Achse der Fortuna. Am schwersten würde wohl der Verlust von Kapitän Sobottka wiegen. Definitiv fehlen wird Felix Klaus (28), der sich gegen Sandhausen am Kopf verletzte.

Bremen nach Stotterstart um Wiedergutmachung bemüht

Es war deutlich zu spüren. Die Enttäuschung der Mannschaft, Trainer und Fans von Werder Bremen über den Realitätscheck nach dem Unentschieden gegen Hannover. Direkt nach dem Schlusspfiff waren sogar vermehrt Pfiffe von den Rängen zu hören. Zwar begann Werder Bremen mutig und engagiert. Nach einigen starken Szenen der Gäste war allerdings die Verunsicherung erneut deutlich spür- und sichtbar. „Man darf nicht vergessen, dass viele der Jungs in den letzten Jahren nicht so viele positive Erlebnisse gehabt haben“, sagte Trainer Markus Anfang (45) nach der Partie in der ARD. „Klar ist auch, dass wir von Glück reden müssen, dass Hannover uns nicht gekillt hat“, sagte Kapitän Ömer Toprak (32) gegenüber Sky.

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/resize?fit=max&h=720&image=https%3A%2F%2Fneunzigplus-media.s3.eu-central-1.amazonaws.com%2Fwp-content%2Fuploads%2F2021%2F07%2F30135947%2F1004314069.jpg&q=25&w=1080

Photo by Imago

Was bereits im Vorfeld der Saison als großes Manko angeprangert wurde, war gegen Hannover deutlich zu sehen: Die Spielidee von Anfang passt überhaupt nicht zum aktuellen Kader von Bremen. Der 45-Jährige ist bekannt für sein 4-3-3-System. Das Problem: Werder hat keinen einzigen etatmäßigen Flügelspieler mit Zweitliga-Qualität im Kader. Die Arbeit von Frank Baumann (47) und Co. steht in der Kritik, bis zum Ende des Transferfensters sollen angeblich noch 15 bis 20 Zu- und Abgänge getätigt werden.

Anfang fordert Gewinner-Mentalität

Vor der Partie gegen Düsseldorf forderte Anfang eine Gewinner-Mentalität. „Am Ende des Tages wollen wir alle gewinnen – ob das unsere Fans sind, ob das im Verein die Mitarbeiter sind oder wir als Trainerteam oder die Mannschaft. Und das müssen wir verinnerlichen“, betonte der Ex-Darmstädter vor der Partie. Gegen die Fortuna will Anfang vor allem das Spiel im letzten Drittel verbessern. „Es geht darum, mehr Strafraumsituationen herzustellen. Wir müssen die Spieler in Positionen bekommen, in denen sie gefährlich werden können“, erklärte er.

Im zweiten Abendspiel der Saison wird Bremen weiterhin auf einige wichtige Akteure verzichten müssen. Allerdings waren Leonardo Bittencourt (27), Jiri Pavlenka (29), Milos Veljkovic (25) und Kevin Möhwald (28) bereits gegen Hannover nicht verfügbar. Gut möglich also, dass Anfang die gleiche Startelf aufs Feld schickt.

Prognose

Fortuna Düsseldorf ist mit einem positiven Erlebnis in die Saison gestartet. Gegen eventuell verunsicherte Bremer ist einiges drin. Werder wird nach dem Remis gegen 96 um Wiedergutmachung bemüht sein. Natürlich hat Anfang nicht das Spielermaterial, was er für seine Spielidee benötigt. Am Ende des Tages hat der Kader dennoch einiges an Qualität zu bieten. Sollte Düsseldorf in Führung gehen, könnte es schwer werden. Die Fortuna wird die drei Punkte daheimbehalten. Für Bremen wird es ungemütlich. 

Mögliche Aufstellungen

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Zimmermann, Bodzek (Nedelcu), Klarer, Koutris – Prib, Piotrowski (Sobottka), Ofori (Appelkamp) – Narey, Hennings, Peterson

Werder Bremen: Zetterer – Mbom, Toprak, Mai, Jung – Eggestein – Sargent, Schmidt, Osako, Agu – Füllkrug 

Photo by Imago

Impressum des Publishers ansehen