Zorc widerspricht Leonardo: BVB und Co. wildern nicht im französischen Markt

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Borussia Dortmund hat bislang nur einen Neuzugang für die neue Saison präsentiert. Thomas Meunier kam von Paris Saint-Germain, soll die Lücke hinten rechts schließen, die Achraf Hakimi reißt. Zwischen den beiden Klubs herrscht dicke Luft, nun streiten sich sogar die Sportchefs.

PSG-Boss Leonardo hatte den BVB und andere deutsche Top-Klubs, namentlich den FC Bayern und RB Leipzig, gegenüber Le Parisien bezichtigt, freimütig auf dem französischen Markt zu wildern. Dabei geht es weniger um Profis wie Meunier, sondern um junge Talente aus den Akademien der französischen Vereine. Die deutschen Klubs würden den Nachwuchskickern und ihren Familien den Kopf verdrehen, wetterte Leonardo, der einen Schutz vor dem aggressiven Werben aus dem Ausland anregt. Mit Michael Zorc antwortet nun der Sportdirektor des BVB.

„Genau andersrum“

„Normalerweise kommentiere ich es nicht, wenn sich andere Klubs in der Öffentlichkeit äußern. Da wir in diesem Fall aber direkt erwähnt werden, muss ich schon feststellen, dass Leonardo da offensichtlich einem Irrtum unterliegt“, so der Ex-Profi gegenüber der Bild-Zeitung. Tatsächlich stelle es sich „genau andersrum“ dar, als Leonardo es kolportiert. So sagt Zorc, die Talente aus Frankreich würden von sich aus auf die deutschen Klubs zukommen. „Wir werden von den Familien und Beratern aus Frankreich aktiv angesprochen, da sie bei uns oft eine bessere Durchlässigkeit und ein höheres Entwicklungspotenzial der Talente sehen“, erklärt er.

„Wäre fahrlässig“

Gerade der BVB kann damit immer wieder bei Nachwuchsspielern punkten. Es gibt in seinen Reihen genügend Vorbilder von jungen Talenten, die den Durchbruch bei den Profis geschafft haben. Mit Dan-Axel Zagadou ist da auch ein ehemaliger Zögling der Akademie von PSG dabei. Markus Krösche von RB Leipzig hält sich derweil ebenso wie Zorc grundsätzlich bedeckt. Die Sachsen fühlen sich von der Leonardo-Kritik nicht sonderlich betroffen. Der Sportdirektor erklärt: „Frankreich ist amtierender Weltmeister und wie Deutschland eine Fußballnation. Daher wäre es fahrlässig, den Markt nicht im Blick zu haben.“