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·2 April 2025
Wegen ÖFB-Streit mit Rangnick: Kapitän Alaba legt sich mit dem Verband an

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·2 April 2025
Der österreichische Fußballverband (ÖFB) ist unzufrieden mit Nationaltrainer Ralf Rangnick. Unzufrieden mit seinen Ergebnissen, vor allem aber mit seinen Entscheidungen, seiner Kommunikation sowie seinem Charakter. Vereinspräsident "Wolfgang Bartosch" sagte dem profil: "Rangnick ist sehr schwierig." Eine Retourkutsche gab es dafür nun von David Alaba, Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft. Der sagte gegenüber der Nachrichtenagentur APA: "Der Trainer ist überhaupt nicht schwierig. Er versucht, alles dafür zu tun, damit sich der österreichische Fußball positiv entwickelt. Wenn das schwierig ist, dann wünsche ich mir, dass der neue Präsident auch schwierig wird."
Der Streit zwischen Rangnick und dem Verband eskaliert derzeit. Eine klare Spitze gegen den 66-Jährigen gab es auch von Vizepräsident Johann Gartner: "Nüchtern betrachtet sind wir mit Rangnick nicht weiter als unter Foda (Vorgänger bei der Nationalmannschaft, Anm. d. Red.). Seine Spielweise ist ausrechenbar. Mir fehlen die Tore und die Ergebnisse. Ich erwarte mir vom Teamchef neue Ideen."
Auch darauf hatte Alaba eine Antwort, ergreift klar Partei für Rangnick: "Wir stehen für Zusammenhalt und Geschlossenheit. Und wir haben gar kein Verständnis dafür, wenn unser Teamchef aus den eigenen Reihen so attackiert wird. Das ist nicht gut für unsere Mannschaft und unseren kompletten Verband", sagte er.
Die Kritik an Rangnicks Spielweise kann der Abwehrspieler von Real Madrid ebenfalls überhaupt nicht nachvollziehen. "Wenn jetzt jemant sagt, wir sollen uns hinten reinstellen und unsere Spielweise verändern, dann hat er keine Ahnung von Fußball. Wir wollen und müssen genau so Fußball spielen, wie uns unser Teamchef lässt, damit wir erfolgreich sein können. Ich bin mir absolut sicher, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind", sagte Alaba.
Verbandspräsident Bartosch, der das Amt derzeit nur interimsweise ausübt, hatte seine Aussagen am Freitag im ORF bereits korrigiert. "Rangnick steht außer Frage", erklärte er. Nichtsdestotrotz ist es schwer vorstellbar, dass Rangnick und der Verband in dieser Konstellation weiter zusammenarbeiten können. Verschiedenen Berichten zufolge soll Rangnick unzufrieden beim ÖFB und daher offen für einen Abschied sein. Zuletzt kursierten bereits Gerüchte um Borussia Dortmund und den FC Bayern, die Rangnick offenbar beide für Aufgaben auf der Gestaltungsebene des Vereins im Blick haben.
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