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Watford-Verteidiger Jose Holebas zur Attraktivität der Bundesliga: "Keiner will mehr nach Deutschland"


Ex-1860-München-Spieler Jose Holebas hat die Attraktivität der Bundesliga in Frage gestellt. Sowohl sportlich als auch finanzielle könne die Bundesliga mit den anderen europäischen Top-Ligen nicht mithalten.

"So wie ich das mitbekomme, will einfach keiner mehr nach Deutschland", sagte der 35-Jährige, der seit Sommer 2015 in der Premier League für den FC Watford aufläuft, dem Sportbuzzer. Zwar könne er sich eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen, "aber für den Fußball auf gar keinen Fall".

Holebas war von 2006 bis 2010 für den TSV 1860 München aktiv und absolvierte in dieser Zeit 74 Partien in der 2. Bundesliga. Anschließend führte sein Weg über Olympiakos Piräus und die AS Rom nach Watford.

Holebas: Bundesliga sportlich und finanziell unattraktiv

Den Grund für die Unattraktivität der Bundesliga sieht der Linksverteidiger sowohl im Sportlichen als auch im Finanziellen. In beiden Bereichen hinke die Bundesliga den europäischen Konkurrenten und vor allem der Premier League hinterher.

"In der Premier League hat jeder Verein Geld", erklärte Holebas. "Da geht ein gescheiter Spieler auch mal nicht gleich zu einem Top-Verein, um richtig Geld zu verdienen, wie dies vielleicht in Deutschland oder Spanien der Fall ist."

Auch sportlich sieht er die englische Liga der Bundesliga überlegen. "Vom Taktischen her ist es vielleicht nicht die beste Liga der Welt", sagte Holebas. "Aber die Schnelligkeit, Physis und Fitness sind noch mehr gefragt als in anderen Ligen. Da geht es 90 Minuten rund, da darfst du nicht abschalten." In Deutschland gebe es dagegen nur "vier fünf gute Vereine, danach kommt nichts mehr".

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