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Annika Becker·14. MÀrz 2022

🏆 Buli-Awards: Ein Hauch von Barcelona und ein starkes JubilĂ€um

Artikelbild:🏆 Buli-Awards: Ein Hauch von Barcelona und ein starkes JubilĂ€um

Wir schauen mit unseren Awards wie immer noch einmal auf ein paar der Highlights des vergangenen Wochenendes und davon gab es am 16. Spieltag ganz schön viele! Dieses Mal mit dabei: Eine Actionheldin mit JubilÀum, ein Vorbereitungsdreierpack, der mutige SC Sand und ein Hauch von Barcelona.


Der „Ein Hauch von Barcelona“-Award

Die Partie zwischen Hoffenheim und Bayern MĂŒnchen war genau das Highlight des Wochenendes, das die Tabellenkonstellation vermuten ließ. Eine der schönsten Spielsituationen, wie sie nicht an jedem Wochenende in der Liga zu sehen ist, gab es ab der 62. Spielminute. Es beginnt damit, dass Lina Magull auf dem linken FlĂŒgel Carolin Simon anspielen möchte, die beiden aber von Hoffenheim so gepresst werden, dass es zum Ballverlust kommt.

Gia Corley kommt an den Ball und nimmt mit einem technisch feinen Richtungswechsel zwei Gegnerinnen aus dem Spiel. Die TSG spielte sich dann mit einer schnellen Kombination ĂŒber Brand und Billa auf der rechten Seite durch. Die MĂŒnchenerinnen konzentrieren sich darauf, das zu verhindern, kommen aber nicht hinterher, auch weil Corley sich in der Mitte als Anspielstation anbietet und kurzzeitig Kumagai an sich bindet.

Nicole Billa spielt dann den flachen Pass auf De Caigny in der Spitze, eine Verteidigerin ist bei ihr, aber die bayrische Defensive ist auseinandergezogen. De Caigny legt direkt per Hacke ab auf Hagel, die spielt direkt wieder zurĂŒck und lĂ€uft fast parallel zur Strafraumlinie. Als der Doppelpass wieder bei ihr landet, ist sie genau in der LĂŒcke zwischen den beiden Verteidigerinnen und schießt den Ball im Wegrutschen mit dem elften Ballkontakt in dieser Stafette links oben ins Eck. Einfach nur wunderschön!


Der „300: This. Is. Carinaaaaaaaaa!“-Award

Die Österreicherin Carina Wenninger spielt schon seit 2007 fĂŒr den FC Bayern MĂŒnchen, die erste Zeit verbrachte sie bei der zweiten Mannschaft. An diesem Wochenende stand sie nur ungefĂ€hr eine Viertelstunde auf dem Platz, das reichte aber, um eine ganz besondere JubilĂ€umsmarke zu knacken. Denn es war wettbewerbsĂŒbergreifend Wenningers 300. Pflichtspiel fĂŒr ihren Verein.

Mit ihrer ZweikampfstĂ€rke mĂŒsste sie sich auch vor Gerard Butler nicht verstecken und so war sie stets mitten drin in der Action. Wenninger trug zum Gewinn von drei Deutschen Meisterschaften bei – und zum letzten Gewinn des DFB-Pokals vor genau zehn Jahren. Wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Neuverfilmung von Sparta, falls es genau in diesem Jahr fĂŒr die MĂŒnchenerinnen mal wieder klappt mit diesem Titel.


Der „Wir schaffen das noch“-Award

Bayer Leverkusen ist in dieser Saison eine ziemliche WundertĂŒte und hat mit vielen AusfĂ€llen zu kĂ€mpfen, das schmĂ€lert aber nicht den im Abstiegskampf vermutlich noch wichtigen Erfolg des SC Sand beim 2:1-Sieg am Wochenende. Die Herangehensweise unter Trainer Alexander Fischinger geht voll auf, Sand spielt frech und offensiv und wird damit fĂŒr die meisten Teams der Liga zu einem unangenehmen Gegner.

Auch wenn der SC stark ĂŒber die Teamleistung kommt, stechen immer wieder einzelne Akteurinnen heraus. Gegen Leverkusen war das eindeutig Noemi Gentile, deren Siegtreffer zu den schönsten Toren des Spieltages gehört. Sie setzte auch ihre Teamkollegin Summer Green mit einem langen Pass ein, Green traf aber nicht und so wurde es nichts mit dem Assist. Der Glaube an den erneuten Klassenerhalt aber lebt beim SC Sand weiter.


Der „Wie nennt man eigentlich einen Assist-Dreierpack?“-Award

Assist-Hattrick? Triple-A? Was auch immer eine coole Bezeichnung fĂŒr einen dreifachen Assist ist, Riola Xhemaili hat gegen Jena fĂŒr Freiburg genau das geschafft. Die 19-JĂ€hrige legte erst die so wichtigen beiden Tore ErĂ«leta Memeti auf, mit denen der SC Freiburg das Spiel nach einer wilden Anfangsphase drehte.

In der 77. Minute legte Xhemaili noch einmal nach und Lisa Kolb den 7:1-Endstand auf. In der Entstehung sind die drei Tore fast identisch, Xhemailis PĂ€sse in die Tiefe kamen jedes Mal perfekt getimt in die LĂŒcke zwischen die beiden Jenaer Innenverteidigerinnen in den Lauf ihrer Mitspielerin. Jena ließ den Freiburgerinnen im Mittelfeld sehr viel Platz (und Zeit) und fand deshalb zu keinem Zeitpunkt ein Mittel gegen diesen Spielzug.