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🎙 Stimmen zur EM-Auslosung: "Das hat man davon..."

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Matti Peters

RUMMS. Die Auslosung für die Europameisterschaft im kommenden Jahr hat Deutschland ganz schön zugesetzt. Jogi Löw versuchte den Schock mit Galgenhumor runterzuspielen.

Das hatten die Spieler und Funktionäre zu sagen

Jogi Löw: „Von solchen Spielen lebt der Fußball. Man muss ans absolute Limit gehen, um weiterzukommen. Es ist eine hohe Herausforderung für unsere junge Mannschaft, die sich im Umbruch befindet. Es ist natürlich eine Hammergruppe. Das sind richtige Fußballfeste. Wahrscheinlich die stärkste Gruppe. Das lässt einiges erwarten.“ Mit einem Lachen: „Das hat man davon, wenn man die Gruppe gewinnt in der Qualifikation.“

Fritz Keller (DFB Präsident): „Mit diesem Los kann man sofort Fußball-Fieber in Deutschland entfachen. Das ist ein Hammerlos. Angst habe ich keine. Ich habe den Bundestrainer gesagt, jetzt müssen wir Erster werden, sonst bekommen wir danach wieder einen Großen.“

… über Losfee Philipp Lahm: „Ich muss mal mit Philipp Lahm reden, was er sich dabei gedacht hat. Eigentlich müsste man ihn sofort entlassen.“

Oliver Bierhoff: „Das ist die schwierigste Gruppe, die man sich vorstellen konnte. Das ist für unsere junge Truppe eine große Herausforderung. Ich hoffe, dass der Heimvorteil einen Schub gibt. Gegen Frankreich werden wir nicht als Favorit ins Turnier gehen.“

Ilkay Gündogan: „Das sind natürlich richtige Kracher. Da haben wir aus beiden Töpfen so ziemlich den schwierigsten Gegner gezogen. Der Vorteil wird aber sein, dass jedem zu hundert Prozent klar sein wird, von der ersten Sekunde an voll da sein zu müssen. Wer sich in dieser Gruppe behauptet, wird dann definitiv auch zu den absoluten Favoriten auf den Turniersieg gehören.“

Philipp Lahm: „Fußball-Deutschland und die Fans in München können sich auf eine interessante Gruppe freuen. Man muss vom Start weg da sein. Man muss der Mannschaft vertrauen. Ich glaube, dass sich die deutsche Mannschaft durchsetzt.“

Lucas Hernández: „Gegen Deutschland in München zu starten, ist großartig. Das wird nicht leicht, aber um weit zu kommen, musst du die Besten schlagen. Sie sollten die sein, die Angst haben: Wir sind Frankreich, wir sind die Weltmeister. Wir haben Respekt, aber wir haben nie Angst auf dem Platz.“

Hugo Lloris: „Das sind sehr schwere Lose, aber gleichzeitig auch spannende, denn wir treffen auf große Nationen.“

Olivier Giroud: „Wer ist gefährlicher? Deutschland oder Portugal? Man tendiert eher zu Deutschland, aber wenn man gegen einen wie Cristiano Ronaldo spielt … Deutschland hat ein bisschen mehr Erfahrung, aber bei der EM haben wir gegen Portugal verloren, das auch noch mehr ist als nur Ronaldo.“


Der deutsche Fahrplan im Turnier

Die DFB-Auswahl wird ihre drei Gruppenspiele in München austragen und startet am 16. Juni direkt gegen Frankreich. Vier Tage später empfangen Toni Kroos und Co. Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo in der bayrischen Landeshauptstadt (20. Juni). Der dritte Gruppengegner ist noch nicht klar, weil er noch in den Playoffs ermittelt wird.

Hier wird es dann wieder etwas kompliziert. Sollte Bulgarien, Island oder Co-Gastgeber Ungarn den Play-off-Pfad A gewinnen, ist dieses Team definitiv in der deutschen Gruppe. Wenn sich Ende März aber Rumänien durchsetzen sollte, bekommt es Deutschland auf jeden Fall mit einem EM-Neuling zu tun.

Denn da Rumänien als Co-Gastgeber in Gruppe C mit den Niederlanden muss (Austragungsort Bukarest), würde der Sieger des Pfades D in die DFB-Gruppe kommen: Georgien, Nordmazedonien, Kosovo oder Weißrussland sind dann die potenziellen Kandidaten.

Doch auch wenn Deutschland in der schwersten Gruppe nur auf dem dritten Platz landen würde, gäbe es noch Hoffnung. Der Modus des Turniers erlaubt es schließlich auch den vier besten Gruppendritten die Qualifikation fürs Achtelfinale. Was soll da noch schief gehen?