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·26 marzo 2025
Terminstress: Tuchel fordert FIFA auf, das internationale Fenster im Juni zu verschieben

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·26 marzo 2025
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel beklagt sich über die Ansetzung der Länderspielperiode im Juni durch die FIFA.
Thomas Tuchel hat seine ersten beiden Länderspiele als Nationaltrainer Englands hinter sich. Erst im Juni stehen die nächsten Spiele für die „Three Lions“ an. Über dieses internationale Fenster hat Tuchel nach Berichten von The Guardian seinen Unmut geäußert. Am 07. Juni spielt England gegen Andorra in der WM-Qualifikation und nur drei Tage später steht ein Freundschaftsspiel gegen Senegal an. Diese Länderspiele liegen im internationalen Fußballkalender genau zwischen dem Ende der „normalen“ Vereinswettbewerbe und dem Start der neuen FIFA-Klub-WM.
Die europäischen Ligen enden spätestens am 25. Mai. Am letzten Mai-Wochenende steht dann das Champions-League-Finale an. Nach den Länderspielen startet dann bereits am 14. Juni die Klub-WM in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dies bedeutet, dass einige Spieler nur wenige Tage Pause zwischen den letzten Spielen für ihren Verein, den Länderspielen und der anschließenden Teilnahme an der Klub-WM haben. Tuchel sorgt sich insbesondere um Harry Kane, Jude Bellingham und die englischen Nationalspieler, die bei Chelsea und Manchester City unter Vertrag stehen und somit bei der Klub-WM im Einsatz sind.
„In der Rolle als Vereins- oder Nationalmannschaftstrainer ist das FIFA-Länderspielfenster im Juni mindestens streitbar“, sagt Tuchel. Für viele Spieler würde dies eine „unglückliche Pause von zehn bis 14 Tagen“ bedeuten. Tuchel weiter: „Sie bekommen einen kurzen Urlaub aber denken die ganze Zeit: andere Spieler können richtig abschalten, während ich nochmal zurückkommen muss. Ich kann diese zwei Wochen nicht genießen, weil ich individuelles Training machen muss und es dann zur Nationalmannschaft geht.“
Laut Tuchel wäre es optimal, wenn alle Spieler „mindestens drei oder dreieinhalb Wochen Pause“ bekommen würden. Er würde sich wünschen, dass ein anderer Zeitpunkt im FIFA-Kalender für die Länderspielperiode gefunden wird. Letztendlich sei auch seine Zeit mit den Spielern begrenzt und jede Trainingseinheit zählt, sodass es für ihn schwer sei Rücksicht auf einzelne Spieler zu nehmen und diese nicht zu nominieren.
Photo by Julian Finney/Getty Images