MillernTon
·4 aprile 2025
Personal-Situation vor FC St. Pauli vs. Borussia Mönchengladbach

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·4 aprile 2025
Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach ist die Personaldecke beim FC St. Pauli in der Innenverteidigung dünn. Dafür gibt es aber in der Offensive einen heftigen Konkurrenzkampf.(Titelfoto: Andreas Tolksdorf)
Tja, eigentlich war nicht unbedingt geplant, dass die Berichterstattung vor dem Spiel des FC St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach wieder in zwei Artikel aufgesplittet wird. Doch die Nachrichten zur Personal-Situation beim FCSP kommen (leider) so üppig daher, dass eine erneute Auftrennung Sinn ergibt.
Personell kann Borussia Mönchengladbach am Sonntag nahezu aus den Vollen schöpfen. Abgesehen von der durchaus prekären Situation im Tor. Denn Moritz Nicolas fehlt aufgrund eines Sehnenabrisses bereits länger, Jonas Omlin ist kürzlich erst wieder ins Training eingestiegen. Beide werden für das Spiel gegen den FC St. Pauli keine Rolle spielen. Somit wird erneut der erst 18-jährige Tiago Pereira Cardoso das Tor hüten.
Unter der Woche setzte Außenverteidiger Luca Netz dann zwar zwischenzeitlich mit dem Training aus, steht aber wohl zur Verfügung. Ebenfalls zur Verfügung stehen wird Joe Scally, der am vergangenen Wochenende angeschlagen ausgewechselt werden musste. Nicht mit dabei sein wird Sechser Philipp Sander, der sich bereits seit zwei Wochen mit einem Infekt herumplagt und auch diese Woche noch nicht wieder auf dem Platz trainieren konnte.
Sander dürfte erneut durch Rocco Reitz im defensiven Mittelfeld ersetzt werden. Der 22-jährige ist, wie auch Offensivkraft Franck Honorat, nach längerer Verletzung kürzlich wieder auf den Platz zurückgekehrt. Ebenfalls zurückkehren wird Top-Stürmer Tim Kleindienst, der im letzten Spiel eine Gelbsperre absitzen musste. Mit Blick auf die Personal-Situation von Borussia Mönchengladbach hätte es für den FC St. Pauli sicher günstigere Momente in dieser Saison gegeben, um gegen sie zu spielen.
Unter der Woche gab es einige Fragzeichen beim FC St. Pauli. Am heutigen Freitag wurde dann leider aus einem Frage- ein Ausrufezeichen. Denn zu den langzeitverletzten Spielern Sascha Burchert, Simon Zoller und James Sands gesellte sich nun leider auch endgültig Karol Mets. Der 31-jährige hatte seit der Länderspielreise im November Probleme an der Patellasehne. Nun wurde er operiert und wird für den Rest der Saison fehlen.
Auf der Pressekonferenz berichtete Alexander Blessin, dass diese Operation unumgänglich gewesen sei. Das diese Entscheidung für eine OP erst jetzt gefällt wurde, Monate nach Auftreten der Probleme, erklärte der FCSP-Cheftrainer: „Wir haben damals gemeinschaftlich entschieden, es konservativ zu behandeln. Karol wollte die OP nicht, das ist auch immer die letzte Option. Nun haben wir aber gemerkt, dass es für den letzten Punkt nicht reicht und der Eingriff nötig war.“Der MillernTon wünscht gute und vor allem vollständige Genesung!
Neben Mets fehlten unter der Woche im Training gleich eine ganze Reihe Innenverteidiger. Einer davon ist leider genau der Spieler, der die „Mets-Position“ zuletzt bekleidete: Siebe Van der Heyden hat Probleme an der Oberschenkelrückseite. „Er wird wahrscheinlich nicht spielen können“, so Blessin.Hingegen wieder mit dabei sein dürfte Hauke Wahl („Er steht zur Verfügung“). Auch David Nemeth, der zu Wochenbeginn nicht trainieren konnte, dürfte einsatzbereit sein: „Er hat am Freitag voll mittrainiert und keine Reaktion gezeigt. Es sieht sehr gut aus“, so der FCSP-Cheftrainer. Zudem wird auch Adam Dźwigała zur Verfügung stehen. Der 29-jährige Innenverteidiger musste am vergangenen Wochenende aufgrund von Problemen angeschlagen den Platz verlassen. Blessin: „Diese Probleme haben sich aber nicht als schwerwiegend herausgestellt.“
Siebe Van der Heyden wird dem FC St. Pauli am Sonntag fehlen. // (c) Stefan Groenveld
So wird der FC St. Pauli am Sonntag die Position links hinten in der Innenverteidigung neu besetzen müssen. Drei Optionen waren dabei vor der Pressekonferenz denkbar, eine davon kassierte Blessin aber wieder ein. Denn Eric Smith wird auch weiterhin auf der Sechs spielen. „Im Moment gefällt mir diese Struktur sehr gut“, so Blessin. Somit verbleiben Dźwigała und Lars Ritzka als Optionen links hinten, also entweder ein Rechts- (Dźwigała) oder Linksfuß (Ritzka). Welche davon für Sonntag favorisiert wird, ließ der FCSP-Cheftrainer offen.
Weiter vorne sieht die personelle Situation beim FC St. Pauli aber deutlich besser aus. Robert Wagner fehlte zwar unter der Woche aufgrund einer Erkrankung, kehrte aber rechtzeitig ins Training zurück. Für Connor Metcalfe, der vergangenes Wochenende sein Comeback auf dem Rasen feierte, sieht Blessin mit jeder weiteren Trainingswoche „mehr Kapazitäten“, was die Spielzeit angeht. Für das zentrale Mittelfeld gibt es also mit Eric Smith, Jackson Irvine, Carlo Boukhalfa, Connor Metcalfe und Robert Wagner gleich fünf Spieler, die grundsätzlich dort spielen können.
Sogar noch heftiger ist der Konkurrenzkampf ganz vorne. Denn mit Morgan Guilavogui kehrt ein weiterer Offensivspieler zurück in den Kader des FC St. Pauli. Alexander Blessin bezifferte die mögliche Einsatzzeit des FCSP-Top-Torjägers auf „eine halbe Stunde“ und hob hervor, dass Guilavogui „richtig Bock“ habe und viel Energie versprühe.Somit dürfte bereits die Entscheidung, welche Offensivspieler es am Sonntag in den Kader schaffen, eine harte werden. Denn mit Erik Ahlstrand, Scott Banks, Johannes Eggestein, Dapo Afolayan, Abdoulie Ceesay Andreas Albers, nun auch Morgan Guilavogui und mit Abstrichen Connor Metcalfe gibt es gleich sieben oder acht Spieler, die Druck auf die zuletzt gestarteten drei Offensivspieler (Danel Sinani, Elias Saad, Noah Weißhaupt) erzeugen.
Die Personal-Situation beim FC St. Pauli vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach ist also zweigeteilt zu bewerten: In der Defensive drückt der Schuh durch die Ausfälle von Van der Heyden und Mets. Es hätte aber durch angeschlagene oder anderweitig verhinderte Spieler (Nemeth, Dźwigała, Wahl) auch noch deutlich schlimmer kommen können. Weiter vorne freut man sich vor Beginn der letzten sieben Spiele aber über einen extrem heftigen Konkurrenzkampf. Einer, der alle Spieler hoffentlich zu Höchstleistungen anspornen wird.// Tim
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