Traumtor von Xeka entscheidet Supercup zwischen Lille und PSG

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Spielbericht | Im französischen Supercup trafen am Sonntagabend der OSC Lille und PSG aufeinander. In einer unspektakulären Partie setzte sich Lille mit 1:0 (1:0) durch und gewann den Titel. Mittelfeldspieler Xeka war der spielentscheidende Mann.

Lille (fast) mit der Meistermannschaft, PSG mit Kehrer und Draxler

Lille agierte wie in der letzten Saison erneut im 4-4-2. Im Tor stand Leo Jardim, der Brasilianer ersetzte den nach Mailand abgewanderten Mike Maignan. Ansonsten standen Spieler in der Startaufstellung, die im vergangenen Jahr regelmäßig auf dem Feld standen. Auf Seiten der Pariser fehlten viele Superstars, darunter Neymar, Kylian Mbappe oder die Neuzugänge Sergio Ramos und Gianluigi Donnarumma. Dafür standen die beiden Deutschen Julian Draxler und Thilo Kehrer in der Startelf. Gespielt wurde in einem 4-3-3.

PSG übernahm von Beginn an die Kontrolle über den Ballbesitz, die erste Chance hatte jedoch Lille. Burak Yilmaz versuchte es per Freistoß, der Ball verpasste abgefälscht das Tor denkbar knapp (5.). Ansonsten verlegte sich Lille auf das Verteidigen des eigenen Tores, was auch sehr gut klappte. PSG kam nicht  durch, bis zur Trinkpause mitte der ersten Halbzeit gab es keine Gelegenheiten für die Hauptstädter.

In der Trinkpause hatte Mauricio Pochettino seiner Mannschaft einiges mit auf dem Weg gegeben. PSG drückte nun, Draxler prüfte Jardim erstmals aus der Distanz (27.). Die Druckphase hielt jedoch nur wenige Minuten, Lille stand weiter stabil. PSG schaffte es nicht ins letzte Drittel. Der Meister hingegen kam in Persona Yilmaz zur nächsten guten Gelegenheit. Nach einem Konter tauchte der Türke frei vor Keylor Navas auf, brachte jedoch nicht genug Kraft in seinen Schuss (40.). Kurz vor der Pause ging der LOSC dann alles andere als unverdient tatsächlich in Führung. Nach einem Einwurf kam Xeka halblinks 20 Meter vor dem Tor an den Ball, der Mittelfeldspieler zog ab und traf traumhaft in das lange Eck (45.).

Wijnaldum-Einwechslung belebt PSG-Offensive sichtlich

In der zweiten Halbzeit versuchte PSG, deutlich mehr nach vorne zu initiieren. Die erste große Chance zum Ausgleich hatte Abdou Diallo. Der ehemalige Dortmunder kam nach einer Ecke frei zum Kopfball, verfehlte das Tor jedoch knapp (57.). Danach schaffte Lille es wieder, das Spiel einzuschläfern. Bin in die Schlussphase hinein passiere nichts. 20 Minuten vor dem Ende wurde dann Georginio Wijnaldum bei PSG eingewechselt, was dem Spiel sichtlich gut tat. Kurz nach dem Wechsel chipte der Niederländer auf Mauro Icardi, der traf, jedoch dabei im Abseits stand (74.).

Eine Minute später kam Draxler nach einer Flanke zum Abschluss, verpasste das Tor mit seiner Direktabnahme jedoch knapp (75.). PSG versuchte es weiter, kam jedoch kaum noch durch. Danilo Pereira hatte per Kopf eine Gelegenheit, konnte jedoch mit dem Rücken zum Tor den Ball nicht mehr platzieren (88.). In der Nachspielzeit war es Wijnaldum, der nach einer Ecke zum Abschluss kam, doch Jardim war zur Stelle (90+1.). Und so blieb es beim 1:0 für Lille, der LOSC gewann zum ersten Mal in seiner Geschichte den französischen Supercup. PSG musste nach acht Titeln in Folge erstmals seit 2013 einer anderen Mannschaft den Vortritt lassen.

Photo: Imago

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