VAR-Entscheidungen: Der DFB gibt zwei Fehler zu

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Helge Wohltmann

Artikelbild: VAR-Entscheidungen: Der DFB gibt zwei Fehler zu

Am Wochenende wurde wieder unheimlich viel diskutiert: In Augsburg, Bremen, Hannover, Nürnberg und Wolfsburg war man nicht glücklich über den VAR.


Dr. Jochen Drees, Projektleiter für den Bereich Video-Assistent beim DFB, verteidigte einen großen Teil der strittigen Entscheidungen. So etwa die zurückgenommenen Tore von Nürnberg und Wolfsburg: „Erfreulich ist, dass durch den Einsatz der Video-Assistenten zwei irreguläre Tore verhindert werden konnten, die sonst erheblichen Einfluss auf das Spielergebnis gehabt hätten. In beiden Fällen haben die Video-Assistenten sehr genau und gewissenhaft gearbeitet“, so der 48-Jährige auf der Webseite des Fußballbundes.

„Das betrifft sowohl die Identifizierung des relevanten Moments des Ballabspiels als auch die Positionierung der kalibrierten Abseitslinien. Beim Ballabspiel ist der erste Impuls des ballführenden Spielers beim Pass entscheidend, nicht der Moment, in dem der Ball den Fuß des Spielers beim Zuspiel verlässt. Beide Situationen sind so regeltechnisch korrekt entschieden worden“, führte er weiter aus.

Drees gestand allerdings auch zwei Fehler ein. So hätte es beim Spiel zwischen Dortmund und Hannover nach einem Foul von Thomas Delaney an Sarenren Bazee (35. Minute) einen Elfmeter geben müssen: „In der Nachbetrachtung wäre ein Eingriff des Video-Assistent notwendig und richtig gewesen. Die Bilder lassen hier keinen Spielraum für Interpretationen, da es sich um ein eindeutiges Foulspiel handelt. Allerdings war die Situation im laufenden Spiel so unscheinbar, dass weder Spieler, Offizielle noch das Schiedsrichterteam auf das Foulspiel aufmerksam wurden.“

Fehler auch in Gladbach

Und in Gladbach habe Lars Stindl beim Führungstreffer der Borussia durch Oscar Wendt im Abseits gestanden: „Nach unserer Analyse und Auffassung handelt es sich hier um eine strafbare Abseitsposition des Mönchengladbacher Spielers, da er zum einen aktiv versucht, den Ball zu spielen und sich damit in einem Zweikampf mit dem Augsburger Torwart befindet. Zum anderen nimmt er dem Augsburger Gegenspieler Kevin Danso, der auf der Torlinie stand, die Sicht und beeinflusst diesen.“ Der Treffer hätte also nicht zählen dürfen.

Im Nachhinein können sich die abstiegsbedrohten Augsburger und Hannoveraner davon allerdings wenig kaufen.