Super League | Arsenal bezieht Stellung: „Mussten entscheiden, was schlimmer ist“

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News | Vinai Venkatesham, Geschäftsführer des FC Arsenal, hat erklärt, warum der Verein das Angebot zur Super League ursprünglich angenommen hatte. 

Arsenal-Geschäftsführer: Super League war „fürchterliche“ Entscheidung

Am Sonntagabend schockten zwölf Verein mit der Gründung der Super League die Fußballwelt. Dazu gehörte auch der FC Arsenal. Zwei Tage später kehrten die Gunners und acht weitere Klubs dem „Eliteprojekt“ den Rücken. Der Druck von Fans, Spielern, Verbänden und sogar Politik war schlichtweg groß.

„Wir waren nicht die Autoren dieses Vorschlags“, sagte am Donnerstag Arsenal-Geschäftsführer Vinai Venkatesham bei einem Fan-Forum und ergänzte: „Der Zug drohte bei diesem Projekt den Bahnhof zu verlassen. Wir machten die Entscheidung, aufzuspringen. Es war eine schlechte Entscheidung, eine fürchterliche.“

Direktor Josh Kroenke, Sohn des vielkritisierten Besitzers Stan Kroenke, stellte sich ebenfalls den Fragen der aufgebrachten Vereinsmitglieder. „Wir fragten uns, was ist schlimmer: Die Super League oder eine Super League ohne Arsenal?“, erklärte Kroenke via REDaction. Darüber hinaus beteuerte der US-Amerikaner, dass man sich durchaus die Frage gestellt habe, „was die Fans wollen.“ Die Reaktion auf die Super League sei eine Lehre gewesen, wie stark die Anhänger des FC Arsenal seien.

In den vergangen Jahren wurde Stan Kroenke aufgrund seiner passiven Interpretation der Vereinsbesitzer-Rolle immer wieder lautstark aus dem eigenen Fanlager kritisiert. Auf die Frage, ob die Kroenke Sports Enterprises einen Verkauf erwäge, sagte Josh Kroenke: „Wir haben keinerlei Absicht, zu verkaufen. Wir haben große Pläne, zu investieren und wollen wieder großartig sein. Aber ein langfristiges Modell unterstützt nicht langfristige, hohe Investitionen.“

Photo: xJohnxWaltonx/ Imago