Tausch von Kohr und Richter: Reuter erklärt Scheitern

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Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind Tauschgeschäfte im Profifußball ziemlich selten. Die Tottenham Hotspur und der FC Sevilla sind nun ein solches eingegangen, Bryan Gil und Erik Lamela wechselten so die Seiten. Der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt scheiterten mit derartigen Gesprächen.

Der TV-Sender Sport1 hatte unlängst berichtet, es habe intensive Verhandlungen gegeben, infolge derer Marco Richter vom FCA zur Eintracht gewechselt wäre und Dominik Kohr in die andere Richtung. Dazu kam es bekanntlich nicht: Kohr spielt weiter auf Leihbasis beim FSV Mainz 05, Richter bleibt bei den Fuggerstädtern, die zudem U21-Europameister Niklas Dorsch für die Position im Mittelfeld geholt haben. Warum aber scheiterte der Tausch? Stefan Reuter widerspricht der Meldung von Sport1, es sei um die Wertvorstellung bei Richter gegangen.

Gehaltsvorstellungen von Kohr der Knackpunkt?

"Wir haben uns mit Dominik beschäftigt, weil er bei uns ja schon gespielt hat. In den Gesprächen kam von Beraterseite die Idee zu einem Tauschgeschäft auf, weil die Eintracht Interesse an Marco hatte", betont der Weltmeister von 1990 gegenüber der Augsburger Allgemeinen. "Aber als wir mit dem Berater über die Gehaltsvorstellungen von Dominik gesprochen haben, war schnell klar, dass wir das in der Größenordnung nicht machen können und wollen." Der Sportgeschäftsführer des FC Augsburg will sich deshalb auch nicht den Vorwurf gefallen lassen, der Klub habe Richter einmal mehr eine Chance verwehrt.

"Den Vertrag unterschreiben immer beide Seiten"

Der Angreifer ist zuletzt immer wieder mit Wechseln in Verbindung gebracht worden, unter anderem soll Borussia Mönchengladbach intensiv um den pfeilschnellen Kicker gebuhlt haben. "Wenn sich ein Spieler schneller entwickelt als der FCA und es ein Angebot von einem Klub gibt, der stabil in der Champions League spielt, dann werden wir uns damit beschäftigen und bemühen uns um eine Einigung", betont Reuter. Augsburg sei aber kein Verein, bei dem sich Konkurrenten günstig bedienen können. "Den Vertrag unterschreiben immer beide Seiten. Wir haben Rechte und Pflichten, aber auch der Spieler." Der FCA und Mainz gehen so als Gewinner aus der Angelegenheit hervor, Frankfurt schaute bei Richter in die Röhre. Stattdessen, berichtet jedenfalls Sport1, schlug der Europa-League-Teilnehmer bei Jesper Lindström zu.

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