"Total beknackte Idee": FCN-Coach Klauß bei Super League emotional

Logo: fussball.news

fussball.news

Artikelbild: https://image-service.onefootball.com/crop/face?h=810&image=https%3A%2F%2Ffussball.news%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2Fstyles%2F16x9_xxxl_sc%2Fpublic%2F2021-04%2F1002070990.jpg%3Fh%3D04edbcbf&q=25&w=1080

Spät am Sonntagabend haben zwölf internationale Top-Klubs dem Status Quo im europäischen Fußball den Krieg erklärt. Die Gründung einer Super League hätte weitreichende Konsequenzen bis tief in die nationalen Ligensysteme. So scheint auch nur auf den ersten Blick vermessen, wenn sich in Robert Klauß der Cheftrainer des 1.FC Nürnberg zu dem Thema äußert.

Auf der Spieltagspressekonferenz des Club vor der Partie gegen Erzgebirge Aue wurde der Übungsleiter aber ohnehin nach seiner Meinung als Fußballfan gefragt. Und hielt damit keineswegs hinter dem Berg. Stattdessen setzte Klauß zu einem Monolog an, der es in sich hatte. "Ich finde, das ist eine total beknackte Idee", zitiert das Portal Nordbayern den 36-Jährigen. "Gerade jetzt in der aktuellen Phase, wo die kleinen Vereine Probleme haben, schauen die großen Vereine, dass sie noch mehr Geld generieren. Das ist ja Wahnsinn."

"Vollkatastrophe für den Fußball"

Mit Solidarität, ärgert sich Klauß, also einem Riesen-Thema in der Corona-Pandemie, habe die Super League natürlich überhaupt nichts am Hut. "Für mich ist das eine Vollkatastrophe für den Fußball", so der Nürnberg-Trainer. Dies bezieht er dabei auch auf den sportlichen Bereich. Es habe für ihn keinen großen Reiz, sich andauernd Duelle der Top-Teams anzuschauen. Wenn "zum neunhundertsten Mal" der Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ansteht, wird Klauß eher nicht einschalten.

Champions League schon geschlossene Gesellschaft

Nicht nachvollziehen kann er derweil, warum die Super League überhaupt vonnöten ist. Denn die K.o.-Phase der Champions League sei doch heute schon eine ziemlich geschlossene Gesellschaft. "Diese Mannschaften spielen ab dem Achtel- oder Viertelfinale jedes Jahr gegeneinander. Ob die drei-, viermal im Jahr gegeneinander spielen oder nur ein-, zweimal ist völlig egal", ärgert sich Klauß. Als Trainer des 1.FC Nürnberg wird er allzu bald nicht in diese Verlegenheit kommen. Wohl aber würde sich auch auf die Franken auswirken, wenn sich das Gleichgewicht im europäischen Fußball noch weiter in Richtung der Superreichen verschiebt.