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Zehn Dinge, die wir uns von der Saison 2019/20 wünschen


Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Start der großen Ligen und unsere Redakteure haben sich deshalb ein paar Gedanken gemacht, welche Dinge sie sich von der kommenden Saison wünschen würden. National wie international.

Erik Schmidt

  • Einen Torschützenkönig namens Claudio Pizarro. Zwar rangiert der Peruaner in der Liste der erfolgreichsten Bundesliga-Knipser aller Zeiten auf Rang sechs, die Kanone konnte er bislang allerdings noch nie abstauben. Das wäre dem sympathischen 40-Jährigen in seiner nun endgültig letzten Spielzeit vor dem Karriereende absolut zu gönnen. Und der passende Abschluss einer herausragenden Laufbahn.
  • Nicht viel weniger utopisch ist die Hoffnung, dass sich in der Saison 2019/20 keiner der 18 Bundesligisten von seinem Trainer trennen muss. Wie das funktionieren soll, kann ich mir selbst noch nicht beantworten. Doch Nachhaltigkeit ist schließlich total angesagt, warum nicht auch einmal auf den Trainerstühlen der Beletage.

Jan Schultz

  • Ein echtes Titelrennen! Im Mai haben sich zwar mal wieder die Bayern zum Meister gekrönt, es hat aber eben bis zum letzten Spieltag gedauert. Nach Jahren der tristen Monotonie an der Spitze hat das Lust auf mehr gemacht. Von daher wäre es – auch mit Blick auf das internationale Ansehen der Bundesliga – wünschenswert, wenn der BVB auch in dieser Saison wieder mithalten kann. Noch besser wäre es, wenn am Ende sogar drei oder vier Vereine um den Titel streiten. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
  • Unterhaltung geht nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben. Ganz konkret sind die immer gleichen Interviews gemeint, in denen eine erdrückende Mehrheit der Profis Phrasen-Bingo spielt. Das taugt vielleicht als Trinkspiel, nicht aber zur Erheiterung oder als Diskussionsgrundlage für die Fans. Die Bundesliga-Profis sollten sich einfach mal Jan Löhmansröben zum Vorbild nehmen. Dessen Cornflakes-Wutrede aus der vergangenen Saison ist schließlich schon jetzt legendär.

Helge Wohltmann

  • Endlich wieder einen Abstiegskampf, der diesen Namen auch verdient. Das Schneckenrennen der letzten Saison war nicht auszuhalten. Ich muss allerdings zugeben, dass die Chancen dafür nicht allzu gut stehen. Dafür sind die potentiellen Kellerkinder einfach zu schwach aufgestellt.
  • Eine vernünftige Anwendung der Handspielregel. Wenn ich noch einmal mit ansehen muss, wie monatelang Elfmeter gegeben werden, weil die Arme der Spieler aus einem Meter Entfernung angeschossen werden, während die Schiris Volleyball-Aktionen wie die von Karim Rekik gegen den VfB Stuttgart durchwinken, suche ich mir eine neue Beschäftigung. Ich hab gehört, Briefmarken sammeln soll auch sehr schön sein.

Niklas Levinsohn

  • Fünf neue Meister für die fünf großen Ligen. Ist das zu viel verlangt? Barcelona, Juventus, PSG, Man City und die Bayern könnten die neue Saison vielleicht als Chance sehen, um zu beweisen, dass sie gut erzogen worden sind und die anderen auch mal gewinnen lassen. Wer nämlich immer nur als Sieger vom Platz geht, mit dem möchten die anderen irgendwann nicht mehr spielen.
  • Etwas mehr deutsche Konkurrenzfähigkeit auf der internationalen Bühne wäre schön. Schließlich kann der SGE-Adler seine schützenden Schwingen nicht jedes Jahr über das Massen-Scheitern der restlichen Bundesliga-Vertreter legen. Das ließ sich im kollektiven Frankfurt-Rausch, der die Nation ergriff, zwar herrlich leicht verdrängen, war aber am Ende trotzdem bittere Realität: Kein weiteres Team ist über das Achtelfinale hinausgekommen.

Matti Peters

  • Die wirtschaftliche Lücke zu den ganz großen Klubs aus Europa wurde in den letzten Jahren immer größer. Auf dem Transfermarkt schwirren mittlerweile Summen herum, bei dem einem regelrecht Schwindelgefühle ereilen. Es wäre doch schön, wenn diese Entwicklung wieder einen Schritt in Richtung gesunde Marktwirtschaft macht. Sicherlich äußerst unrealistisch, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.
  • Die absolut verrückte Endphase der Champions-League-Saison hat uns kürzlich ziemlich verwöhnt. Das wird sicher auch schwer zu toppen sein. Ein Versuch ist es aber wert. Wir wollen unerwartete Spielverläufe, mehr Traumtore, wie es Harry Kane im ICC 2019 jüngst vorgemacht hat, und vor allem Emotionen pur und nicht den Jubel auf Knopfdruck, weil die nächste Entscheidung nach Videobeweis mal wieder über fünf Minuten auf sich warten lässt. Gerechtigkeit hin oder her.