Steffen Baumgart verlässt Paderborn: Ein interessanter Mann für die Bundesliga

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Steffen Baumgart wird Medienberichten zufolge den SC Paderborn zum Saisonende verlassen. Für viele Bundesligisten dürfte der Trainer sehr interessant sein.

Baumgart verlässt Paderborn

Steffen Baumgart wird seinen auslaufenden Vertrag beim SC Paderborn nicht verlängern. Der 49-Jährige ist seit 2017 Trainer der Ostwestfalen und führte sie von der dritten Liga in die Bundesliga. Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr konnte Baumgart zumindest einen erneuten Gang in die dritte Liga verhindern, wie es beim letzten Bundesliga-Abstieg geschah. „Ich hatte und habe in Paderborn eine unglaublich spannende und intensive Zeit, in der wir gemeinsam bemerkenswerte Erfolge erzielen konnten. In den vergangenen Wochen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nun Zeit ist für eine Veränderung“, so der SCP-Trainer.

Wohin zieht es Baumgart?

Noch gibt es keine Anhaltspunkte, wo Baumgart in der kommenden Saison landen könnte, aber er dürfte für viele Bundesligisten interessant sein. Mit seiner offensiven Spielweise und leidenschaftliche Art kommt der Paderborn-Trainer gut an und könnte bei einem neuen Verein für einen Aufschwung sorgen. Zuletzt wurde in den Medien über einem Wechsel zum 1. FC Köln spekuliert. Der Effzeh steht derzeit auf dem Relegationsrang und spielt unter Markus Gisdol (51) teils erschreckend schwachen Fußball. Ohne Not verlängerte der Verein seinen Vertrag einst bis 2023. In der aktuellen Spielzeit konnte er sich oftmals in aller letzter Not mit starken Ergebnissen vom größten Druck befreien, aber eine langfristige Zusammenarbeit sollte nicht im Sinne des Klubs sein. Baumgart wäre eine gute Lösung – ligaunabhängig.

Ob Baumgart allerdings Paderborn verlassen und dennoch in der 2. Liga bleiben wird, ist fraglich. Seine Qualitäten reichen auch für die Beletage des deutschen Fußballs. Der FC Augsburg z. B. wird ziemlich sicher auch im kommenden Jahr Bundesliga spielen. Aktuell haben die Fuggerstädter 32 Punkte auf dem Konto und niemand weiß, wie sie das geschafft haben. Heiko Herrlich (49) lässt äußerst grässlichen Fußball spielen, der keinen langfristigen Erfolg mit sich bringen wird. Im Sommer wäre der perfekte Zeitpunkt, sich zu trennen und einen Neustart hinzulegen. Auch hier würde Baumgart als Lösung hervorragend passen.

Baumgart: Wer schnappt sich den SCP-Trainer?

Äußerst unwahrscheinlich, aber dennoch irgendwie logisch wären zumindest Gedankenspiele der Verantwortlichen in Leverkusen und Gladbach. Beides Teams, die für offensiven Fußball stehen und großartiges Potenzial im Kader besitzen. Die Frage ist, würde Baumgart mit den Ansprüchen dieser Klubs klarkommen und wäre der Sprung von Paderborn zu diesen Klubs zu groß? Es wäre zumindest ein spannendes Projekt mit sportlich interessanten Perspektiven.

Zumindest ein klein wenig ärgern, wird man sich auf Schalke. Baumgart hätte mit seiner Art und seinem Verständnis von Fußball den Verein sowie seinen Fans Euphorie verleihen können. Im Sommer hätte es zum Neustart kommen können, denn die Aufgabe S04 hätte ihn wohl trotz der finanziell schwierigen Ausgangslage und dem Abstieg in die 2. Bundesliga gereizt. Jetzt ist es dafür zu spät. Die Knappen werden ihren Weg mit Dimitrios Grammozis (42) bestreiten. Umso besser für andere Klubs, die sich auf einen vielversprechenden Trainer freuen können.

Foto: Imago