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·31. August 2025

2. Liga: Neun-Tore-Wahnsinn in Magdeburg – Karaman schießt Schalke zum Sieg

Artikelbild:2. Liga: Neun-Tore-Wahnsinn in Magdeburg – Karaman schießt Schalke zum Sieg

In einem wilden Sonntagmittag in der 2. Liga konnte Schalke 04 in einer umkämpften Partie den dritten Sieg im vierten Saisonspiel einfahren. Fürth siegte in einer Wahnsinns-Partie 5:4 in Magdeburg, während Lautern auf dem Betze einen umjubelten Heimsieg feiern durfte.

Der vierte Spieltag der 2. Liga ist absolviert. Am Sonntagnachmittag wollte Schalke 04 beim Aufsteiger aus Dresden an den bislang gelungenen Saisonstart anknüpfen, während die noch ungeschlagenen Darmstädter auf dem Betze gastierten und der 1. FC Magdeburg Fürth empfing.


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Dynamo Dresden – Schalke 04 0:1

Im stimmungsgeladenen Rudolf-Harbig-Stadion bekamen die Zuschauer eine engagierte Vorstellung beider Teams zu sehen. Es waren aber die Schalker, die in der Offensive die gefährlicheren Aktionen hatten. Beispielsweise bei Beckers Volleyschuss (14.) oder Katics Kopfball (15.). Ansonsten war die Partie von einer hohen Intensität und vielen Zweikämpfen geprägt. Viele Torraumszenen kamen nach Standards zustande, so auch Beckers Distanzschuss aus rund 28 Metern, den Schreiber aber entschärfen konnte (28.). Dynamo zeigte sich erst nach 35 Minuten einmal vor dem Schalker Tor, doch Daferner schoss aus kurzer Distanz Keeper Karius an.

Auch nach Wiederanpfiff veränderte sich die Spieldynamik nicht – viele Aktionen im Mittelfeld, viele Ungenauigkeiten. Und wenn, dann zogen die Schalker mal das Tempo an, ohne aber sonderlich gefährlich zu werden. Eine Viertelstunde vor Schluss nickte der eingewechselte Kutschke eine Flanke von Lemmer ins lange Eck ein – der aufgebrandete Jubel verstummte aber schnell, weil Lemmer im Abseits stand. Der Treffer zählte nicht (76.). Auf der anderen Seite drang Karaman in den Dresdener Strafraum ein und wurde von Amoako ungeschickt von den Beinen geholt. Der Gefoulte trat selbst an und verlud Schreiber souverän zur umjubelten Schalker Führung (84.). Das Tor des Tages genügte den Schalkern, um die drei Punkte letztlich nicht unverdient aus Dresden zu entführen.

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Souverän: Kenan Karaman bleibt cool und beschert Schalke drei Punkte in Dresden. Foto: Imago

1. FC Kaiserslautern – SV Darmstadt 3:1

Auf dem Betze hatten die Lauterer Glück, nicht früh in Rückstand zu geraten. Corredors schöne Flanke von links konnte Papela per Kopf nur an die Latte setzen (12.), Krahl wäre machtlos gewesen. Die Roten Teufel hatten in der Anfangsviertelstunde jedoch auch selbst in Person von Ritter (10.) und Prtajin (13.) erste gute Gelegenheiten.

Im Anschluss häuften sich auf beiden Seiten die Ungenauigkeiten, weshalb die Partie etwas abflachte. Tachie versuchte es mal mit einem wuchtigen Schuss vom linken Strafraumeck, traf aber nur das Außennetz (28.). Es dauerte bis zur 57. Minute, bis es mal wieder gefährlich wurde – und zwar im Lauterer Strafraum. Das Team von Florian Kohlfeldt spielte sich über rechts vors Tor. Die Kugel landete bei Papela, dessen Flachschuss Lautern im Defensivverbund entschärfen konnte. Darmstadt wurde jetzt etwas druckvoller und belohnte sich dafür. Nach einem schönen Pass von Pfeiffer flankte Nürnberger von links vors Tor. Seine flache Hereingabe drückte Lidberg aus kurzer Distanz über die Linie (62.).

Doch Kaiserslautern steckte nicht auf und kämpfte sich zurück in die Partie. Der eingewechselte Skyttä zog im Strafraum aus dem Stand ab und jagte das Leder zum Ausgleich unter die Latte (84.). Und die Roten Teufel sollten sich mit einem Punkt nicht zufrieden geben: in der Nachspielzeit drehte Lautern die Partie tatsächlich noch komplett, weil Alidou per schönem Kopfball das 2:1 markierte und den Betze zum Beben brachte (90+1). Die Gäste warfen jetzt alles nach vorne und fingen sich sogar noch den dritten Gegentreffer – Raschl überwand Schuhen freistehend zum 3:1 (90+7.)

1. FC Magdeburg –  Greuther Fürth 4:5

Die Partie spielte sich in der Anfangsphase überwiegend im Mittelfeld ab, bis es nach gut zehn Minuten die ersten Chancen auf beiden Seiten gab. Die Gastgeber, die erstmals ohne den zum FC St. Pauli abgewanderten Martijn Kaars antraten, spielten sich mit einer schönen Kombination in den Strafraum. Atiks Hackenablage konnte Ulrich aber nicht platziert genug aufs Tor bringen, sodass Boevink parieren konnte (11.). Auf der Gegenseite zog Bjarnason aus rund 20 Metern ab und schoss nur knapp übers Gehäuse (12.). Ganz nah kam der FCM der Führung dann, als Ghrieb sich auf dem linken Flügel durchsetzte sein schöner Schlenzer ins lange Eck an den Pfosten klatschte (16.).

Nach 24 Minuten ging das bis dahin etwas passivere Kleeblatt dann plötzlich in Führung. Hrgota setzte nach einer schönen Ballannahme Futkeu in Szene, der frei vor Reimann auftauchte und diesen überwinden konnte. Wirklich abgezeichnet hatte sich das nicht. Doch die Magdeburger schlugen direkt zurück. Ahl-Holmström markierte den postwendenden Ausgleich mit einem strammen Rechtsschuss aus rund elf Metern (28.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff drängte der FCM mit mehreren schön vorgetragenen Angriffen auf die Führung, die Bemühungen wurden aber zunächst nicht belohnt.

Die Gastgeber kamen auch als aktivere Mannschaft aus den Kabinen, die Fürther konnten in dieser Phase eigentlich keine eigenen Akzente setzen. Und sollten doch den Auftakt für eine wilde zweite Halbzeit in der Magdeburger Avnet Arena markieren: Klaus tankte sich über rechts in den Strafraum und brachte die Kugel aus eigentlich ungünstigem Winkel aufs Tor. Der offenbar überraschte Reimann ließ das kurze Eck offen und musste zum zweiten Mal hinter sich greifen (63.). Die erneute Fürther Führung hatte aber sogar noch kürzer Bestand als die erste. Keine zwei Zeigerumdrehungen später markierte nämlich Ahl-Holmström unorthodox im Fallen mit dem Knie den Doppelpack (65.). Doch wer dachte, die Gastgeber könnten die Partie jetzt auf ihre Seite ziehen sah sich getäuscht. Mit einem traumhaften Drehschuss aus rund 20 Metern jagte Futkeu das Leder zum 2:3 in den Winkel (69.) – das dritte Tor binnen sechs Minuten.

Und es kam sogar noch dicker für den FCM, weil sich der bereits verwarnte Nollenberger zu einer Schwalbe hinreißen ließ und die Ampelkarte erhielt. Somit agierte Magdeburg die letzten zwanzig Minuten in Unterzahl und kassierte kurz darauf gar das vierte Gegentor, weil Klaus im Strafraum goldrichtig stand und einen Abpraller zum 2:4 einschießen konnte (77.). Gerade als die Partie dann entschieden schien, kam Magdeburg tatsächlich noch einmal zurück. Ghriebs schöner Schlenzer brachte den Anschluss (83.), Pesch stand bei einer missglückten Abwehraktion von Ziereis richtig, köpfte zum 4:4 ein und setzte dem Wahnsinn scheinbar die Krone auf (90+3). Eine letzte Wendung hatte der Schlagabtausch dann aber tatsächlich noch parat: Doppelpacker Klaus bediente den eingewechselten John, der vom linken Strafraumeck noch das 4:5 markierte (90+9.). Ein irrer Schlusspunkt einer irren Partie.

Die Partien vom Sonntag im Überblick:

Dresden – Schalke 0:1

Tore: 0:1 Karaman (FE, 84.)

Kaiserslautern – Darmstadt 3:1

Tore: 0:1 Lidberg (62.), 1:1 Skyttä (83.), 2:1 Alidou (90+1.), 3:1 Raschl (90+7.)

Magdeburg – Fürth 4:5

Tore: 0:1, 2:3 Futkeu (24., 69.), 1:1, 2:2 Ahl-Holmström (28., 65.), 1:2, 2:4 Klaus (63., 77.), 3:4 Ghrieb (83.), 4:4 Pesch (90+3.), 4:5 John (90+9.)

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