Walter: "Man muss den Anspruch und die Wirklichkeit sehen" | OneFootball

Walter: "Man muss den Anspruch und die Wirklichkeit sehen"

Logo: fussball.news

fussball.news

Der vierte Anlauf des Hamburger SV, in die Bundesliga zurückzukehren, lässt sich nur schleppend an. Nach zehn Spieltagen unter Tim Walter liegt das Team lediglich auf Tabellenplatz acht. Die Kritik am Cheftrainer wächst nach zuletzt drei Remis in Folge. Der 45-Jährige selbst fordert weiter Geduld ein.

"Man muss den an uns herangetragenen Anspruch und die Wirklichkeit sehen", erklärt er gegenüber Sport Bild. Grundsätzlich wolle natürlich auch Walter selbst jedes Spiel gewinnen, wie es im Umfeld des HSV gefordert werde. "Trotzdem müssen wir abwägen: Können wir eigentlich schon so weit sein?", meint der Übungsleiter. Schließlich habe er eine in weiten Teilen neu zusammengestellte und bisweilen auch unerfahrene Mannschaft.

"Das braucht eine gewisse Zeit"

"Den Jungs die Spielidee komplett zu vermitteln, ihr Potenzial zu entfalten, ältere und ganz junge Spieler zusammenzuführen, das braucht eine gewisse Zeit, um es so ins Laufen zu bekommen, dass wir sagen: Jetzt gewinnen wir jedes Spiel", erklärt Walter. Dabei zeigt sich der HSV-Coach mit dem aktuellen Entwicklungsstand der Mannschaft einverstanden. Große Zufriedenheit scheint freilich nicht angebracht, da die Hanseaten von zehn Spielen in Liga zwei nur drei gewinnen konnten. Nur vier Teams haben weniger Siege auf dem Konto.

Neururer-Kritik? "Das ärgert mich"

Seine Gelassenheit verlässt Walter derweil nur, wenn er auf die wiederholte Kritik von Peter Neururer angesprochen wird. Der Kultcoach bemängelte zuletzt etwa eine mangelnde sportliche Linie unter dem HSV-Coach, sprach von "heillosem Durcheinander" (fussball.news berichtete). "Das ärgert mich, weil die klare Linie sichtbar ist", erklärt Walter diesbezüglich. Seine Mannschaft spiele mutig und dominant. Der Ertrag fällt freilich noch zu gering aus, um die Kritiker verstummen zu lassen.

Impressum des Publishers ansehen