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·11. November 2023

Zwei Ecken, zwei Tore: BVB II und Lübeck trennen sich 1:1

Artikelbild:Zwei Ecken, zwei Tore: BVB II und Lübeck trennen sich 1:1

Im späten Samstagsspiel trennten sich Borussia Dortmund II und der VfB Lübeck 1:1. Aus der Partie heraus erspielten sich beide Teams kaum zwingende Chancen, doch umso gefährlicher waren die Standards. Am Ende belohnte sich keine Mannschaft mehr.

Lübeck scharf auf zweite Bälle

Parallel zum Bundesliga-Spiel von Borussia Dortmund in Stuttgart trat das U23-Team im Heimspiel gegen den VfB Lübeck an. Cheftrainer Jan Zimmermann musste seine Aufstellung in erster Linie auf der Linie verändern, denn Stammkeeper Marcel Lotka fehlte aufgrund einer Rotsperre – Tiago Estevao kam zu seinem ersten Einsatz. Dazu startete Kamara für Eberwein. Auf der Gegenseite nahm Lukas Pfeiffer gleich drei Wechsel vor, indem er Boland, Schneider und Thiel für Sommer, Taffertshofer und Velasco nominierte.


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Die Lübecker, die mit einem Sieg wieder über den Strich springen konnten, traten in Rot-Weiß auf und sammelten noch einmal Mut vor dem Anpfiff in der eigenen Fankurve. Die erste gute Chance bekam jedoch die BVB-Reserve, denn der schnelle Hettwer tauchte vor Reddemann und Klewin auf – der VfB-Abwehrspieler rettete rechtzeitig per Block (1.). Ein Riesenpatzer im Aufbauspiel des BVB legte die Kugel für Schneider auf, dessen Schuss geblockt wurde – aber Akono legte per Hacke noch einmal für Boland ab, dessen Abschluss knapp vorbeirauschte (6.). Noch einmal waren die Schwarz-Gelben in der Abwehr gefordert, weil Gözüsirin nach einem Eckball den zweiten Ball erhielt – aber Estevao lag in der Luft quer und parierte (12.). Gerade nach Standards blieb Lübeck brandgefährlich. Schneider erhielt erneut eine hohe Eingabe auf den Kopf, aber vor der Linie fälschte ausgerechnet Boland die Kugel neben das Tor ab (16.). Die Hausherren verlagerten ihre Spielanlage im eigenen Stadion auf Konter, doch es blieb in mehreren Situationen bei Ansätzen. Auf der Gegenseite blieben weitere Chancen ebenfalls Mangelware.

Wieder mehr Gefahr über den ruhenden Ball? Ja! Gözüsirin schlug die Kugel erneut hoch auf den zweiten Pfosten, wo Schneider zum Kopfball kam – und abermals geblockt wurde (32.). Lübeck hatte das Glück des Tüchtigen bei seinen Vorstößen, weil Gözüsirins Schussversuch wieder bei Boland landete, dessen Schuss jedoch von Estevao entschärft wurde (36.). Vor der Pause wurde keiner von beiden Torhütern noch in Verlegenheit gebracht.

Zwei Eckstöße werden veredelt

Zur zweiten Halbzeit startete Lübeck mit einem guten Vorstoß, bei dem Blank gerade noch rechtzeitig in eine Flanke von Hauptmann rutschte – andernfalls wäre Schneider wohl frei vor dem Kasten gewesen (48.). Viel Spielfreude entstand auf dem Rasen aber auch im zweiten Abschnitt nicht, so blieben die Chancen auf beiden Seiten weiter aus. Dann brach jedoch Hettwer auf der Außenbahn durch und profitierte von seiner Schnelligkeit – und aus spitzem Winkel knallte der BVB-Youngster die Kugel aus sechs Metern nur an den Innenpfosten (61.). Glück für Klewin, der zuvor die kurze Ecke aufmachte. Lange war nichts passiert, dann drehten die Schwarz-Gelben kurz einmal auf: ein Eckball wurde auf Elongo-Yombo verlängert, der am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz nur noch einnicken musste – 1:0 (62.)! "Ich glaub das nicht!", war kurz darauf von der Lübecker Bank zu hören, weil Pfanne den Ball bei einem Abwehrversuch vermeintlich eindeutig mit der Hand spielte – doch die TV-Bilder zeigten, dass es der Kopf des Abwehrspielers war. Die anschließende Ecke wurde jedoch wieder gefährlich, denn Reddemann köpfte kurzerhand zum Ausgleich ein (65.)!

Zwei Treffer belebten das Spiel für einen kurze Phase, aber danach flachte das Geschehen genauso schnell auch wieder ab. Chancen aus dem Spiel heraus waren praktisch nicht vorhanden – es war der ruhende Ball, der im Regen von Dortmund das Mittel zum Zweck darstellte. Eine Bogenlampe im eigenen Strafraum von Blank führte beinahe zur Chance, doch Facklam verlängerte zu weit auf Schneider – und dessen Hereingabe vertändelte Farrona-Pulido per Kunststückversuch (82.). In der Schlussphase wollte Lübeck das Spiel noch einmal an sich reißen. Ein Kopfball von Facklam (83.) und ein Distanzschuss von Gözüsirin (85.) blieben zu ungenau. In der vierminütigen Nachspielzeit bekam der VfB noch einmal einen aussichtsreichen Freistoß zugesprochen – doch dieses Mal wurde der Standard nicht gefährlich (90.+1).

Am Ende blieb es bei der Punkteteilung, obwohl der eingewechselte Bamba aufgrund zweier Foulspiele noch vom Platz flog (90.+3). Die BVB-Reserve bleibt dadurch auf dem zehnten Platz im Mittelfeld der Tabelle stecken, während der VfB Lübeck nach dem dritten sieglosen Spiel in Folge unter dem Strich in die Länderspielpause geht. Bei 13 Punkten haben die Norddeutschen aber vorläufig nur einen Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. In zwei Wochen spielt Dortmund II in Aue, während Lübeck den DSC Arminia Bielefeld empfängt.

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