Zorc widerspricht Haaland: "Es gibt keinen Druck, keine Fristen" | OneFootball

Zorc widerspricht Haaland: "Es gibt keinen Druck, keine Fristen"

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Am Rande des 5:1-Sieges von Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg sagte Stürmer Erling Haaland, er fühle sich von den Vereinsverantwortlichen angesichts seiner Zukunftsfrage unter Druck gesetzt. Sportdirektor Michael Zorc widerspricht dem Norweger und ist bemüht, die Sicht des Vereins darzustellen.

Gegen den SC Freiburg erzielte Erling Haaland die Tore zum 3:0 und 4:1 für Borussia Dortmund, nach dem Schlusspfiff strahlte der Torjäger aber nur wenig Freude aus. Vielmehr klagte er bei der norwegischen Streamingplattform Viaplay über die BVB-Bosse, die frühzeitig erfahren wollen, ob sie die kommende Saison mit oder ohne ihren wichtigsten Torschützen planen können: "Borussia Dortmund drängt mich jetzt, eine Entscheidung zu treffen. Aber ich will einfach nur Fußball spielen. Das bedeutet wohl, dass ich bald mit den Dingen anfangen muss", sagte Haaland (fussball.news berichtete).

Watzke beschwichtigt

Die Verantwortlichen waren im Anschluss um versöhnliche Töne bemüht. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte den Ruhr Nachrichten, Haaland sei "ein spontaner Mensch, ein junger Bursche", Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl betonte gegenüber der Bild-Zeitung: "Vielleicht hat es ihn gestört, dass zuletzt so viel darüber geredet und geschrieben wurde - vieles davon entbehrte ja jeder Grundlage. Wir hatten und haben ein sehr gutes Verhältnis zu Erling, seinem Vater Alf-Inge und Mino Raiola (Spielerberater, d. Red.)."

Kehl: "Ich weiß nicht, warum Erling das so gesagt hat"

Andererseits hinterfragte Kehl Haalands Beweggründe für das brisante Interview: "Ich weiß nicht, warum Erling das so gesagt hat. Vielleicht war ein bisschen Frust dabei, weil er sich im Spiel sehr über die späte Gelbe Karte geärgert hat und dann anschließend ziemlich emotional war." Sportdirektor Michael Zorc widersprach dem Stürmer hingegen und betonte, der Klub setze ihm keine Pistole auf die Brust, wolle aber früh Planungssicherheit: "Es gibt keinen Druck, keine Gespräche, keine Fristen oder Deadlines. Klar ist aber auch, dass wir nicht erst im Sommer wissen wollen, wie seine Entscheidung ausfällt, das wird er auch verstehen, das ist im Fußball völlig normal."

Dortmund drängt nicht auf schnelle Entscheidung

Wann der BVB mit einer Entscheidung rechnen kann, ist offen. Der Bild-Zeitung zufolge ist das Führungs-Trio nun allerdings bereit, den Fuß vom Gas zu nehmen. Auf eine schnelle Antwort von Haaland werde nicht gepocht, bis in den Mai solle sich die Causa aber nicht ziehen. Denn klar ist auch: Je länger Unruhe herrscht, desto stärker könnten die Saisonziele in Gefahr geraten.

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