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·27. Februar 2024

Watzke: Geplatzter Investoren-Deal "schlecht für die Liga"

Artikelbild:Watzke: Geplatzter Investoren-Deal "schlecht für die Liga"

Wegen des geplanten Investoren-Deals der Deutschen Fußball-Liga (DFL) protestierten die Ultras in den deutschen Stadien vehement - und das mit Folgen: Der Einstieg eines Geldgebers ist geplatzt. Hans-Joachim Watzke, DFL-Aufsichtsratsvorsitzender und BVB-Geschäftsführer, erachtet dies als negativ.

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Watzke: Investoren-Geld hätte der Bundesliga geholfen

Dass der Investoren-Deal der DFL vom Tisch ist, sei "schlecht für die Liga", sagte Hans-Joachim Watzke in einer virtuellen Gesprächsrunde mit internationalen Medien. Die nach Fan-Protesten abgebrochenen Verhandlungen stellten für Bayern München oder Borussia Dortmund "kein Problem" dar, so der Geschäftsführer des BVB. Es sei aber "ein Problem für die anderen Vereine der Liga. Das Geld des Investors wäre perfekt, um der gesamten Bundesliga zum Wachstum zu verhelfen", meinte Watzke, der zugleich Ligachef ist.


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Der 64-Jährige beanstandete, dass sich lediglich eine Minderheit der Anhänger mit ihren Protesten durchgesetzt habe. Die "durchschnittlichen Fans" hätten "kein Problem" mit einem Investor gehabt, "aber sie haben es niemandem gesagt", erklärte Watzke. Nur "vielleicht 500 oder 800 im Stadion, die organisierten Fans, sie hatten eine klare Position - keinen Investor". Diese Minderheit habe nicht daran geglaubt, dass der Vertrag die von der DFL zugesagten "klare rote Linien" enthalten hätte.

Watzke spricht von "Problem in der deutschen Gesellschaft"

Laut Watzke hätten die Proteste am Ende die gesamte Situation verändert. Die Vereine, die zuvor in einer zweiten Wahl mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für Verhandlungen mit einem Investor gestimmt hätten, hätten durch den Gegenwind der Fans einen Rückzieher gemacht. "Als Chef der Bundesliga hatte ich immer das Gefühl, dass die klare Mehrheit der Vereine dafür ist, aber in den vergangenen Wochen hat sich das geändert", sagte Watzke. "Die Deutschen sind traditionell, vielleicht sogar ein bisschen altmodisch. In Deutschland ist Investor vielleicht nicht das beste Wort", teilte der Unternehmer außerdem mit. Er wollte zugleich ein "Problem in der deutschen Gesellschaft" erkennen: Zu jeder "Idee, die man der Öffentlichkeit erzählt, sagt die Öffentlichkeit: nicht gut".

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