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·05 de abril de 2025
Souveräne Kleinherne: Die Noten der DFB-Frauen zum Sieg über Schottland

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·05 de abril de 2025
"Hinten zu null und vorne vier Tore, das ist das, was wir uns vorgenommen haben", sagte Bundestrainer Christian Wück nach der Partie gegen Schottland. Genau das ausgesprochene Ziel haben die DFB-Frauen bei ihrem Gruppenspiel in der Nations League auch erreicht: Mit 4:0 gewann die deutsche Auswahl gegen die Schottinnen. Doch das Ergebnis täuscht über den Spielverlauf hinweg. Der Auftritt der Frauennationalelf war weniger dominant, als sich vielleicht vermuten lässt. Doch wie haben die Spielerinnen individuell abgeschnitten? Die Noten zum Spiel.
Viel zu halten hatte Ann-Katrin Berger gegen Schottland auf jeden Fall nicht. Deutschlands Nummer Eins sammelte ihre Ballkontakte im Spielaufbau. Dort konnte die erfahrene Torfrau einige Bälle sauber weiterleiten. Allerdings schlichen sich besonders in der zweiten Halbzeit einige überhastete Fehlpässe in das Spiel von Berger. Ein Top-Team würde diese wahrscheinlich gnadenlos und gefährlicher ausnutzen. In der Schlussphase glänzte Berger dann wieder durch zwei super Paraden.
6/10
Es war nicht wirklich das Spiel der deutschen Kapitänin. Ungewöhnliche Stock- und technische Fehler prägten die erste Halbzeit von Giulia Gwinn. Der Einsatz hingegen stimmte zu jedem Zeitpunkt. In den letzten Spielminuten kam die Bayern-Verteidigerin noch zu zwei guten Torabschlüssen, die allerdings neben dem schottischen Kasten landeten. Dennoch war es eine recht unscheinbare Partie von Giulia Gwinn.
6/10
Im Vorfeld der Partie wurde viel über das Abwehrproblem und die defensive Instabilität gesprochen. Es schien, als hätte es sich Sophia Kleinherne zur Mission gemacht, diese Diskussion eigenhändig im Keim zu ersticken. Durch ihre Leistung konnte die Adlerträgerin vielleicht ja das ein oder andere Gemüt beruhigen. Bereits in der fünfte Minute klärte Kleinherne entschlossen gegen die Top-Spielerin der Schottinnen, Caroline Weir. In der gesamten Partie zeigte sich die 24-Jährige höchstkonzentriert und gab eine ordentliche Bewerbung auf das EM-Ticket ab.
9/10
Auch Janina Minge lieferte eine souveräne Vorstellung auf das Parkett. Die Spielerin des VfL Wolfsburg konnte etliche Pässe ablaufen und den Spielaufbau von hinten sicher aufziehen. Viel zu meckern gibt es an der Leistung von Janina Minge nicht. Es war ein Auftritt, den man so von Janina Minge auch erwartet.
7/10
Christian Wück schmiss Franziska Kett gegen Schottland gleich Mal ins kalte Wasser, wodurch die Bayern-Spielerin ihr Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft feiern durfte. Wie erwartet setzte der Bundestrainer Kett als Außenverteidigerin ein - obwohl sie noch nicht allzu viel Erfahrung auf dieser Position sammeln konnte. Die junge Spielerin mühte sich auf der linken Seite ab, verlor zwar auch den ein oder anderen Ball, konnte aber auch speziell gegen Ende einige Akzente nach vorne setzen. Luft nach oben gibt es zwar in jedem Fall, aber unter all den Umständen war es ein gelungenes Debüt für Kett. In der 70. Minute nahm der Bundestrainer den Shooting-Star dann vom Platz.
6/10
Die erste Hälfte war nicht das Spiel von Sjoeke Nüsken. Auf einen wunderschönen Chipball auf Jule Brand in der 14. Minute folgte eine lange unscheinbare Periode der Spielerin des FC Chelsea. Nüsken machte das Nötigste, war aber etwas passiv und ließ ihre gewohnte Dominanz vermissen. In der zweiten Halbzeit zeigte sich die Mittelfeldspielerin dann deutlich aktiver, forderte öfter den Ball und war insgesamt besser im Spiel.
6/10
Einen "senßationallen" Start bescherte Elisa Senß der deutschen Frauennationalmannschaft: Nach einer Ecke in der ersten Minute fasste sich die Frankfurterin an der Sechszehnergrenze ein Herz und legte den Ball wunderschön ins Kreuzeck. In der Anfangsphase war Senß vor allem als Abräumerin unterwegs, die stets dahin geht, wo es weh tut. Mit einer Passquote von 95 Prozent gehörte der Spitzenwert der DFB-Frauen auch Elisa Senß. Im Mittelfeld war sie an diesem Abend eine der aktivsten Spielerinnen. Nach einer Stunde ging es für die 27-Jährige dann in den wohlverdienten Feierabend.
8/10
Für ordentlich Dampf sorgte Jule Brand auf ihrer rechten Seite. Bereits in der sechsten Minute konnte die Wolfsburgerin eines ihrer berühmtberüchtigten Dribblings erfolgreich abschließen und gefährlich vor den schottischen Kasten bringen. Eine ähnlich Situation ergab sich dann 15 Minuten später, wobei die gegnerische Abwehrspielerin den Ball dann unglücklich ins eigene Tor lenkte. Sowohl nach vorne als auch nach hinten ackerte Brand unermüdlich, generierte einige Chancen und sorgte für etliche Ballgewinnen - so auch vor dem 3:0. Im Vergleich zu den letzten Partien war gegen Schottland endlich wieder eine lebendige Jule Brand auf dem Rasen zu sehen. Das hat auf jeden Fall Lust nach mehr gemacht.
8/10
Symbolisch für das gesamte Team, war die Partie von Linda Dallmann: In der ersten Halbzeit kaum zu sehen, aber in Hälfte Zwei einen Gang zugelegt. Gelegentlich zeigte die routinierte Bayern-Spielerin auch in den ersten 45 Minuten ihr Können und ihre Spielübersicht. So richtig ins Spiel fand Dallmann aber erst nach dem Pausentee. Dann nahm die 30-Jährige das Spiel in die Hand, zeigte ihre Kreativität und konnte die träge erste Halbzeit wieder wett machen. Besonders im Fokus stand sie bei der Vorbereitung des dritten Tors: Dallmann marschierte entschlossen auf die Abwehr der Schottinnen zu und legte dann überlegt in den Lauf von Zicai, die clever vollendete. Nach 85 Minuten wurde Dallmann dann von Laura Freigang ersetzt.
7/10
Besonders im Fokus stand Klara Bühl hauptsächlich bei den Ecken der DFB-Frauen, bei denen die Bayern-Spielerin sowohl von links als auch von rechts als Schützin agiert. Ansonsten gelang dem deutschen Top-Star gegen Schottland allerdings nicht sonderlich viel. Da das Spiel der deutschen Elf hauptsächlich über rechts lief, hatte Bühl keinen großen Anteil am Spiel. Nach einer Halbzeit war dann auch Schluss und die 24-Jährige machte Platz für Cora Zicai. Einen gebrauchten Tag darf man Bühl aber auch ein Mal zugestehen.
5/10
Es war ein undankbares Spiel für die Sturmspitze der DFB-Frauen. Aufgrund der mangelnden Kreativität und trägen Spielweise wartete Schüller vergebens auf die Bälle ihrer Mitspielerinnen. Laut Sofascore-Statistiken hatte Schüller lediglich sechs Ballkontakte. Dennoch stellte die Stürmerin des FC Bayern ihre Knipser-Qualitäten unter Beweis, nachdem sie in der 59. Minute einen Steilpass erlief, das Laufduell gegen die schottische Innenverteidigerin gewann und eiskalt verwandelte. Es war ein versöhnlicher Abschluss für ein sonst eher durchschnittliches Spiel. Direkt nach dem Treffer wechselte Wück Schüller für Giovanna Hoffmann aus.
6/10
Ein glückliches Händchen bewies Christian Wück mit der Einwechslung von Cora Zicai für Klara Bühl in der Halbzeit der Begegnung. Die Freiburgerin zeigte sich aktiver als ihre Münchener Kollegin. Für ihren engagierten Auftritt belohnte sich Zicai in der 57. Minute mit einem wunderschönen Treffer. Wenige Minuten später setzte sie sich sehenswert gegen fünf Gegenspielerinnen im Dribbling durch. Für die erst 20-Jährige waren es weitere wichtige Minuten, um internationale Erfahrung zu sammeln.
7/10
Nach einer Phase mit sehr überzeugenden Leistung beim FC Bayern durfte Sydney Lohmann endlich auch wieder in der Nationalmannschaft an den Start. In den letzten dreißig Minuten versuchte sich die 24-Jährige ins Spiel zu arbeiten. Durch ihre dynamische Spielweise trug sie den Ball mehrmals einige Meter über den Platz. So richtig sehenswertes gelang ihr dabei nicht, Fehler machte die Bayern-Spielerin aber auch nicht.
6/10
Auf der Sturmposition kam Giovanna Hoffmann für Lea Schüller in die Partie. In halb so viel Zeit sammelte die Stürmerin von RB Leipzig zumindest doppelt so viele Ballkontakte wie Schüller. Dennoch ereilte beide ein ähnliches Schicksal: Zu wenig Bälle kamen nach vorne, um wirklich gefährliche Chancen herauszuspielen.
5/10
Dass Alara Şehitler eine flexible Spielerin ist, ist ja nichts unbekanntes. Jetzt hat der Shooting-Star des FC Bayern eine weitere Position freigeschalten: Wück brachte die 18-Jährige für ihre Teamkollegin Franziska Kett auf die linke Außenverteidigerposition. Es machte sich bemerkbar, dass Şehitler diese Position zuvor nicht gespielt hat. Das Nachwuchstalent fand nicht ins Spiel.
Ohne Bewertung
"Freigang für Laura" gab es zwar gegen Schottland, in den sieben Minuten Spielzeit konnte die Adlerträgerin allerdings nichts bewirken.
Ohne Bewertung
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