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·6. August 2025

Club Brugge: Ernst Happels Erbe in Blau-Schwarz

Artikelbild:Club Brugge: Ernst Happels Erbe in Blau-Schwarz

Ein Hauch von Mittelalter, ein Schuss Moderne

Am Dienstag, den 12. August sind wir bei Club Brugge zur dritten Quali-Runde für die UEFA Champions League zu Gast. Die Belgier zählen zu den erfolgreichsten Klubs ihres Landes – und das nicht erst seit gestern. Seit der Gründung im Jahr 1891 hat sich der Verein aus der westflämischen Stadt Brügge zu einer festen Größe im europäischen Fußball gemausert.

120.000 Einwohner hat die Stadt Brügge in etwa


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Die Stadt im Nordwesten Belgiens ist UNESCO-Weltkulturerbe, ein echtes Postkartenidyll mit mittelalterlichem Flair. Aber hinter den pittoresken Fassaden aus dem Mittelalter schlagen gleich zwei Fußballherzen. Wer durch die engen Gassen schlendert, spürt schnell: Hier wird nicht nur Bier gebraut, sondern auch der Sport gelebt. Der Fußball ist dort Religion – und das Jan-Breydel-Stadion die Kathedrale.

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Die nach einem flämischen Volkshelden benannte Arena – 1975 eröffnet und 1999 zuletzt renoviert – fasst rund 29.000 Zuschauer, wobei sie gleich zwei Teams beherbergt. Einerseits richtet hier Cercle Brugge (mit Trainergespann Onur Cinel/Florens Koch und Lawrence Agyekum im Kader) seine Heimspiele aus, andererseits ist es auch die Heimat unseres kommenden Gegners Club Brugge. Gerade am vergangenen Wochenende fand das Derby statt, welches unser Quali-Kontrahent mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Die Stimmung bei den Heimspielen ist berüchtigt heiß, die besten Tage hat das Bauwerk allerdings laut vielen Stimmen bereits hinter sich. Ein Neubau ist schon lange in Planung, das Projekt zieht sich jedoch seit Jahren in die Länge.

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Ein ganz besonderes Kapitel in der Klubgeschichte schrieb ein Mann, der auch bei uns in Österreich Legendenstatus genießt: Ernst Happel. Der Wiener übernahm Club Brugge 1975 – und führte den Verein in eine goldene Ära. Unter seiner Leitung erreichte man das UEFA Cup-Finale 1976 und das Finale im Europapokal der Landesmeister 1978 – bis heute ein legendärer Fußball-Meilenstein in Belgien. Insgesamt stehen in der Klub-Historie 19 nationale Meistertitel zu Buche, der letzte erst 2024. Das kann einzig der RSC Anderlecht überbieten (34).

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202,40 Millionen Euro Marktwert

Zum Saisonstart präsentiert sich Vizemeister Club Brugge mit sechs Punkten aus drei Liga-Spielen, dem Gewinn des belgischen Supercups und dem 1:0-Sieg im Hinspiel gegen uns in guter Form. Trainer Nicky Hayen setzt bis auf wenige Ausnahmen auf ein 4-2-3-1 und vertraut auf die Stärke seines Teams im schnellen Konterspiel. In der Vorsaison kam Blauw-Zwart so sogar bis ins Achtelfinale der Königsklasse. Besonders auffällig: Die Balance zwischen jugendlicher Frische und erfahrener Stabilität. Diese Spieler gilt es, besonders im Fokus zu haben:

  • Simon Mignolet: Der 37-jährige Keeper war über Jahre hinweg Stammkraft des FC Liverpool und ist 35-facher Nationalspieler. Damit steht jede Menge Erfahrung und Stabilität im Tor.
  • Hans Vanaken: Schon seit 2015 im Klub und mittlerweile als Kapitän mit Übersicht, Technik und Torgefahr das Hirn der Mannschaft im Mittelfeld. Seine 1,95 Meter sind für einen Zehner ebenfalls auffällig.
  • Romeo Vermant: In der Vorsaison noch hauptsächlich als Joker im Einsatz, ist der 21-jährige Stürmer bislang mit einer 100-prozentigen Startelf-Quote fix gesetzt. Der belgische U21-Teamspieler war es auch, der im Hinspiel für unser Gegentor verantwortlich zeichnete.

Es ist das zweite Mal, dass wir im Rahmen eines UEFA-Bewerbs auf die Belgier treffen. Auch im UEFA Europa League-Sechzehntelfinale 2018/19 mussten wir  im Hinspiel eine knappe Niederlage (1:2) hinnehmen, ehe uns der Turnaround im Rückspiel gelang und wir mit einem 4:0-Erfolg den Aufstieg feierten. Diesen Erfolg gilt es, nun idealerweise zu wiederholen! Immer auf dem Laufenden bleibt ihr in unserem Matchcenter:

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