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·29. Februar 2024

Bundesliga: Warum das Tabellen-Mittelfeld die Liga dominiert

Artikelbild:Bundesliga: Warum das Tabellen-Mittelfeld die Liga dominiert

In der Bundesliga sind bisher 23. Spieltage gespielt und es ist alles andere als eine normale Saison. Dies liegt nicht nur daran, dass Bayer Leverkusen dem FC Bayern die Meisterschaft streitig macht, denn eigentlich dominiert das Mittelfeld die Liga.

Die halbe Bundesliga befindet sich im Mittelfeld

Bevor die TSG Hoffenheim am Sonntag mit 3:2 bei Borussia Dortmund gewinnen konnte, waren die Kraichgauer acht Spiele in Serie ohne Sieg. Dennoch sprang die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo nach dem ersten Sieg im Kalenderjahr auf den siebten Platz in der Tabelle, der in den letzten Jahren immer für das europäische Geschäft gereicht hatte. Die Saison in der Bundesliga ist äußerst kurios, denn so komisch es klingt – das Mittelfeld dominiert die Liga.


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Die TSG Hoffenheim ist die schwächste Mannschaft seit Einführung der Drei-Punkte-Regel, die nach 23 Spieltagen auf dem siebten Platz in der Bundesliga steht. Zum zweiten Mal hat ein Team nach dieser Anzahl an Spielen mehr Niederlagen als Siege und steht auf dem siebten Rang. In der Saison 2005/06 stand Hannover 96 ebenfalls mit 30 Punkten zu diesem Zeitpunkt auf Platz sieben, hatte allerdings ein positives Torverhältnis. Ein weiteres Kuriosum in dieser Saison: Ab Platz sieben weisen alle Teams eine negative Tordifferenz auf. Das gab es zu diesem Zeitpunkt noch nie im deutschen Oberhaus.

Doch die TSG Hoffenheim kann sich alles andere als sicher sein über ihre Endplatzierung in der Bundesliga. Lediglich fünf Punkte liegen zwischen ihnen und dem VfL Bochum, die auf dem 15. Platz liegen. In der vergangenen Saison betrug dieser Abstand 20 Punkte. So eng war die Liga noch nie zusammen. Ebenfalls kurios: Von den neun Teams, welche sich im Mittelfeld der Tabelle befinden, hat ausgerechnet der VfL Bochum die wenigsten Niederlagen.

Lediglich zweimal in der Geschichte war der 15. Platz nach 23 Spieltagen besser. Hinzu kommt, dass der Vorsprung zu Platz 16 bereits acht Punkte beträgt. Nur in der Saison 2012/13 war dieser größer. Außerdem waren die drei schlechtesten Teams der Bundesliga in der Historie in Summe erst zweimal schlechter als in diesem Jahr.

Der Siebte hat nur halb so viele Punkte wie der Spitzenreiter (ebenfalls Novum in der Bundesliga), der 15. gehört zu könnte historisch so gut wie noch nie werden und die letzten drei Plätze befinden sich auf einem historischen Negativkurs. Das Mittelfeld der Bundesliga spielt in diesem Jahr quasi in einer eigenen Liga. Ein Schneckenrennen in Richtung Europapokal, in dem neun Teams konkurrieren, gab es sicherlich auch noch nie im deutschen Oberhaus. Doch wer macht das Rennen? Rücken die Teams noch enger zusammen?

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(Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images)

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