Arnold über geringe DFB-Chancen: „Vielleicht ist es ein Problem, dass der Standort im Norden liegt“

fussball.news

Artikelbild: Arnold über geringe DFB-Chancen: „Vielleicht ist es ein Problem, dass der Standort im Norden liegt“

Hätte nicht die Coronakrise ihr Unwesen getrieben, würde die deutsche Nationalmannschaft dieser Tage um den EM-Titel spielen. Zudem gäbe es im Spätsommer noch das olympische Fußballturnier. Trotz gleich zweier Chancen glaubt Maximilian Arnold nicht, dass er auf einen Anruf hätte warten brauchen.

Mit U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, der die Olympia-Auswahl betreut, steht der Mittelfeldmann des VfL Wolfsburg zwar bisweilen im Kontakt. Aber er glaube, dass die drei Plätze für Spieler über 23 Jahren nicht im Mittelfeld veranschlagt werden und er so nicht in Frage komme, wie der 26-Jährige gegenüber dem Sportbuzzer sagt. Es bliebe das Thema A-Team offen, für das Arnold im Mai 2014 sein erstes und bisher einziges Länderspiel absolviert hat. Jedoch besteht kein Kontakt zu Bundestrainer Joachim Löw.

„Bin relativ präsent in unserem Spiel“

„Ich habe zwei Handys, aber er hat wahrscheinlich keine der beiden Nummern von mir“, so Arnold. „Ich habe über 200 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel, international habe ich auch ein paar gemacht, bin relativ präsent in unserem Spiel, spiele für einen Top-Sechs-Verein der Liga“, zählt er Argumente auf, die für eine Beschäftigung des Bundestrainers mit seiner Person sprechen würden. „Aber vielleicht ist es ein Problem, dass der Standort im Norden liegt“, so Arnold vielsagend.

„Bundestrainer wohnt ja in Freiburg“

Anscheinend ist die Theorie nicht nur unter Fans beliebt, dass Löw bei seinen Nominierungen überproportional häufig auf Spieler aus Süddeutschland setzt. „Der Bundestrainer wohnt ja in Freiburg“, merkt Arnold noch an. Tatsächlich gibt es immer wieder den Vorwurf, Spieler des SC Freiburg oder etwa von der TSG Hoffenheim hätten es leichter, in die Nationalmannschaft zu kommen. Allerdings hat sich bisher kaum ein Debütant aus dem Kreis der Breisgauer langfristig im DFB-Team etablieren können, wie fussball.news bereits im Oktober analysierte.