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·02 de abril de 2025
Vier Kurzeinsätze, viele Fragezeichen: Die ernüchternde Bilanz von Chukwuemeka

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Vier Einsätze, zusammengerechnet kaum 70 Minuten Spielzeit – und trotzdem hat der BVB für Carney Chukwuemeka schon mehrere Millionen Euro investiert. Die Leihe des englischen Mittelfeldspielers vom FC Chelsea entwickelte sich bislang zu einer einzigen Hängepartie. Von der erhofften Verstärkung im zentralen Mittelfeld ist kaum etwas zu sehen – dafür viele offene Fragen, vor allem in Bezug auf seine Zukunft.
Chukwuemeka kam im Winter mit großen Ambitionen: jung, dynamisch, Premier-League-erfahren, ausgestattet mit dem Potenzial zum Unterschiedsspieler. Die BVB-Bosse, allen voran Nuri Sahin und Sebastian Kehl, erhofften sich mehr Tiefe im Zentrum und neue Impulse für das Übergangsspiel. Doch schon bei seiner Ankunft war der 20-Jährige nicht bei voller Fitness, verpasste den Rhythmus – und wurde seither nur punktuell eingesetzt.
Besonders brisant: Der Leihvertrag endet offiziell am 30. Juni. Die Klub-Weltmeisterschaft, die für Dortmund sportlich wie wirtschaftlich von großer Bedeutung ist, beginnt jedoch erst Mitte Juni – und endet Mitte Juli. Aktuell droht die absurde Situation, dass Chukwuemeka das Turnier mit dem BVB gar nicht beenden könnte. Denn parallel ist auch sein Stammverein Chelsea für die Klub-WM qualifiziert – und könnte ebenfalls auf den Spieler zurückgreifen wollen.
Intern laufen bereits Gespräche mit dem englischen Topklub, auch Juristen sind eingebunden. Eine Vertragsverlängerung über den 30. Juni hinaus wäre möglich – aber kompliziert. Vor allem, weil es keine Kaufoption gibt und der Spieler nach dem Turnier ohnehin zu Chelsea zurückkehrt. Sollte sich Chelsea querstellen, wäre das Experiment Chukwuemeka schon vor dem eigentlichen Showdown beendet.
Noch schwerer wiegt jedoch die sportliche Unsicherheit. Selbst wenn der BVB die Leihe verlängert – stellt sich die Frage: Wird Chukwuemeka überhaupt noch wichtig? Im Kader herrscht starker Konkurrenzdruck. Can, Groß, Özcan, Brandt – alles Spieler, die im Zentrum um Minuten kämpfen. Und bisher hat Chukwuemeka nicht den Eindruck hinterlassen, er könne einen dieser Akteure verdrängen.
Was bleibt, ist eine Leihe mit viel „was wäre wenn“. Wenn er fit gewesen wäre. Wenn er Spielpraxis bekommen hätte. Wenn er zur Klub-WM durchstartet. Die Realität aber zeigt: Chukwuemeka ist aktuell nicht mehr als ein Luxus-Backup – mit unklarem Nutzen und begrenzter Perspektive. Ein Risiko, das man im Winter einging – und das im Sommer sehr wahrscheinlich als teures Experiment enden wird.