Werner, Nagelsmann und Co.: Die 10 jüngsten Profi-Trainer

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Holstein Kiel ist mit dem Sieg über den FC Bayern im DFB-Pokal am Mittwochabend eine riesige Überraschung geglückt. Kenner wussten dabei schon vorher, dass die Mannschaft von Ole Werner das Potenzial zum Stolperstein für den Branchenprimus hat.

Immerhin spielen die Störche eine starke Saison in Liga zwei und vor allem auf dem Weg nach vorn zielstrebig und gleichzeitig sehr kreativ. Bei den Anfälligkeiten der Münchner bot sich so eine Gemengelage, von der Kiel profitieren konnte. Dass Werner dies erkannte und seine Mannschaft mutig einstellte, spricht für den Chefcoach. Der jüngste Trainer im deutschen Profifußball dürfte sich so auf einige Notizzettel gecoacht haben. Insgesamt gibt es in den drei Profiligen zehn Übungsleiter, die noch keine 40 Jahre alt sind. fussball.news gibt den Überblick.

1. Ole Werner, Holstein Kiel, 32 Jahre

Nachdem Markus Anfang und Tim Walter die Störche 2018 bzw. '19 für größere Klubs verlassen hatten, setzte der Klub mit Andre Schubert zunächst auf Bundesliga-erprobte Erfahrung. Ein schwacher Saisonstart brachte den Wechsel zu Interimscoach Werner mit sich. Kiel hat den Schritt nie bereut.

2. Julian Nagelsmann, RB Leipzig, 33 Jahre

Angesichts der großen Erfahrung, über die Nagelsmann zwischenzeitlich verfügt, ist eigentlich schwer zu glauben, dass der Coach der Sachsen noch immer der zweitjüngste Trainer im deutschen Profifußball ist. Mit dem Erreichen des Champions-League-Halbfinals hat er sich auch international einen Namen gemacht.

3. Robert Klauß, 1.FC Nürnberg, 36 Jahre

Bis Sommer assistierte Klauß Nagelsmann in Leipzig, ehe Dieter Hecking ihn zum Club holte. Auf seiner ersten Station als Cheftrainer sammelt der Brandenburger viel Lob von seinen Spielern, die Ergebnisse sind noch etwas durchwachsen.

4. Guerino Capretti, SC Verl, 38 Jahre

Bereits 2017 wechselte der Deutsch-Italiener Capretti vom SC Delbrück nach Verl. Die Ostwestfalen bewahrte er seinerzeit vor dem Abstieg aus der Regionalliga West, nach zwei soliden Spielzeit gelang in der abgebrochenen Vorsaison der Aufstieg. In Liga 3 mischt der Aufsteiger als aktueller Tabellensechster hervorragend mit und könnte sogar vom Durchmarsch in Liga zwei träumen.

5. Christian Eichner, Karlsruher SC, 38 Jahre

Ex-KSC-Profi Eichner hat einen recht typischen Einstieg in den Trainerjob genommen. Nach dem Ende der aktiven Laufbahn ging es in den Nachwuchs der Badener, von dort arbeitete er sich bis zu den Profis hoch. Die rettete er interimsweise vor dem Abstieg, zum Dank gab es einen Cheftrainer-Vertrag bis 2022.

6. Edin Terzic, Borussia Dortmund, 38 Jahre

Der jüngste im Bunde, wenn es um das Dienstalter geht, ersetzte der Sauerländer Lucien Favre erst im Dezember. Zuvor war er Co-Trainer des Schweizers gewesen. Beim BVB geht seither durchaus ein spürbarer Ruck durch das Team. Eine Ausweitung des Engagements über das Saisonende hinaus ist explizit nicht ausgeschlossen.

7. Florian Kohfeldt, Werder Bremen, 38 Jahre

Gemessen an seiner Amtszeit bei den Hanseaten ist Kohfeldt schon ein alter Hase, doch auch der Siegener gehört zu den jüngsten Trainern in Deutschland. Seit etwas mehr als drei Jahren leitet er die Geschicke der Hanseaten, führte das Team 2019 fast bis nach Europa. Im Sommer ging es trotz des beinahen Abstiegs weiter, ein Ende ist nicht in Sicht. 

8. Sebastian Hoeneß, TSG Hoffenheim, 38 Jahre

Geht es nach Medienberichten, könnte Hoeneß schon recht bald keinen Platz mehr auf einer solchen Liste haben. Nach der Niederlage gegen den FC Schalke 04 und einem generellen Abwärtstrend gilt sein Job nicht mehr als sicher. Als Drittliga-Meister mit dem FC Bayern hat der Münchner aber schon eine bemerkenswerte Visitenkarte hinterlegt.

9. Mersad Selimbegovic, Jahn Regensburg, 38 Jahre

Der Bosnier beendete 2012 seine aktive Laufbahn beim SSV Jahn, stieg in eine Trainerkarriere ein. Seit 2017 spülte sie ihn zu den Profis, erst als Co-Trainer von Achim Beierlorzer, dann als sein Nachfolger. Mit bescheidenen Mitteln hält sich Regensburg auch dank des jungen Trainers weiterhin beachtlich schadlos in Liga zwei.

10. Lukas Kwasniok, 1.FC Saarbrücken, 39 Jahre

Nach einem frühen Karriereende hat der gebürtige Pole den steinigen Weg einer Trainerkarriere gewählt. Über zwei Amateur-Stationen ging es in den Nachwuchs des Karlsruher SC, zwei Spiele begleitete Kwasniok da auch als Interimscoach in der 2. Bundesliga. Über Carl Zeiss Jena landete er im Dezember 2019 beim 1.FC Saarbrücken, schaffte den Aufstieg in Liga drei. Dort liegen die Saarländer mit Platz fünf hervorragend.