Dárdai: Hertha ist eine Art Mini-Ajax

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Helge Wohltmann

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Pál Dárdai will mit Hertha BSC noch mehr auf junge Talente setzen und zu einem Ajax Amsterdam Deutschlands werden. Außerdem verriet er, was er im Fußball gerne ändern würde.

Der Hertha-Trainer hat die Hertha-Philosophie, auf Eigengewächse statt auf eingekaufte Stars zu setzen, mehr als akzeptiert. Dárdai will die Alte Dame zum besten Ausbildungsverein der Bundesliga machen. „Für uns ist das der einzige Weg. Seien wir mal ehrlich: Wir sind die Hauptstadt und hatten früher Teams in denen Pantélic und Marcelinho spielten, doch das können wir nicht mehr leisten“, sagte er dem ‚Sportbuzzer‘. „Trotzdem haben auch wir Potenzial. Wir haben eine sehr gute Akademie. Ich sehe Hertha heute vielleicht als eine Art Mini-Ajax.“

In dieser Saison stehen bereits zwölf Spieler aus dem eigenen Nachwuchszentrum im Kader der Berliner.

Dabei ist er sich aber auch bewusst, dass die besten jungen Spieler nicht lange bei einem Mittelfeldklub der Bundesliga bleiben: „Wir wollen Nachwuchsspieler in die Bundesliga bringen. Die besten von ihnen werden uns vielleicht verlassen. Aber wenn sie später in der Karriere dann eventuell zu uns zurückkommen, dann wäre das doch eine schöne Sache.“

In dem Gespräch wurde der 42-Jährige auch gefragt, was er im Fußball verändern wollen würde, wenn er es bestimmen dürfte: „Ich würde das Tor vergrößern. Einen halben Meter nach oben und einen halben Meter nach links und rechts“, meinte er dazu.

„Weil wir wieder häufiger Ergebnisse wie früher in der Bundesliga hätten – ein schönes 4:4 oder ein 5:3. Es sollten mehr Tore fallen, für die Zuschauer. Früher waren die Torhüter kleiner, häufig waren sie so groß wie ich. Das ist heute anders, doch das Tor wird nicht angepasst.“