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·3 avril 2025
HSV-Aufstieg 2025: Diese Gründe sprechen dafür

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·3 avril 2025
Die Witze nach dem 0:0 gegen die SV Elversberg schrieben sich beinahe von selbst. Unzählige Male erklärten Fans in den sozialen Medien das Unentschieden des HSV gegen die Saarländer zum Beginn der fast schon traditionellen Hamburger Formkrise im Frühling, die den Klub in der Vergangenheit regelmäßig den Aufstieg kostete.
Besonders der Monat April gilt in der Hansestadt als Schreckgespenst. Erst in der vierten Spielzeit nach dem Abstieg konnten die Rothosen ein Zweitliga-Spiel im April gewinnen. In den ersten drei Spielzeiten im Unterhaus führte das jeweils dazu, dass der HSV die gute Ausgangslage verspielte, die Saison auf Platz vier beendete und somit den Aufstieg direkt verpasste.
Gut ist die Ausgangslage auch in diesem Jahr. Nach dem Unentschieden gegen Elversberg hat die Mannschaft von Merlin Polzin zwar die Tabellenführung an den 1. FC Köln verloren. Auf den 1. FC Kaiserslautern auf dem Relegationsplatz hat der HSV dennoch drei Punkte Vorsprung und dazu das deutlich bessere Torverhältnis (+26 zu +8).
Der Blick auf die Platzierung zum gleichen Zeitpunkt in den Vorsaisons zeigt: So gut standen die Karten für einen Hamburger Aufstieg selten.
* Wegen coronabedingter Absagen hatte der Tabellenvierte Holstein Kiel nach dem 27. HSV-Spiel noch ein Spiel weniger.
Zum fünften Mal stehen die Rothosen in dieser Spielzeit nach dem 27. Spieltag auf einem direkten Aufstiegsplatz. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz war nur einmal größer: 2018/19, der ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte.
Im Vergleich zu damals gibt es in dieser Saison einen entscheidenden Unterschied: Das Restprogramm kommt diesmal deutlich leichter daher. 2018/19 mussten die Hanseaten an den letzten drei Spieltagen noch gegen den 1. FC Köln, Union Berlin und den SC Paderborn ran - die drei Mannschaften, die schlussendlich in die Bundesliga aufstiegen.
Die direkten Duelle gegen die Konkurrenten haben die Hamburger 2024/25 bereits hinter sich. Der 1. FC Nürnberg ist derzeit der am besten platzierte Gegner, der noch auf den HSV zukommt - die Franken stehen auf Platz acht. Zum Duell mit dem FCN kommt es schon am kommenden Samstag. Alle weiteren Hamburger Gegner (Braunschweig, Schalke, Karlsruhe, Darmstadt, Ulm, Fürth) stehen zurzeit in der unteren Tabellenhälfte.
Die direkte Konkurrenz wird hingegen noch öfter gegeneinander spielen. Unter anderem muss der FCK am Wochenende beim Tabellenfünften aus Magdeburg ran, am letzten Spieltag steht für die Pfälzer sogar das Spitzenduell mit dem 1. FC Köln an.
Die Konkurrenz wird sich also die Punkte noch gegenseitig wegnehmen. Und klar, der HSV ist in der Vergangenheit gerne auch mal gegen kleine Gegner gestolpert. Dass der Klub in dieser Saison jedoch die nötigen Punkte sammeln wird, um am Ende unter den Top zwei zu stehen, muss man ihm angesichts der gezeigten Konstanz seit der Amtsübernahme von Trainer Merlin Polzin allemal zutrauen. Bis zum Saisonende muss das Motto daher lauten: wenn nicht jetzt, wann dann.
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