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·4. Dezember 2023

Die Details zum neuen Format der Champions League der Frauen & dem neuen Wettbewerb

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Vor Kurzem hatte die UEFA angekündigt, dass die Champions League der Frauen reformiert würde. Dazu wird ein zweiter Wettbewerb, vom Prinzip ähnlich wie die Europa League der Männer, eingeführt. Jetzt gibt es mehr Details zum Modus der beiden Wettbewerb. Für die deutschen Teams gibt es eine gute Nachricht.

UWCL reformiert, Liga statt Gruppen: Das ist neu

Ab 2025 wird die UEFA Women's Champions League (UWCL) nicht mehr in Gruppen ausgespielt, sondern in einer Liga. Alle Klubs werden weiterhin drei Heim- und drei Auswärtsspiele haben. Der Unterschied: Während es aktuell drei verschiedene Gegner sind, werden es ab 2025 sechs sein.


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Die Teams werden, je nach Koeffizient, in drei Töpfe aufgeteilt. In Topf 1 werden die stärksten Teams sein, in Topf 3 die schwächsten. Anschließend werden jedem Team je zwei Gegner aus Topf 1,2 und 3 zugelost. So soll garantiert werden, dass alle gegen in etwa gleich starke Gegner spielen.

Die Top 4 der insgesamt 18 Teams - zwei mehr als aktuell - qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale. Die acht Teams auf den Rängen 5 bis 12 spielen die vier verbliebenen Plätze für das Viertelfinale in Playoffs mit Hin- und Rückspiel aus. Damit steigt auch die potenzielle Belastung um zwei Spiele.

Die Teams von Rang 13 bis 18 scheiden dann aus. Die Playoff-Gewinner spielen im Viertelfinale gegen eins der Top4-Teams, die dazu für das Rückspiel den Heimvorteil haben. Ab dem Halbfinale läuft die UWCL dann wie gewohnt.

Vizemeister der Frauen-Bundesliga könnte sich direkt qualifizieren

Ein Novum gibt es in der Qualifikation: Da zwei Teams mehr mitspielen können als aktuell, ändert sich das Verfahren. Die Meister der sechs höchsten Ligen (nach UEFA-Koeffizient) qualifizieren sich direkt. Aber dazu werden auch die Vizemeister der beiden europäischen Topligen direkt in die Champions League einziehen; das ist aktuell noch anders.

Für die deutschen Teams bedeutet das eine mögliche Veränderung. Aktuell liegt die Frauen-Bundesliga beim UEFA-Koeffizienten nämlich auf Rang 2, hinter Frankreich. Somit würde sich der Vizemeister, etwa Wolfsburg für die letzte Saison, ohne Play-Offs qualifizieren. Allerdings hat die Frauen-Bundesliga nur einen knappen Vorsprung vor Spanien mit Titelverteidiger Barcelona - ob sich der Vizemeister dann wirklich einfacher qualifiziert, hängt von dem Abschneiden von Bayern und Co. in den nächsten Spielzeiten ab.

Zweiter Wettbewerb: Keine Gruppen, nur K.o.-Phase

Auch zu dem zweiten, neuen Wettbewerb - noch ohne offiziellen Namen - gibt es neue Details. Die UEFA hat bekanntgegeben, dass die Vereine, die in der zweiten Runde der UWCL-Qualifikation ausgeschieden sind, sich direkt für den neuen Wettbewerb qualifizieren, ebenso wie die Zweit- und Drittplatzierten der ersten Runde. Zumindest die Teilnahme an dem zweiten Wettbewerb sollte damit für die deutschen Klubs sicher sein.

Der neue Wettbewerb soll anders ablaufen als die aktuelle Europa League der Männer: Statt einer Gruppenphase geht es direkt in die K.o.-Phase. Insgesamt gibt es sechs Runden - Runde 1, Runde 2, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Der Gewinner des zweiten Wettbewerbs qualifiziert sich nicht automatisch für die Champions League, aber kommt direkt in die zweite Quali-Runde des nächsten Jahres.

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