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·2 de abril de 2025
"Erschreckend": 1860-Sportchef klagt über Fehlentscheidungen

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39 Punkte in 30 Spielen und Tabellenplatz zwölf: der TSV 1860 München läuft seinen Ansprüchen hinterher. Aus Sicht von Sportchef Christian Werner auch deswegen, weil "häufig krasse Fehlentscheidungen zu unseren Lasten getroffen worden" seien, wie er der "Abendzeitung" sagt.
13 Mal! So häufig musste der TSV 1860 in der bisherigen Saison nach Auswertung von liga3-online.de-Experte Babak Rafati bislang eine Fehlentscheidung hinnehmen. Im Liga-Vergleich bedeutet das den dritten Platz hinter Waldhof Mannheim (17) und Hansa Rostock (15). Vor allem die Häufigkeit der 50:50-Entscheidungen, "die gegen uns getroffen worden sind, ist erschreckend", so Werner. Zuletzt hatte der TSV in Osnabrück einen Elfmeter nicht bekommen. Den Löwen sei zwar bewusst, "dass es kein Schiedsrichter mit Absicht macht", zudem habe Werner "großen Respekt vor den Unparteiischen", dennoch müssten die Schiedsrichter gewährleisten, "dass der Profifußball in der Dritten Liga ein fairer Wettkampf ist".
Der 43-Jährige, der bereits Anfang Dezember über die hohe Anzahl an Fehlentscheidungen geschimpft hatte, mahnt: "Es geht ums sportliche Überleben, es geht um Jobs. Als Vereinsverantwortliche müssen wir das auch einfach mal öffentlich machen und klarstellen, dass wir das nicht jede Woche schlucken können." Dies sei "die einzige Möglichkeit, die wir noch haben". Mit dem DFB stehe man zwar "fast jede Woche" im Austausch, aber "es ändert sich nichts". Dabei müsse es in Zukunft Veränderungen geben.
Werne zufolge hätten die Fehlentscheidungen den Löwen in dieser Saison schon zehn Punkte gekostet. "Wir könnten in ganz anderen Tabellenregionen liegen." Mit zehn Zählern mehr wäre 1860 in der Tabelle auf Platz fünf zu wiederzufinden. "Dann sprechen wir von Aufstiegskampf." Zumal der TSV auf der anderen Seite nur fünfmal von einer Fehlentscheidung gegen den Gegner profitiert hat, was Rang 17 im Liga-Vergleich bedeutet.
Für Abhilfe sorgen könnte die Einführung des VAR sorgen. Auch Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz und Dresdens Thomas Stamm hatten sich zuletzt in diese Richtung geäußert. Werner weiß aber: "Das Problem ist der hohe Kostenfaktor. Die Schere geht in der Dritten Liga in finanzieller Hinsicht so weit auseinander, dass es schwer ist, einen Konsens zu finden." Als Alternative bringt der 43-Jährige eine abgespeckte Variante des VAR nur mit den derzeit schon vorhandenen Bildern von "MagentaSport" ins Spiel.
Problem dabei: Auch damit lassen sich einige Szenen nicht zu 100 Prozent auflösen. Es bräuchte schon – wie in den Bundesliga – zusätzliche Kameras, was wiederum mit Kosten verbunden wäre. Auch die Finanzierung der zusätzlichen Schiedsrichter müsste von den Vereinen übernommen werden. Zuletzt hatte sich eine Mehrheit der Klubs mehrfach gegen die VAR-Einführung ausgesprochen. Ob nach dieser Saison, in der laut Rafati bereits 196 Fehlentscheidungen getroffen wurden, ein Umdenken stattfindet?