BVB-Trainer im Portrait: So lief Roses Rückkehr nach Gladbach | OneFootball

BVB-Trainer im Portrait: So lief Roses Rückkehr nach Gladbach

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Kein anderes Thema kochte vor der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Borussia Dortmund so sehr hoch wie die Rückkehr von BVB-Trainer Marco Rose an seine alte Wirkungsstätte. 

Aus dem Borussia Park berichtet Tom Jacob

fussball.news hat am Samstagabend mal den Fokus nur auf den 45-Jährigen gerichtet und ihn bei seinen Aktionen beobachtet. Hier das Ergebnis:

Die erste Begrüßung

Als der schwarz-gelbe Bus auf den Vorplatz des Borussia Parks fuhr und die Türen öffnete, warteten mehrere Zaungäste auf die Ankunft des Dortmunder Teams. Als Rose heraustrat, gab es erste Pfiffe der anwesenden Gladbach-Anhänger. "Hau ab du W***", ertönte es aus einer Ecke.

Das Warm-up

Während sich die Spieler auf dem Rasen warm machten, Torschüsse trainierten und ein Gefühl für den Rasen entwickelten, fand sich Gladbach-Trainer Adi Hütter am Pult der Sky-Moderatoren ein, um Fragen zur Aufstellung zu beantworten. Rose dagegen wurde vom Reporter-Kollegen in den Katakomben befragt. Zum Schutz vor Anfeindungen? "Ich bin so in den Innenraum gegangen, wie ich es immer gemacht habe. Ich bin nie beim Warm-up dabei", erklärte der gebürtige Leipziger im Nachhinein.

Der Weg zur Trainerbank

Als die beiden Mannschaften von Schiedsrichter Deniz Aytekin aufs Feld geführt wurden, kam auch Rose aus dem Tunnel und lief zügig in seine Coachingzone. Ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert schallte durch die Arena. Jeder der 25.000 Zuschauer plus arbeitender Delegation wusste, wem dieses gewidmet war. Nach dem Anpfiff ertönten Sprechchöre aus der Nordkurve: "Marco Rose ist ein H***." Außerdem stand auf einem Banner geschrieben: "Marco Rose: Geheuchelte Identifikation und falsche Versprechen."

Das Spiel

Wie in gewohnter Manier hielt es Rose nur wenig auf seinem Sitz. Er dirigierte, er klatschte, er peitsche seine Mannschaft an. Allerdings lief die Partie gar nicht so wie gewünscht. Dortmund kam kaum zu Torchancen, und dann ging auch noch sein Ex-Klub Borussia Mönchengladbach durch Denis Zakaria (37.) in Führung. Auffällig: Anders als in so mancher Vergangenheit blieb er bei der Gelb-Roten Karte gegen Mahmoud Dahoud (40.) ruhig. Es gibt Tage, da wäre auch Rose aus der Haut gefahren und hätte sich mit dem Schiedsrichter angelegt.

Die Nachbetrachtung

Bereits auf der Pressekonferenz vor dem Duell hatte Rose erklärt: "Es gibt eine Menge Leute, auf die ich mich echt freue, die wiederzusehen." Mit denen hatte er vor, nach der Partie "nett zu plaudern". Dies tat er auch! Trotz Niederlage im Gepäck rundete Rose den emotionalen Abend ab, indem er nach Abpfiff seine ehemaligen Weggefährten begrüßte und herzlich umarmte.

Die Verabschiedung

Mit folgenden Worten verabschiedete sich der Coach auf der Pressekonferenz aus dem Blickfeld: "Ich habe all die Jungs, mit denen ich zwei wunderbare Jahre hier in Mönchengladbach hatte, mal wiedergesehen. Das ist ein toll geführter Verein, ein Traditionsverein. Ich wünsche Borussia Mönchengladbach alles Gute."

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