90min
·27 de marzo de 2025
Aus wegen Defensivpatzern: Einzelkritik zum Bayern-K.o. in der Champions League

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·27 de marzo de 2025
Aus der Traum vom Henkelpott: Bayern ist im Viertelfinale der Champions League ausgeschieden. Im Rückspiel gegen Olympique Lyon hat der FC Bayern München mit 1:4 verloren. Über beide Spiele steht damit ein klares 1:6-Ergebnis.
Klara Bühl markierte die Führung der Bayern (34.), aber Melchie Dumornay sorgte mit dem schnellen Ausgleich nach der Pause für bayrische Ernüchterung (46.). Kadidiatou Diani sorgte für die Entscheidung zugunsten von Olympique Lyon (56.). Nach dem 3:1 durch Chawinga (59.) wurde es zu einem frustrierenden Abend für Bayern, Ada Hegerberg setzte den Schlusspunkt für Lyon (90.).
Nach der starken ersten Bayern-Hälfte zeigte Lyon in den zweiten 45 Minuten seine Klasse, Bayern kam nicht mehr hinterher. Die Münchnerinnen in der Einzelkritik.
Die schönste Geschichte dieser Saison ist unzweifelhaft Grohs' Comeback nach überstandenem Tumor, gekrönt von einem gehaltenen Elfmeter im Hinspiel. In Lyon hatte sie zunächst wenig zu tun, bei den Gegentoren in der zweiten Hälfte dann schuldlos. Verhinderte mit einer tollen Parade noch Schlimmeres (67.)
7/10
Offensiv wie immer engagiert, fütterte ihre Mitspielerinnen mit Flanken - beim eigenen Abschluss war Gwinn in der 40. Minute mutig, aber haute den Ball aus der Distanz weit über das Tor. Beim Gegentor zum 1:2 unterlief ihr ein großer Bock, Gwinn verlor direkt vor dem eigenen Tor den Ball gegen Diani - die nahm die Einladung dankend an. Es war schon der dritte große individuelle Patzer von Bayern über beide Spiele - die Diagnose liegt nahe.
3,5/10
Die Challenge für die Bayern-Verteidigung war klar: Lyons schnelle Stürmerinnen in den Griff zu bekommen. Auch die Norwegerin Tuva Hansen hat einiges an Geschwindigkeit in den Beinen, daran mangelte es nicht - eher am Stellungsspiel, wo Hansen einige Mal nicht ganz richtig stand oder nicht schnell genug reagierte.
Putzte dafür auch aus, etwa in der 23. Minute nach einem Ballverlust von Eriksson, als sie als letzte Verteidigerin da war. Im Kopfballduell gegen die nur 1,60 große Melchie Dumornay sah sie nicht gut aus, als diese zum 1:1 einköpfte (46.), auch vor dem 1:4 hatte sie Schwierigkeiten.
4/10
Eriksson führte die Bayern als Kapitänin aufs Feld, weil ihre Verteidigungs-Kollegin Glodis Viggosdottir angeschlagen ausfiel - ihre Führungsqualitäten hat Eriksson schon in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Eriksson war im Aufbauspiel nicht ganz sicher, leistete sich auch mal einen Ballverlust oder Fehlpass.
Gegen den Ball stoppte sie aber mehrmals die Topstürmerinnen von Lyon. Sah beim 1:1-Ausgleich nicht gut aus, da war sie mental wie viele Bayern-Spielerinnen wohl noch in der Pause. Auch beim 1:3 konnte sie Tabitha Chawinga nicht verteidigen, das ist allerdings eine undankbare Aufgabe.
3,5/10
Simon ist nicht die Allerschnellste - das rächte sich etwa in der 15. Minute, als Diani ihr entwischte und ihre Grätsche zu spät kam. Ein Tor wurde daraus nicht, aber Simon musste auf der Hut sein. Ein anderes Mal klappte das Tackling perfekt (28.) - aber eigentlich grätscht keine Verteidigerin gerne, weil man dann schon zu spät gekommen ist. Offensiv war sie wie so oft sehr engagiert, aber am Ende hing es an der Defensive - und da blieb Simon auch vor dem 1:3 gegen Diani nur zweite Siegerin im Tempoduell.
Schwierigkeiten gegen die schnelle Kadidiatou Diani: Carolin Simon / Daniela Porcelli/GettyImages
3,5/10
Zigiotti Olme vertrat die angeschlagene Zadrazil. Wie auch die Österreicherin bleibt Zigiotti meist unauffällig, so auch gegen Lyon. Mit dem Ball sorgt die Schwedin nicht für die großen Glanzlichter, aber auch gegen Lyon zeigte sie sich solide. Ihre Klärungsaktion per Fallrückzieher (67.) gehörte definitiv zu den Highlights des Spiels. In der zweiten Hälfte zunehmend mit Schwierigkeiten.
5,5/10
Im Hinspiel war sie angeschlagen, nun spielte Lohmann von Anfang an und zeigte sich körperlich sehr präsent, ging voran - wenn auch die ein oder andere Idee an der Umsetzung scheiterte. Per Kopfball (43.) wäre bei ihr mehr dringewesen, aber insgesamt passte die erste Hälfte zu Lohmanns starken letzten Wochen. Später warf sie sich herein, aber als die Lyon-Walze einmal anrollte, wirkten die Münchnerinnen insgesamt hilflos.
6/10
Hattrick gegen Hoffenheim im Pokal, Doppelpack im Pokal: Pernille Harder kann auf einen tollen Monat März zurückblicken, war in den wichtigen Spielen die entscheidende Spielerin. Aber Lyon hatte die Dänin auf dem Schirm, doppelte sie viel. Zu den ganz klaren Chancen kam sie aber nicht. In der zweiten Hälfte dann, wie die gesamten Bayern, blass.
5,5/10
Die 19-Jährige kam gegen Lyon zu ihrem Startelf-Debüt in der Champions League, konnte bei ihren bisherigen Einsätzen für Bayern nach ihrer Ankunft im Winter überzeugen. Ihre Qualitäten zeigte sie mit schönen Diagonalbällen und viel Übersicht. Auch bei Bayerns 1:0 bewies sie diese Qualitäten, steckte gut auf Bühl durch. Schlug einige gute Standards, aber konnte ihre starke Technik später kaum noch zeigen. Am Ende war sie sogar noch angeschlagen - es passte zu dem frustrierenden Bayern-Abend.
6/10
Bühl sorgte in den guten ersten Minuten von Bayern für die erste Chance, behauptete den Ball auf ihrer linken Seite stark und gab in die Mitte rein - eine typische Bühl-Aktion (7.). Gegen Chawinga hatte sie im Konter im 80-Meter-Sprint kaum eine Chance, aber das ist ihr kaum vorzuwerfen (9.). Keine Überraschung, dass auch sie es war, die für das Führungstor sorgte - wieder mit einem tollen 1-gegen-1, und einem Schuss aus spitzem Winkel, den Ingenieure nicht besser hätten skizzieren können (34.). Maßgeblich beteiligt am guten Beginn der Gäste, später wenig zu sehen.
Starke Einzelaktion vor dem 1:0 - Klara Bühl / Catherine Ivill - AMA/GettyImages
6,5/10
Wie die gesamten Bayern war Damnjanovic im Pressing sehr engagiert, machte Lyon das Aufbauspiel schwer. Schaffte es, einige Bälle gut festzumachen - aber in der 51. Minute musste sie schon verletzt ausgewechselt werden, bitter für die Serbin.
6/10
Es war das falsche Spiel für Lea Schüller - gegen die physisch starke Verteidigung von Lyon kriegte sie keinen Stich.
Als großes Talent des FC Bayern München in der Champions League eingewechselt werden? Eine schöne Sache. Eine weniger schöne Sache? Beim Stand von 1:5 über beide Spiele eingewechselt zu werden. So ging es Alara und Franziska Kett, die dann noch wenig ausrichten konnten.
Bald winken schöne Tage für Franziska Kett, sie wurde jüngst das erste Mal nominiert und könnte ihr Debüt für die DFB-Frauen feiern. Gegen Lyon war aber auch sie erstmal mit der undankbaren Aufgabe, gegen die schnellen Flügelspielerinnen zu verteidigen, beschäftigt.
Die Italienerin konnte nach ihrer Einwechselung keine wirklichen Akzente setzen.
Gleiches gilt für Dallmann.
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