Vorschau gegen Hansa Rostock: Grammozis muss nach fragwürdigen Entscheidungen Ergebnisse folgen lassen | OneFootball

Vorschau gegen Hansa Rostock: Grammozis muss nach fragwürdigen Entscheidungen Ergebnisse folgen lassen

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Heute Abend (20:30, live auf Sky) ist Schalke bei Hansa Rostock zu Gast. Eine wichtige Partie für beide Mannschaften, denn für Hansa geht es darum, ein schwächelndes Schalke zu ärgern. Schalke hingegen muss zeigen, dass sie die Qualität für das Aufstiegsrennen haben.

Dass die beiden Mannschaften nach sieben Spieltagen lediglich drei Punkte und drei Plätze trennen, damit hätte vor der Saison kaum einer gerechnet. Allerdings hat das nichts mit dem Saisonstart der Ostseestädter zu tun, denn der ist mit sieben Punkten aus den ersten sieben Spielen solide für einen Aufsteiger. Auf Schalke hingegen ist man mit der Punkteausbeute (zehn Punkte nach sieben Partien) alles andere als zufrieden. Die „Knappen“ sind gezwungen, zu liefern, um den Anschluss nach oben nicht zu verlieren. Cheftrainer Grammozis hat sich dafür etwas einfallen lassen, mit dem er sich bei den Schalker Fans nicht wirklich beliebter macht.

Fährmann muss mal wieder auf die Bank

Am gestrigen Freitagmittag wurde nach einstimmigen Medienberichten (die BILD hatte zuerst darüber berichtet) bekannt, dass Ralf Fährmann abermals zur Nummer zwei degradiert wurde. Für ihn wird der Österreicher Martin Fraisl von nun an das Tor hüten. Und das, obwohl er in dieser Saison bislang nur die Nummer drei hinter Fährmann und Langer war. Für Fährmann ist es schon das dritte mal in drei Jahren, dass er von einem Schalker Cheftrainer als eigentliche Nummer eins auf der Bank Platz nehmen muss. Bereits gegen Alexander Nübel (Anfang 2019) und gegen Frederik Rønnow (Herbst 2020) hatte er das Nachsehen. Nun muss der Keeper wieder mit der Bank vorlieb nehmen, obwohl er die vergangenen Monate von Dimitrios Grammozis als Nummer eins öffentlich gestärkt wurde. Vor rund einem Monat wurde sogar der Vertrag Fährmanns verlängert.

Auf eine offizielle Erklärung für den Torwartwechsel wird noch gewartet. Zwar hat Fährmann letzte Woche gegen den KSC beim 0:1-Rückstand gepatzt. Doch die Spiele davor, unter anderem beim Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, hat er Schalke mit seinen Paraden die drei Punkte gerettet. Fraglich, ob Fährmann das Problem der schwachen Schalker Punkteausbeute ist. Für viele Anhänger von S04 liegt das Problem nämlich weiter vorne, in der Offensive der Schalker.

Fakt ist: Grammozis muss liefern. Denn sollte diese Entscheidung nicht fruchten, wird es immer enger für den griechischen Trainer, der sowieso schon in der Kritik steht.

Wer ersetzt Palsson?

Nicht nur auf der Torhüterposition, sondern auch im defensiven Mittelfeld wird Schalke im Vergleich zu letzter Woche wechseln. Bei der Niederlage gegen den KSC hat sich Vize-Kapitän Victor Palsson eine rote Karte abgeholt und wird die nächsten zwei Spiele nicht dabei sein. Es gibt mehrere Optionen, wer den Isländer ersetzen könnte.

Eine davon ist Florian Flick, der der naheliegendste Ersatz wäre. Flick konnte diese Saison zwar noch nicht überzeugen, hat aber auch stets in der Innenverteidigung oder auf der Achter-Position gespielt. Im defensiven Mittelfeld hat er es aber am Ende der letzten Spielzeit geschafft, sich ins Blickfeld von Grammozis zu spielen. Möglich, dass er ihm jetzt abermals das Vertrauen schenkt.

Zwei weitere Optionen sind Ko Itakura und Dries Wouters. Der Japaner ist letzte Woche gegen Karlsruhe ins Mittelfeld gerückt, nachdem Palsson vom Platz geschickt wurde. Grammozis hielt sich diese Option auf der PK am Donnerstag offen. Da Itakura allerdings schon nach kurzer Zeit extrem wichtig für die Schalker Dreierkette geworden ist, will man ihn sicherlich nur ungern umpositionieren.

Mit Wouters hat man eine weitere Option, sowohl für das defensive Mittelfeld, als auch für die Innenverteidigung, falls Itakura ins Mittelfeld rückt. Vielleicht kann der Belgier die Sperre von Palsson nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Bislang ist er nämlich nur außen vor.

Neues Ausweichtrikot

Neben der Nachricht, dass Fährmann heute auf der Bank Platz nehmen muss, wurde gestern das neue Ausweichtrikot von Schalke veröffentlicht. Das rot-gelbe Trikot wird heute in Rostock eingeweiht. Die Farben des neuen Dresses sind eine Hommage an die Gründungsfarben der „Knappen“.

Das Trikot ist heute Abend allerdings nur zweitrangig. Für Schalke ist das Spiel bei Hansa sportlich sehr wichtig. Es geht schließlich darum, weiterhin in Schlagdistanz nach oben zu sein und den Anschluss an die Konkurrenz nicht völlig zu verlieren.

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