Torwartproblem beim SVW: Der erste Berater macht Werder Druck

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Helge Wohltmann

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Fünf Torhüter stehen aktuell im Werder-Kader, das sind mindestens zwei zu viel, um alle zufrieden zu stellen. Der erste Berater macht bereits Druck.

Eigentlich war der Plan klar: Jiří Pavlenka sollte diesen Sommer zu Geld gemacht werden, Stefanos Kapino und Michael Zetterer sollten um die Nummer eins kämpfen. Luca Plogmann und Eduardo dos Santos Haesler waren Kandidaten für eine Ausleihe oder die Rolle als dritter Torwart. Nun bestätigte Frank Baumann gegenüber dem ‚kicker‘, dass Pavlenka sich einen Verbleib in Bremen vorstellen könne.

Plogmann will Nummer zwei sein

Das verschlechtert natürlich die Perspektiven von Zetterer und Kapino, die nun über einen Wechsel nachdenken könnten. Top-Talent Plogmann will derweil auch wissen, wie es in Zukunft weitergeht, weshalb sein Berater schon einmal eine Ansage in Richtung Werder-Bosse machte: „Wenn Luca fit ist, dann sehe ich ihn als Nummer zwei bei Werder. Der Verein hat viele Jahre lang sehr viel Geld in Luca investiert. Wenn jetzt nicht auf ihn gesetzt wird, dann muss man wohl getrennte Wege gehen“, so Michael Hoffmann zur ‚Deichstube‘.

Plogmanns Vertrag läuft in einem Jahr aus. Eine Verlängerung, um woanders Spielpraxis zu sammeln, komme nicht infrage: „Eine weitere Ausleihe macht keinen Sinn mehr.“ Der 21-Jährige war zuletzt an Meppen ausgeliehen und hatte sich dort schwer am Knie verletzt. Nun sei er aber wieder fit: „In den nächsten Wochen muss Luca natürlich beweisen, dass wirklich alles okay ist.“

Der SVW muss derweil dringend klären, ob Pavlenka oder das Duo Zetterer/Kapino abgegeben werden. Hoffmann sieht eine „verrückte Situation“, will aber erstmal abwarten: „Da müssen wir sicherlich alle etwas Geduld haben. Die haben wir auch. Aber irgendwann muss sich Werder auch mal entscheiden, auf welchen Torwart sie in Zukunft setzen.“ Ansonsten würde Plogmann einen Wechsel in die 2. Bundesliga oder ins Ausland anstreben. Es gebe bereits zwei bis drei lose Anfragen.