
BVBWLD.de
·2 avril 2025
Vor Schlotterbeck Standardbilanz des BVB desaströs – auch defensiv

In partnership with
Yahoo sportsBVBWLD.de
·2 avril 2025
Erstmals trat Nico Schlotterbeck im letzten Spiel die Eckbälle für den BVB. Lohn der ein wenig Erstaunen hervorrufenden Entscheidung von Nico Kovac: zwei Torvorlagen durch Schlotterbeck. Die Bilanz bei Standards von Borussia Dortmund hatten diesen Boost allerdings auch dringend nötig, wie der Blick auf die gesamte Saison zeigt.
Genau diesen leistet die WAZ, die sich dabei sowohl mit offensiven als auch defensiven Standards auseinandersetzt. Bei Ecken und Freistößen habe der BVB „eigentlich ein Riesenproblem“, wird diese Aufstellung auch gleich passend eingeleitet.
Vor dem doppelten Erfolg nach Eckbällen gegen Mainz stand Borussia Dortmund bei den Toren nach Standards so schlecht, dass einzig Aufsteiger FC St. Pauli noch weniger eigene Tore nach ruhenden Bällen (abgesehen von Strafstößen) erzielt hatte. Die zwei Tore am vergangenen Wochenende hübschen diese Bilanz auf. Unterdurchschnittlich bleibt die schwarzgelbe Ausbeute dennoch. Insgesamt sind es erst sieben Treffer, die dem BVB in dieser Saison auf diese Weise gelangen. Der Schnitt der Bundesliga liegt bei acht.
Dieser geringe Unterschied wirkt, als wäre er kaum relevant. Allerdings ist die absolute Zahl an Eckbällen für den BVB die dritthöchste aller Clubs. Nur Meister Bayer Leverkusen und der FC Bayern München erhielten in dieser Saison mehr Eckbälle zugesprochen. Der BVB müsste also weit überdurchschnittlich eigene Tore nach Ecken erzielt haben.
Foto: IMAGO
Besonders mies ist die Bilanz nach Freistößen. Seit Saisonbeginn gelang den Borussen lediglich ein kümmerlicher Treffer nach einem Freistoß. Problematisch ist vor allem, dass die Streuung bei Flanken aus Standards zu groß ist. Nur 29 % aller Versuche landen bei einem Mitspieler. Allein Werder Bremen erreicht mit 25 % eine noch schlechtere Quote.
Ebenso schlecht sieht es bei den Werten zu Standards der Gegner aus. Allgemein ist die Zahl gegnerischer Standardsituationen zwar gering. Doch diese sind dann im Ligavergleich besonders häufig gefährlich. Denn der BVB lässt dabei relativ gesehen so viele Abschlüsse aufs eigene Tor zu, dass es nur vier Teams in der Bundesliga gibt, bei denen dies noch häufiger der Fall ist.
Ob Nico Schlotterbecks überzeugende Eckbälle nun der Zündfunke für eine Wende zum Besseren bezüglich der Standards gewesen sein werden, müssen die verbleibenden Partien zeigen. Auch in diesen Statistiken aber teils Werte wie ein Absteiger vorweisen zu müssen, unterstreichen erneut, wie völlig verkorkst die laufende Saison für den BVB ist – in Bundesliga und DFB-Pokal.
Direct