Was macht der denn? Zwei Millionenflops und ein Panzer auf Welttournee | OneFootball

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Jan Schultz·18. Februar 2022

Was macht der denn? Zwei Millionenflops und ein Panzer auf Welttournee

Artikelbild:Was macht der denn? Zwei Millionenflops und ein Panzer auf Welttournee

Aus den Augen, aus dem Sinn? Genau diesem Phänomen wollen wir mit unserem Format „Was macht der denn?“ entgegenwirken und dir wöchentlich zeigen, was der eine oder andere alte Bekannte aus der Bundesliga so treibt.

Oliver Burke (FC Millwall)

Knapp 15 Millionen Euro legte RasenBallsport Leipzig einst für das extrem vielversprechende Talent auf den Tisch, nur ein Jahr später galt der Schotte als Flop und kehrte auf die Insel zurück. Dort hat er bis dato noch immer nicht so richtig Fuß gefasst. In dieser Saison bremste ihn eine Fersenverletzung mehrere Wochen aus, bei Sheffield United kam er daher fast nur zu Kurzeinsätzen. Im Winter zog Burke daher einmal mehr weiter – wenngleich zunächst auch nur auf Leihbasis.


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Der nunmehr 24-Jährige schloss sich Ligakonkurrent Millwall an, wo er seither zumindest über die Rolle des Reservisten hinauskommt. Seit seinem Wechsel kam der Schotte sechs Mal zum Einsatz, fünf Mal stand er sogar in der Startelf. Trotz des positiven Trends fehlt dem Offensivmann derzeit etwas nicht Unerhebliches: Eine erste Torbeteiligung für den neuen Klub. Es wäre zugleich seine erste in dieser Saison.


Jonathas (Odisha FC)

Millionenflop? Das kennen sie auch in Hannover nur zu gut. Im August 2017 bezahlten die Niedersachsen neun Millionen Euro für Jonathas, der damit bis heute der teuerste Zugang der 96-Vereinsgeschichte ist. Es sollte aber eben keine Erfolgsstory werden. Der brasilianische Angreifer blieb nur zwei Jahre, ließ sich zwischendurch verleihen und absolvierte so lediglich 24 Partien für Hannover. Es folgte die Vertragsauflösung.

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Nach einem halben Jahr ohne Verein unterschrieb er in Spanien bei Elche, wo es ihn aber nur fünf Monate hielt. Jonathas zog in die Vereinigten Arabischen Emirate weiter, kickte dort für den Sharjah SC und den Hatta Club – in Summe allerdings ebenfalls nur für ein Jahr. Denn im September 2021 erreichte den Brasilianer ein Angebot aus Indien, das er voller Vorfreude annahm.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung in meiner Karriere. Das Projekt, das mir der FC Odisha gezeigt hat, hatte großen Einfluss auf meine Entscheidung. Ich bin sehr motiviert und freue mich darauf, in der ISL zu spielen und mit dem Odisha FC große Dinge zu erreichen“, erklärte er bei seiner Vertragsunterzeichnung.

Beim Odisha FC ist der Stürmer seither absoluter Leistungsträger. Drei Partien verpasste er verletzungsbedingt, in den 14 anderen Spielen kam er stets zum Zug. Mit acht Toren und vier Vorlagen zahlte er das Vertrauen zurück. Mit einem Schlenzer aus der zweiten Reihe schaffte es Jonathas zuletzt gar an die Spitze unserer Tore der Woche. In Indien dürfte daher wohl niemand auf die Idee kommen, ihn als Millionenflop abzustempeln.

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Santiago Silva (Club Atlético Aldosivi)

Achtung, jetzt wird es wirklich exotisch! Wir stellen an dieser Stelle die vage Behauptung auf, dass nur die Wenigsten Santiago Silva kennen. Dabei hat der Mann aus Uruguay doch an so vielen Orten seine Spuren hinterlassen, praktisch auf der ganzen Welt. Genau genommen sind es 20 – für derart viele Klubs hat der Angreifer im Laufe seiner Karriere nämlich schon gespielt.

Einer davon ist Energie Cottbus. Mit den Brandenburgern scheiterte er in der Spielzeit 2003/04 denkbar knapp am Aufstieg in die 1. Bundesliga. Silva selbst knipste zwar neun Mal, am Ende setzte sich Mainz dank der besseren Tordifferenz im Rennen um Platz drei aber trotzdem durch. Die Leihe in der Lausitz endete somit.

Ob der umtriebige Uruguayer im Falle des Aufstiegs länger geblieben wäre? In Anbetracht seiner Vita scheint das nicht unbedingt wahrscheinlich, hielt es ihn doch bei keinem Klub länger als anderthalb Jahre. Bemerkenswert ist in jedem Fall die Leidenschaft, mit der der 41-Jährige auch heute noch für Aldosivi in der ersten argentinischen Liga kickt. Selbst ein zwischenzeitlicher Dopingverdacht, der sich als falsch herausstellte, konnte ihn nicht ausbremsen. Womöglich rührt auch daher sein Spitzname: El Tanque – zu Deutsch also der Panzer.