3. Liga: DFB veröffentlicht Klima-Fanguide | OneFootball

3. Liga: DFB veröffentlicht Klima-Fanguide

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Das Thema "Umwelt- und Klimaschutz" wird auch im Fußball immer wichtiger. Der DFB hat sich ebenfalls auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit gemacht. Für alle Fans der Klubs der 3. Liga hat der Verband nun erstmals einen Klima-Fanguide erstellt, der detailliert die Entfernungen zwischen den einzelnen Spielorten auflistet. Aber nicht nur das: Aufgeführt ist auch, und das ist das Entscheidende, der CO2-Ausstoß in Kilogramm pro Person und Verkehrsmittel. Beispiel: Die Strecke zwischen Magdeburg und Kaiserslautern beträgt (jeweils von Stadion zu Stadion) 538 Kilometer. Das bedeutet, es fallen bei der Anreise mit dem Auto pro Person 108 Kilogramm CO2 an, mit IC oder ICE sind es 19 Kilogramm, mit dem Bus zwölf. Der Klima-Fanguide soll die Fans weiter sensibilisieren, ohne ihnen dabei die Freude an Auswärtsfahrten zu nehmen. Mit jeder clever durchdachten Reise lässt sich CO2 sparen – und damit unsere Umwelt schützen. Das Berechnungstool ist auf quarks.de zu finden, dort wird auch erklärt, wie die Werte für den Klima-Fanguide entstanden sind.

Der DFB entwickelt darüber hinaus derzeit innerhalb der umfangreichen Nachhaltigkeitsstrategie strategische Leitlinien für den Umwelt- und Klimaschutz und erstellt aktuell zum zweiten Mal seine Klimabilanz, aus der CO2-Reduktionspotenziale abgeleitet werden. Gemeinsam mit den Landesverbänden wird ein Aktionsplan entwickelt, um den Umweltschutz im Amateurfußball voranzutreiben. Im Trainingslager und im "Home Ground" während der EM in diesem Jahr wurden die Strecken zum großen Teil auf E-Fahrzeugen zurückgelegt – ein Teil des Gesamtprojekts von DFB und Volkswagen, das es sich zum Ziel gesetzt hat, Emissionen vor allem im Bereich Mobilität zu senken und damit zu einer klimafreundlicheren Zukunft beizutragen. Weitere Bereiche sind die DFB-Infrastruktur sowie die Mobilität rund um Spieltage und in Landesverbänden und Vereinen.

Beitritt zur "UN Sports for Climate Action Initiative"

Anfang vergangenen Jahres trat der DFB als 100. Sportorganisation weltweit der Klimaschutzinitiative der Vereinten Nationen bei. Mit dem Beitritt zur "UN Sports for Climate Action Initiative" hat es sich der DFB unter anderem zur Aufgabe gemacht, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und Verbräuche etwa von Wasser und Papier nachhaltig zu reduzieren. Auch beim Bau der neuen Verbandszentrale spielt Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle. Seit Ende 2020 gehört der Verband zum Unterstützerkreis der Umweltinitiative "Sports for Future". In diesem Rahmen lud der DFB 20 junge, ehrenamtlich tätige Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren zu einem Umwelt-Workshop ein. Unter dem Dach der Initiative haben sich Sportler*innen, Vereine und Verbände zusammengeschlossen, die die Kraft des Sports nutzen wollen, um den klimatischen Herausforderungen gerecht zu werden.

Mit Beginn der März-Länderspiele dieses Jahres hat der DFB seine üblichen Delegationsgeschenke abgeschafft. An ihrer Stelle wird die An- und Abreise der Gastmannschaft und der Delegation über ein Klimaschutzprojekt in Nepal kompensiert. Gleiches gilt für die eigenen Auswärtsreisen. Auch hausintern wurden einige Maßnahmen in diesem Bereich angestoßen. Es gab zum Beispiel eine Informationsveranstaltung für die Mitarbeiter*innen, Plastikflaschen wurden verbannt, außerdem wurde eine DFB-interne Challenge abgehalten, bei der vorbildliches umweltfreundliches Verhalten belohnt wurde.

Nachhaltigkeitsbericht und "Green Goal"

Bereits seit 2013 erstellt der DFB regelmäßig einen Nachhaltigkeitsbericht, in dem auch das Thema Umwelt- und Klimaschutz umfassend abgebildet wird. Dazu kommt das Engagement im Rahmen der im eigenen Land ausgerichteten Turniere. So wurde 2011 mit "Green Goal", dem Umweltprogramm für die Frauen-WM in Deutschland, die erfolgreichen Maßnahmen zum Energie- und Wassersparen, zum Klimaschutz und zur Abfallvermeidung aus dem WM-Jahr 2006 fortgesetzt. Auf DFB.de bildet der Verband außerdem 87 Tipps für Vereine zum Umweltschutz ab: zu den Themen Abfall und Ressourcen, Wasser, Energie, Mobilität, Umweltschutz und Artenvielfalt sowie Organisation und Kooperation.

Auch bei der UEFA EURO 2024 wird das Thema Umwelt von großer Bedeutung sein. Bereits im Rahmen der Bewerbung hatte der DFB ein ausführliches Nachhaltigkeitskonzept vorgestellt, das unter breiter Beteiligung vieler Stakeholder aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen erarbeitet worden war. 2020 wurde eine gemeinsame Turnierstrategie für den Bereich Nachhaltigkeit zwischen dem DFB und der UEFA erarbeitet, die bis zum Turnier sukzessive umgesetzt wird. Die Vision für die UEFA EURO 2024 ist, Impulsgeber einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung zu sein.

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