đŸ€Ż Unterhaltung pur: Warum Europas Fußball ein All Star Event braucht

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Matti Peters

Artikelbild: đŸ€Ż Unterhaltung pur: Warum Europas Fußball ein All Star Event braucht

Die Uefa und Europas Topklubs haben bereits zahlreiche Ideen gehabt, um den Fußball noch besser vermarkten zu können. Der europĂ€ische Supercup heute Abend zwischen Bayern MĂŒnchen und dem FC Sevilla ist das beste Beispiel dafĂŒr.

Außerdem bestĂ€tigte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge  zuletzt im „PhrasenmĂ€her“-Podcast der ‚Bild‘, dass die sogenannte Super League durchaus ein Thema war. Sie war wohl als Ersatz fĂŒr die Champions League und Europa League angedacht.

Abseits von Europas Elite sollte das Hirngespinst aber wenig Begeisterung erfahren haben. Unter UmstÀnden sollte der europÀische Dachverband also einen anderen Weg einschlagen, um den Geldfluss zu gewÀhrleisten.

Großes Brainstorming wĂ€re auch gar nicht notwendig. Ein Blick zu den Marketing-Genies aus den USA wĂŒrde schon genĂŒgen. Sport und Entertainment können die Amis. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten können sich die Fans vor All Star Weekends kaum retten.

Dort werden die Großen ihres Sports auf außergewöhnliche Art und Weise in Szene gesetzt. Warum dieses Konzept nicht auch mal in Europa ausprobieren? Ganz nebenbei könnte man so auch die Frage klĂ€ren, welche denn wirklich die beste Liga des Kontinents ist.

Die EnglĂ€nder sehen sich mit ihrer Premier League hier ganz klar auf dem Thron. WĂŒrden sich Sancho, Lewandowski und Co. das Trikot der Bundesliga All Stars ĂŒberstreifen und gegen die besten Akteure anderer europĂ€ischer Topligen antreten, mĂŒssten sie sich definitiv nicht verstecken.

Das Rezept fĂŒr eine unvergessliche Fußball-Woche könnte so viele Zutaten haben. Als Kern des Ganzen wĂ€re ein Mini-Turnier denkbar.

Im Vorfeld des Events könnten Fans ihre jeweilige Auswahl in einem Voting zusammenstellen. Plakativ wĂ€ren sechs Teilnehmer möglich. Die fĂŒnf Topligen und ein Team bestehend aus Spielern der restlichen europĂ€ischen Ligen.

Damit die Ligue 1 beispielsweise nicht nur ihren Serienmeister PSG an den Start schickt, wÀre ein Kontingent von maximal vier Spielern pro Klub denkbar. Das Trainerteam könnte der amtierende Meister stellen. Dieser hÀtte mit Hilfe einer Wildcard noch die Möglichkeit drei weitere Spieler zu nominieren.

Das Turnier selbst wÀre im klassischen K.o.-System möglich. Die Auslosung ergÀbe die Erstrundenpartien und den jeweiligen Pfad ins Finale. Du hast jetzt schon Bock auf ein derartiges Spektakel? Dann warte mal ab, was wir als zusÀtzliches Rahmenprogramm im Sinn haben.

Die Major League Soccer hÀlt seit Jahrzehnten neben dem All Star Game auch noch diverse Skills Challenges ab. AusgewÀhlte Liga-Vertreter messen sich dabei in verschiedenen Herausforderungen. Wie in der Videospielreihe FIFA werden verschiedene FÀhigkeiten auf die Probe gestellt.

WĂŒrdest du nicht auch gerne mal Toni Kroos und Kevin De Bruyne im Flugball-Duell sehen? Wer die meisten Pillen in die bekannten Tonnen versenkt, schnappt sich die Krone. Wir könnten uns aber auch einen Dribbling-Kurs mit Messi und Neymar als Headliner vorstellen.

Ronaldo und Lewandowski könnten ihre AbschlussfÀhigkeiten analog zum populÀren Slam Dunk Contest des NBA All Star Weekend zur Schau stellen. Wayne Rooney hat das im letzten Jahr schon mal ganz nett gelöst.

Ein Sprintduell zwischen Kylian MbappĂ©, Alphonso Davies und Heung-min Son wĂ€re sicher auch sein Eintrittsgeld wert. NatĂŒrlich sollten die Arbeiter auch ihre BĂŒhne bekommen. In einer Tackling-Challenge könnten Aaron Wan-Bissaka, Martin Hinteregger und Co. ihre inneren Biester rauslassen.

Außerdem könnte man einige Mythen im Fußball ein fĂŒr alle Mal aus dem Weg rĂ€umen: Welcher Spieler hat den hĂ€rtesten Schuss? Welcher Keeper hat die besten Reflexe? Und wer ist der König im Lattenschießen? In der MLS war das im Vorjahr ein gewisser Nani.

Der Glamour-Faktor kommt dir da noch etwas zu kurz? Kein Problem! Die Uefa kann bei solch einem profitablen Event sicher auch noch ein paar Kröten fĂŒr die Halbzeit-Auftritte von Drake, Bruno Mars, Ariana Grande oder Coldplay locker machen.

Eventuell bekommt man die Damen und Herren ja auch noch in ein Trikot gezwĂ€ngt und veranstaltet einen Spaßkick zwischen Promis und Medienvertreter. Die Redakteure der ‚Bild‘ oder des ‚Daily Mirror‘ sollten aber auf keinen Fall ihre Schienbeinschoner vergessen.

Wie du siehst, ist an alles gedacht. Die Vorarbeit haben die USA geliefert. Es muss aber auch jemanden geben, der den Ball aus einem Meter in die Maschen drischt. Das haben wir hiermit getan. Im Gegenzug könnte man einige Spiele, wie etwa die diversen Supercups  und Klub-Weltmeisterschaften aus dem schon viel zu vollen Kalender streichen. Und natĂŒrlich mĂŒsste das Ende der Pandemie abgewartet werden, um so viele Spieler zusammenzubringen.

Sollte die Uefa diese Anleitung fĂŒr ein Fußball-Spektakel der Extraklasse erreichen, dĂŒrfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis dieser Traum in ErfĂŒllung geht. Wir sind auf jeden Fall schon gehyped.