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Selina Eckstein·1. Oktober 2022

Was macht der denn? Degradierter Dortmunder & ein Ex-Bremer mit Astro-Guru

Artikelbild:Was macht der denn? Degradierter Dortmunder & ein Ex-Bremer mit Astro-Guru

Aus den Augen, aus dem Sinn? Genau diesem Phänomen wollen wir mit unserem Format „Was macht der denn?“ entgegenwirken und dir wöchentlich zeigen, was der eine oder andere alte Bekannte aus der Bundesliga so treibt.

Roman Bürki (St. Louis City)

Jahrelang war der Keeper die Nummer eins im Kasten der Dortmunder. Anfang 2021 musste der Schweizer seinen Platz allerdings räumen. Sein Landsmann Marwin Hitz erhielt den Vorzug, aber nur bis zum Sommer. Denn mit der Verpflichtung von Gregor Kobel mussten die beiden Schweizer Schlussmänner für einen weiteren Schweizer Schlussmann auf der Bank Platz nehmen.

„Ich kam aus dem Urlaub zurück und war nicht mehr die Nummer 1, sondern die Nummer 38“, sagte Bürki gegenüber den ‚Ruhr Nachrichten‘ über seine Degradierung. Diese Zeit war nicht einfach für ihn: „Man sollte auch einfach den Menschen dahinter sehen. Ich habe diese Situation als schwierig empfunden.“

Während seiner Zeit in Dortmund habe der Keeper viel über den Fußball gelernt und „zuletzt auch darüber, wie das Business tickt.“ Dieses könne „knallhart“ sein.

Bürki flüchtete deshalb in diesem Sommer in die USA zu St. Louis City. Der Klub geht aber erst ab der MLS-Saison 2023 an den Start, weshalb der Torwart bisher nur bei der zweiten Mannschaft Einsatzminuten sammeln konnte. In der Entwicklungsliga MLS Next Pro wurde er in vier von elf Spielen eingesetzt. Dabei kassierte er drei Gegentore und spielte einmal zu Null.


Melvyn Lorenzen (Wormatia Worms)

Neun Jahre ist es nun her, dass der Stürmer ablösefrei aus der U19 von Holstein Kiel nach Bremen gewechselt ist. In der Bundesliga kam Melvyn Lorenzen für die Grün-Weißen 14 Mal zum Einsatz und erzielte im Dezember 2014 gegen Hannover das zwischenzeitliche 2:1 beim 3:3-Unentschieden.

Mehrere Verletzungen warfen ihn daraufhin zurück, wodurch ihm der Durchbruch in der ersten Mannschaft nie so richtig gelingen wollte. Auch sein Astro-Guru „Mr. X“, von dem sich der Offensivmann zu dieser Zeit beraten ließ, konnte das nicht verhindern. Und das obwohl Lorenzen großes Vertrauen in den Astro-Guru hatte, wie er gegenüber der ‚Bild‘ damals sagte: „Unterschreibe ich zur passenden Uhrzeit, vermeide ich in Kombination mit richtigem Training Verletzungen.“

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Nach dem Verletzungspech folgte eine fußballerische Odyssee und der Offensivakteur schien nur selten zur richtigen Uhrzeit unterschrieben zu haben. Nach seiner Zeit in Bremen zog es ihn in die Niederlande (ADO Den Haag), die Ukraine (Karpaty Lviv), nach Indonesien (Persela Lamongan) sowie nach Irland (Sligo Rovers).

Zwischen den zum Teil kurzen Aufenthalten bei diesen Klubs war Lorenzen immer wieder vereinslos. „Man wird sehr ungeduldig. Die Vereine fangen an zu trainieren, verpflichten Spieler. Auf einmal hat ein Klub Interesse an dir und ein paar Tage später entscheiden sie sich für einen Anderen. So etwas macht Angst“, berichtete der Angreifer rückblickend gegenüber ‚watson.de‘.

Die Zwischenzeit nutzte er dazu, sich mit der Technologie hinter Kryptowährungen zu befassen: „Ich habe dort auch recherchiert und in verschiedene Projekte investiert.“ Mittlerweile ist der Ex-Bremer zurück in Deutschland und hat einen Vertrag bei Wormatia Worms unterschrieben. Bleibt für den 27-Jährigen zu hoffen, dass nun Ruhe bei ihm einkehrt und er zu alter fußballerischer Stärke zurückfindet.


Joselu (Espanyol Barcelona)

Mit großen Zielen kam José Luis Sanmartín Mato, kurz Joselu, 2012 nach Deutschland. Der in Stuttgart geborene Stürmer wollte deutscher Nationalspieler werden. „Ich habe mich bewusst für Deutschland entschieden, da ich mich hier unbedingt durchsetzen möchte. Für mich ist es eine große Chance, in einer der besten Ligen der Welt zu spielen“, sagte der Spanier damals.

Letztendlich reichte es zu 79 Einsätzen in der Bundesliga für Hoffenheim, Frankfurt und Hannover. Vor allem an seine Zeit bei der Eintracht erinnert sich der Angreifer gerne zurück, verriet er in einem Interview mit ‚transfermarkt.de‘: „Ich habe viele Tore geschossen, die Mannschaft hat am Ende eine gute Platzierung erreicht und auch in der Europa League gespielt. So viele Menschen zu sehen, die mit uns reisen, war erstaunlich.“

Nach seiner Zeit in der Bundesliga ging es für Joselu weiter zu Stoke City, das ihn nach Spanien an Deportivo La Coruña verlieh. 2017 wäre es dann beinahe zu einer Rückkehr nach Deutschland gekommen, denn der Offensivakteur stand kurz vor einer Unterschrift bei Hertha BSC. Doch am Ende klappte es nicht.

Von Stoke City ging es über Newcastle United weiter nach Spanien zu Deportivo Alavés und seit diesem Sommer geht Joselu nun in LaLiga für Espanyol Barcelona auf Torejagd. In sechs Partien erzielte der Angreifer bereits drei Tore. Der Durchbruch in der Nationalmannschaft ist ihm allerdings nicht gelungen. Weder bei der spanischen noch bei der deutschen.