Dr. Müller Wohlfahrt und Pep Guardiola: Zwei "Halbgötter" im ewigen Clinch | OneFootball

Dr. Müller Wohlfahrt und Pep Guardiola: Zwei "Halbgötter" im ewigen Clinch

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Hans-Wilhelm Müller Wohlfahrt - der Name ist Programm im Spitzensport. In Deutschland kennt man den mittlerweile 80-Jährigen vor allem durch den FC Bayern und seine Tätigkeit als Arzt der deutschen Nationalmannschaft. Aber auch andere Spitzensportler wie Usain Bolt ließen sich vom gebürtigen Ostfriesländer behandeln.

Müller-Wohlfahrt kam 1977 zum FC Bayern München und erlebte mit dem Rekordmeister insgesamt 25 deutsche Meisterschaften. Die Trainer und Verantwortlichen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, sind voll des Lobes für den 80-Jährigen.

Udo Lattek sagte scherzhaft über ihn: "Du rennst ja schon los, da ist der Spieler noch gar nicht gefoult", berichtet die Sport BILD.

Als Louis van Gaal 2009 zu den Münchnern kam, behandelte Müller-Wohlfahrt ihn mit homöopathischen Spritzen. Die Rückenschmerzen des Holländers verbesserten sich enorm. van Gaal wurde ein Führsprecher des Arztes. Doch dann kam ein Trainer, der schließlich Müller-Wohlfahrts Kündigung zur Folge hatte.

Pep Guardiola: Drei Jahre beim FC Bayern und ein Arzt weniger

Der Streit zwischen dem jetzigen Man-City-Coach und Müller-Wohlfahrt begann mit einer Verletzung von Thiago Alcantara. Bei der Behandlung des Spielers waren sich die beiden uneinig. Pep Guardiola wollte Thiago so schnell wie möglich wieder spielen sehen, Müller-Wohlfahrt fand dies zu verfrüht.

Nach dem monatelangem Ausfall von Thiago und dem Aus im Viertelfinale in der Champions League verließ Müller-Wohlfahrt den FC Bayern München. "Ich lass mich von dem doch nicht einschüchtern", sagte der Arzt nach seinem Rücktritt. "Ich habe damals Uli Hoeneß, der im Gefängnis saß, schwer vermisst. Es gab keinen, der die Traute hatte, Guardiola in die Schranken zu weisen", blickt er gegenüber dem Magazin zurück.

Jupp Heynckes holte Müller-Wohlfahrt dann 2017 zurück zum FC Bayern. Dort blieb der damals 75-Jährige noch für weitere drei Jahre. Im Moment steht er noch immer 12 Stunden in seiner Arztpraxis in München.

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