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Verletzungssorgen in Leverkusen: Bosz-Training zu intensiv?


Bayer Leverkusen hat sich am Karsamstag mit einem 2:0-Heimsieg gegen den 1.FC Nürnberg die Chancen auf den Einzug in den Europapokal gewahrt. Allerdings kam die recht mühsame Vorstellung mit einem hohen Preis. Leon Bailey verpasst wahrscheinlich die verbleibenden vier Spieltage. Die Trainingssteuerung von Peter Bosz rückt dadurch erneut in den Fokus.

Der Jamaikaner verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Oberschenkel. Nach Karim Bellarabi und Lars Bender ist es der dritte wichtige Werkself-Profi, der eine derartige Verletzung erlitt, seit Bosz den Trainerposten von Heiko Herrlich übernahm. Einem Bericht des kicker zufolge kommen die Blessuren nicht von ungefähr. Ein Insider habe früh davor gewarnt, dass der Niederländer seine Mannschaft mit sehr intensiven Trainingseinheiten in die Spur zu bekommen versuche. Die Serie von Muskelverletzungen sei eine erwartbare Folge dessen, so das Fachmagazin.

Verfechter der Periodisierung

Ob nicht doch auch schlicht und ergreifend Pech eine Rolle spielt, ist schwer zu beurteilen. In seiner Zeit bei Borussia Dortmund bekam der Niederländer mit allseits gelobter Belastungssteuerung anhaltende Verletzungssorgen in den Griff. Er gilt als Verfechter eines klaren Ansatzes der sogenannten Periodisierung, mit der zum Wettkampfzeitpunkt die bestmögliche Fitness erreicht werden soll. Der Unterschied zu seiner Zeit beim BVB liegt womöglich in der Kürze der Winter-Vorbereitung. Eine faire Bewertung des Bosz-Trainings ist daher vermutlich erst in der kommenden Saison möglich. Für Leverkusen ergibt sich dennoch dem Bericht zufolge der Bedarf, den Kader nach Möglichkeit mit mehr Tiefe zu versorgen.