Wer hat an der Uhr gedreht?

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Artikelbild: Wer hat an der Uhr gedreht?

In München, der Stadt des deutschen Rekordmeisters, steht eine ganz besondere Uhr. Am dritten Turm des Isartores, mitten im Zentrum der bayrischen Landeshauptstadt, hängt eine rückwärtsgehende Uhr. Hier ist für den Beobachter ein kurzes, intensives Umdenken gefragt. Auf eine intensive Partie muss sich auch der DSC Arminia Bielefeld einstellen – mit dem FC Bayern München gibt sich nicht nur der deutsche Rekordmeister, sondern auch der amtierende Champions-League-Sieger die Ehre.

Robert Lewandowski, Thomas Müller, Manuel Neuer, Joshua Kimmich – man könnte diese Liste an dieser Stelle noch weiterführen. Dass der FC Bayern München über einen überragenden Kader verfügt, ist deutschlandweit und auch international bestens bekannt. So wurde der FC Bayern in der abgelaufenen Saison nicht nur zum achten Mal hintereinander deutscher Meister, sondern konnte durch DFB-Pokal-Sieg und Champions-League-Titel auch das sogenannte “Triple” feiern.

In die aktuelle Saison startete der FCB mit sechs Punkten aus drei Spielen – einem deutlichen 8:0-Heimsieg über den FC Schalke 04 folgten eine überraschende 1:4-Auswärtsniederlage in Hoffenheim und ein 4:3-Heimsieg über Hertha BSC. Ordentlich etwas los also bei den Partien der Münchner, die die Transferphase nutzten, um mit Leroy Sané, Eric Maxim-Choupo-Moting, Marc Roca oder auch Rückkehrer Douglas Costa ihren Kader namhaft zu verstärken. Die Kaderplaner um Sportchef Hasan”Brazzo“ Salihamidzic reagierten damit auf die Spielpläne der diversen Wettbewerbe, da englische Wochen im straffen Terminkalender der Bayern vorprogrammiert sind.

Nicht programmiert, dafür mit einer funksynchronisierten Quarzhauptuhr verbunden, ist die im Eingang des Textes erwähnte Turmuhr. Da sie des Weiteren mit einer Atomuhr gekoppelt ist, beträgt ihr Gangfehler bei ein bis zwei Milliardstel Sekunden pro Tag. Mit anderen Worten handelt es sich hier um ein bis zwei Nanosekunden, in der das Licht nur 30 bzw. 60 Zentimeter weit kommt.

Zum ersten Mal seit elf Jahren – oder anders gesagt 3,469e+17 Nanosekunden – darf der DSC Arminia den FC Bayern München also zu einem Pflichtspiel in der SchücoArena begrüßen. In dieser Zeit ist der Zeiger der Uhr am Isartor etliche Male “falsch herum” im Kreis gewandert. Und ein Spiel dauert weiterhin 90 Minuten – in denen bekanntlich alles möglich ist..