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Selina Eckstein·29. September 2022

🤔 Was zum Geier ist eigentlich... ein Antizipationskeeper?!?

Artikelbild:🤔 Was zum Geier ist eigentlich... ein Antizipationskeeper?!?

„Ich will doch nur spielen“ sang Annett Louisan einst. Bei der Gattung, um die es heute in unserer Rubrik „Was zum Geier ist eigentlich…“ geht, könnte das der Slogan sein.

Denn es gibt Torhüter, die möchten auch nur spielen beziehungsweise mitspielen. Dann werden sie mitunter zum elften Feldspieler oder wie es im Fachjargon heißt Antizipationskeeper. Antzi… was?

Diese Art der Schlussmänner agieren nämlich lieber anstatt zu reagieren. Dabei bieten sie sich als Anspielstation für die Verteidiger an, koordinieren die Vorderleute und helfen mit das Spiel zu eröffnen. Dazu sichern sie hinter den Abwehrspielern ab und versuchen Gefahr schon im Keim zu ersticken, damit es gar nicht erst brenzlig wird. Wenn sie ihren Job gut machen und den Strafraum beherrschen, können Flanken sowie Steilpässe frühzeitig abgefangen werden.

Eine gute Beinarbeit und ein perfektes Stellungsspiel runden das Anforderungsprofil an einen Antizipationskeeper ab. Als bestes Beispiel der letzten Jahre gilt Manuel Neuer. Bayerns Torhüter hatte in den vergangenen Spielzeiten nicht immer viel zu tun und nutzte die Zeit deshalb, sich mehr im Spiel nach vorne einzubringen. Wurde es dann doch mal heikel, hob der 36-Jährige den Arm – der Reklamierarm war geboren.

Durch das hohe Stellungsspiel kann es für einen Antizipationskeeper wie Neuer nämlich auch mal blöd laufen. Sobald der gegnerische Angreifer den Schlussmann überwunden hat, steht er vor dem leeren Kasten und muss nur noch einschieben. Der Torwart kann nur noch hinterher schauen.

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Neben einem sicheren Auftreten im eignen Strafraum sollte der Antizipationskeeper auch auf der Linie ĂĽberzeugen. Das hat Alexander Meyer, der mittlerweile bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, vor allem in seiner Zeit bei Jahn Regensburg mehr als bewiesen.

In der Saison 2020/21 parierte Meyer fünf Elfmeter im DFB-Pokal sowie zwei weitere in der Liga. Er bewies somit ein sehr gutes Gespür, nicht nur für sich anbahnende Spielsituationen. Zu Recht wurde der 31-Jährige von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl als „einer der stärksten Torhüter der 2. Bundesliga“ bezeichnet.

Nun hat der Keeper die Chance sein Können im Dortmunder Kasten unter Beweis zu stellen. Und du kannst beim nächsten Fußball-Stammtisch mit deinem neuerworbenen Wissen glänzen.