Dresden: Schwaches Wiederwahl-Ergebnis für Präsident Scholze

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Holger Scholze bleibt Präsident von Dynamo Dresden. Im zweiten Anlauf der Mitgliederversammlung wurde der 50-Jährige für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Nur 58,45 Prozent der Stimmen

Scholze erhielt auf der Außerordentlichen Mitgliederversammlung des Aufsteigers im Rudolf-Harbig-Stadion nach Angaben des Vereins 204 der abgegeben 349 Stimmen für eine zweite Amtszeit. Als seine Stellvertreter fungieren ebenfalls unverändert Ronny Rehn (288 Stimmen) und Michael Bürger (190).

Das vergleichsweise schwache Wahlergebnis für Scholze von 58,45 Prozent ist womöglich auch auf die Vorwürfe gegen den Börsenkorrespondenten wegen Schleichwerbung in einem Interview auf der Vereinshomepage zurückzuführen. Vor der im Juni wegen technischer Probleme abgebrochenen Ordentlichen Mitgliederversammlung hatte Scholze deshalb durch den Ehrenrat einen Verweis und eine Ordnungsgeldstrafe in Höhe von 250 Euro erhalten.

Nach seiner Wiederwahl kündigte Scholze, der die Anschuldigungen als "absurd“ bezeichnet hatte, seinen Verzicht auf die ursprünglich in Aussicht gestellten rechtlichen Schritte an. Er habe kein Interesse daran, die Angelegenheit "größer zu machen, als sie ist“, sagte Scholze laut Sächsischer Zeitung und stellte klar: "Der Präsident wird nicht gegen den Ehrenrat vorgehen.“

Wehlend stellt Reduzierung von Verlusten in Aussicht

In einer inoffiziellen Fragerunde mit Mitgliedern nach Ende der Versammlung verbreitete Geschäftsführer Jürgen Wehlend hinsichtlich der Finanzlage des Vereins relativ gute Nachrichten. "Wir werden trotz der Pandemie-Folgen die prognostizierten 5,8 Millionen Euro Minus nicht machen müssen, rechnen momentan mit drei bis vier Millionen Euro. Wir haben die berechtigte Hoffnung, dass es vielleicht sogar unter drei Millionen werden", sagte Wehlend.

Seinen weiteren Angaben zufolge kalkulieren die Sachsen für ihre Comeback-Saison im Unterhaus mit einem Etat von 30 Millionen Euro. Ab der Rückrunde rechnet der Verein mit einer vollen Auslastung seines Stadions.

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