Wolfsburg: Ein eingespieltes Team als Fundament für den Erfolg

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In der aktuellen Bundesligasaison gibt es durchaus mehrere Mannschaften, die bislang positiv überrascht haben. Besonders den VfL Wolfsburg hätten vor der Saison nicht allzu viele Experten ganz oben mit eingeplant. Mit 42 Punkten aus 22 Spielen rangieren die Wölfe punktgleich mit Eintracht Frankfurt auf dem dritten Tabellenplatz. Es deutet vieles auf eine erneute Champions League-Teilnahme für die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner hin. Der derzeitige Erfolg des Bundesligisten hat mehrere Gründe.

Erfolg als eingespieltes Team

Während der VfL zu vorherigen Spielzeiten oftmals hohe Transfersummen ausgab, hat sich der Verein zur aktuellen Saison nur punktuell gut verstärkt. Mit Ridle Baku und Maxence Lacroix wurden 15 Millionen Euro in zwei Spieler investiert, die mittlerweile eine fundamentale Stütze des Erfolges sind. Zusätzlich hat man mit Bartosz Bialek noch einen talentierten Backup für Torjäger Wout Weghorst gefunden.

Infolge der wenigen Neuzugänge ist der Großteil des Kaders schon seit längerer Zeit im Team. Womöglich wirken die Wölfe deshalb so eingespielt. Besonders das zentrale Mittelfeld um Maximilian Arnold, Xaver Schlager und Yannick Gerhardt hat sich mittlerweile etabliert. Dieses eingespielte Trio macht Kapitän Josuha Guilavogui fast schon vergessen. Nach einer Verletzung gab es für den Franzosen bislang noch kein Vorbeikommen an den Konkurrenten.

Glasners Vertrauen in die erfolgreiche Startelf haben die letzten Begegnungen gezeigt. In den vergangenen fünf Partien lief der VfL jedes Mal mit derselben Anfangsformation auf.

Zweitbeste Defensive der Liga

Ein weiteres Merkmal der starken Saison ist die defensive Kompaktheit. Mit gerade einmal 19 Gegentoren stellt Wolfsburg nach RB Leipzig (18 Gegentore) die zweitbeste Defensive der Liga. Torwart Koen Casteels musste zuletzt am 16.Januar beim 2:2 gegen Leipzig ein Gegentor hinnehmen. Die VfL-Abwehr hat somit in den letzten sieben Begegnungen keinen Treffer mehr hinnehmen müssen.

Durch die solide Abwehrarbeit ist die lediglich durchschnittliche Torausbeute (35 Saisontreffer) kein Problem. In gerade einmal drei Ligaspielen erzielten das Team mehr als drei Treffer.  In der Torausbeute ganz vorne steht Angreifer Weghorst mit 14 Treffern. Weit dahinter mit fünf Toren kommt erst Renato Steffen. Die Abhängigkeit am niederländischen Torjäger ist ein mögliches Manko der laufenden Spielzeit.

Trotz des Erfolges – Ist Wolfsburg zu abhängig von Weghorst?

Auch wenn Wolfsburg zurzeit auf der Erfolgswelle schwebt, müssen die VfL-Verantwortlichen bei einem Weghorst-Abgang auf alle Fälle nachrüsten. Seit der Ankunft des Angreifers im Sommer 2018, war er an 61 Ligatreffern (47 Tore und 14 Vorlagen) beteiligt. Da Weghorst nur selten verletzt ist, war es bislang noch nicht notwendig einen adäquaten Ersatz zu verpflichten. Die Treffsicherheit des Stürmers hat mittlerweile europaweit Begehrlichkeiten geweckt, wodurch ein Abgang nicht komplett ausgeschlossen werden kann. Die Qualifikation an der Champions League wäre sicherlich eine gute Option, um Weghorst weiter im Verein zu halten.