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·31. August 2025
"Alle Dämme gebrochen": 1860 nach spätem Remis erleichtert

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Gegen den VfB Stuttgart II zeigte der TSV 1860 München zwei Gesichter. Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerten sich die Löwen deutlich und kamen in der siebten Minute der Nachspielzeit durch Sigurd Haugen noch zum 1:1. Lob gab es für diese Mentalität, Tadel für den ersten Durchgang.
Lange Zeit mühte sich der TSV 1860 München gegen den VfB Stuttgart II. Im Strafraum der Schwaben herrschte vor allem im zweiten Durchgang oft Chaos – ein Treffer lies aber auf sich warten. Bis zur siebten Minute der Nachspielzeit – als Verlaat Übersicht und Raffinesse bewies und den Ball per Hacke zu Haugen legte, der im Nachsetzen das Leder in die Maschen drosch. "Das war sensationell. Wir haben immer daran geglaubt. Wir haben in der zweiten Halbzeit gedrückt uns viele Chancen herausgespielt. Deswegen war es schön, dass es am Ende mit dem Punkt noch geklappt hat", resümierte 1860-Trainer Patrick Glöckner am Mikrofon von "MagentaSport".
Zur Wahrheit gehöre aber auch, "dass der VfB in der 1. Halbzeit besser gespielt hat – auch sehr clever. Sie haben immer wieder verzögert, es hat immer jemand am Boden gelegen. Dadurch kam kein Spielfluss zustande – das hatte mit Fußball nichts zu tun." Im zweiten Durchgang haben die Löwen "dann den Fußball gezeigt, den wir spielen wollten". Warum das im ersten Durchgang nicht gelang? "Man geht ja immer mit einem Plan in ein Spiel, aber der Gegner hat uns wieder Erwarten anders angelaufen." Entsprechend stellte Glöckner in der Pause um – auf zwei Sechser und zwei Achter, um die Flügel besser frei zu bekommen.
Jesper Verlaat sieht auch das Mindset als Begründung. "Das war vielleicht heute die schwierigste der ersten vier Partien. Vorher ging es nur gegen große Namen" – während der VfB unbekümmert aufspielen könne. Deshalb: "Man muss in dieser Liga gegen jeden Gegner 100 Prozent abrufen. Vielleicht hatten wir uns im ersten Durchgang ein paar Wege gespart, nicht mit letzter Überzeugung die Box verteidigt." Ebenfalls ein spielentscheidender Faktor: die schlechte Chancenverwertung der Stuttgarter. Besonders in Erinnerung blieb eine Drei-gegen-eins-Situation, in der Stuttgart nicht einmal zum Abschluss kam. Hätte der VfB diese Chance genutzt, "wären wir mit Sicherheit K.O. gegangen", räumte Glöckner ein.
So blieb 1860 im Spiel und belohnte sich in allerletzter Sekunde. Auch, weil Verlaat den Ball nicht blind auf das Tor drosch: "Ich hatte vorher schon zwei Volleys und einen Kopfball. Da dachte ich mir: Vielleicht ist das Glück heute nicht auf meiner Seite. Ich hatte Sigurd nur rufen gehört und das war die Initialzündung." Über den Torschützen sagte der Kapitän: "Der hat einen Wumms. Das ist seine Stärke." Danach seien "alle Dämme gebrochen". Dennoch gelte es, das Remis richtig einzuordnen: "Es ist ein Punkt der Moral. Aber die 1. Halbzeit ist nicht unser Maßstab." Für die Löwen geht es bereits am kommenden Samstag weiter – im Landespokal gegen den Nürnberg-Schreck FV Illertissen. Anstoß ist dort um 14:00 Uhr. Auf Kilian Jakob, der sich laut "dieblaue24" einen Muskelbündelriss im hinteren Oberschenkel zugezogen hat, muss der TSV dann allerdings erneut verzichten.
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