FCBinside.de
·2 de abril de 2025
Immer mehr Zweifel an Bayern-Boss Eberl: Das sind die Hintergründe

In partnership with
Yahoo sportsFCBinside.de
·2 de abril de 2025
Die Kritik an Max Eberl bei Bayern München nimmt weiter zu. Insbesondere die Unzufriedenheit mit seiner Transferpolitik und den Vertragsverhandlungen sorgt intern für Unruhe.
Bereits im vergangenen Jahr begannen nach Informationen von Sky die Diskussionen um Eberl, als es dem Verein nicht gelang, einen neuen Trainer zu verpflichten. Zahlreiche Kandidaten wie Xabi Alonso, Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick lehnten ab. Daraufhin schalteten sich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge öffentlich ein, um die Trainerfrage voranzutreiben.
Zusätzlich werden Eberl überteuerte Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Jamal Musiala, Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Alexander Nübel vorgeworfen. Diese Verträge seien laut einigen Offiziellen zu kostspielig und hätten das Budget stark belastet.
Ein deutliches Zeichen, dass Eberls Position geschwächt ist, zeigt sich auch bei der Personalie Florian Wirtz. Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge führten bereits Wochen zuvor Gespräche mit dessen Vater Hans Wirtz, um einen möglichen Wechsel nach München einzufädeln. Diese direkte Einflussnahme untergräbt Eberls Autorität, der es von seinen Zeiten bei Borussia Mönchengladbach gewohnt war, eigenständig zu agieren. Wie Sky weiter berichtet, sind neben den teuren Vertragsverlängerungen auch gescheiterte Transfers ein großer Kritikpunkt innerhalb des Vereins.
Auch bei den getätigten Transfers sieht sich Eberl mit Kritik konfrontiert. Während er zwar mit Michael Olise einen vielversprechenden Neuzugang präsentieren konnte, wird angemerkt, dass diese Verpflichtung bereits vom ehemaligen Chefscout Markus Pilawa vorbereitet wurde. Hinzu kommen problematische Transfers wie die von Bryan Zaragoza und Sacha Boey, die laut einigen Verantwortlichen zu teuer waren und nicht die erhoffte Leistung brachten. Dazu zählt auch der teure Deal um João Palhinha, der lediglich als Vollendung eines bereits ein Jahr zuvor gescheiterten Transfers gesehen wird.
Zusätzlich wird Eberl dafür kritisiert, Zusagen gegenüber Spielermanagements wie denen von Davies, Musiala, Kimmich und Jonathan Tah gemacht zu haben, ohne vorherige Rücksprache mit dem Aufsichtsrat. Diese Verhandlungen zogen sich unnötig in die Länge und endeten teils ohne zufriedenstellende Ergebnisse. Gerade der geplatzte Transfer von Jonathan Tah wird als Beispiel genannt, bei dem Eberl zwar bereits mit Pini Zahavi verhandelt hatte, der Aufsichtsrat jedoch keinen Bedarf für einen zusätzlichen Verteidiger sah.
Auch strukturell gibt es Probleme. Die Stagnation am FC Bayern Campus wird verstärkt kritisch betrachtet. Während Hasan Salihamidžić mit Entdeckungen wie Jamal Musiala und Alphonso Davies Erfolge vorweisen konnte, fehlen unter Eberl und Freund vielversprechende Talente, die den Durchbruch in die Profimannschaft schaffen. Nur Stanišić und Pavlović konnten sich etablieren, was von einigen Verantwortlichen als unzureichend angesehen wird.
Auch Thomas Müller wird zum Zankapfel. Während Eberl öffentlich keinen Abschied Müllers andeutete, machte Hoeneß mit seiner „Edelreservist“-Aussage klar, dass eine Trennung möglich sei. Gleichzeitig betont Sky, dass Eberl durch die erfolgreiche Arbeit mit Trainer Vincent Kompany, den er nach München holte, punkten kann. Kompany sorgt mit seiner souveränen Art für Stabilität und Ruhe, was positiv gewertet wird.
Parallel dazu gibt es Gerüchte um Mario Gomez als möglichen neuen Verantwortlichen im Management. Besonders Ehrenpräsident Uli Hoeneß soll laut Sport1 ein Befürworter dieser Idee sein, auch wenn es bislang keine konkreten Gespräche gegeben hat. Die Möglichkeit, Gomez ins Management einzubinden, wird als ein möglicher Schritt zur Optimierung der sportlichen Leitung und zur besseren Integration junger Talente betrachtet.
Eberl steht somit weiterhin unter Druck. Die Klubführung scheint nach Wegen zu suchen, die sportliche Leitung zu verbessern und den Campus effektiver zu nutzen. Wie es mit Eberl weitergeht, bleibt unklar, doch seine Position ist durch die vielen Kritikpunkte und die ständigen Einmischungen von Hoeneß und Rummenigge spürbar geschwächt.