Spielernoten: Liverpool FC – Wolverhampton Wanderers: Reds gewinnen zum Saisonfinale | OneFootball

Spielernoten: Liverpool FC – Wolverhampton Wanderers: Reds gewinnen zum Saisonfinale

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Der Liverpool FC gewinnt mit 3:1 gegen die Wolverhampton Wanderers und belegt am Ende der PL-Saison Platz zwei.

Die Reds mussten bereits nach drei Minuten einen ordentlichen Partycrasher schlucken. Nach einem Abschlag von Jose Sa verschätzte sich Ibrahima Konaté komplett, sodass Raul Jimenez frei durch war und nur noch auf Pedro Neto quer legen musste. Doch die Reds ließen im Anschluss keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie wussten worum es geht und übernahmen direkt das Heft des Handelns. In der 24. Minute belohnte sich der zu dem Zeitpunkt Tabellenzweite. Sadio Mané vollendete eine traumhafte Vorlage von Thiago zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit blieben die Reds am Drücker und schnupperten ob des City-Rückstandes an der Überraschung. Auch wenn es letztlich nichts werden sollte, die Mannen von Jürgen Klopp beendeten eine fantastische Saison mit einem Sieg. Der eingewechselte Mohamed Salah und Andy Robertson sorgten kurz vor Schluss mit ihren Toren für den 3:1-Endstand. Die Spielernoten der Redmen Family:

Alisson – 9/10

War beim Gegentor machtlos, rettete dann aber kurz vor der Pause überragend gegen Hwang, als Anfield all around den Rückstand Citys feierte. Auch in der zweiten Halbzeit auf gewohnt hohem Niveau, vereitelte mehr als einmal die Gegenstöße der Wolves stark und hielt die Hoffnung am Leben. Verdienter Golden Glove-Sieger mit 20 Clean Sheets!

Trent Alexander-Arnold – 8/10

(Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

Probierte es häufig mit hohen Flankenbällen aus dem Halbfeld, die Sa aber relativ locker rausfischte. Wurde jeweils deutlich gefährlicher mit seinen scharfen flachen Hereingaben und sattelte nach und nach darauf um. Defensiv natürlich im Laufe des Spiels immer weniger fokussiert, musste viele Kilometer machen. Machte diese aber und blieb ohne größere Fehler.

Joel Matip – 8,5/10

(Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

Schaffte den Wettlauf gegen die Zeit, was insbesondere wichtig war, weil es für van Dijk nicht reichte. War mit Sicherheit der Stabilere der beiden Innenverteidiger und half seinem französischen Nebenmann ein ums andere Mal aus. Rückte gegen Ende der Partie immer weiter auf und war am 2:1 beteiligt.

Ibrahima Konaté – 6/10

Sah beim frühen 0:1 nicht gut aus, als er an den langen Abschlag von Jose Sa nicht mehr ran und dann hinter Jimenez nicht mehr her kam. Stabilisierte sich im Anschluss und wurde deutlich giftiger im Zweikampfverhalten. Fand allerdings über die gesamte Spieldauer keine Konstanz in seinem Stellungsspiel und musste noch einige brenzlige Situationen überstehen. Dürfte sich mit dem Auftritt nicht unbedingt fürs Endspiel der Champions League empfohlen haben.

Andy Robertson – 8,5/10

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Machte ebenso wie TAA ordentlich Betrieb auf seiner linken Seite. Agierte sehr flexibel, überlief variabel übergreifend und innen und wurde dann auch stets von Diaz bedient. Trieb seine Farben immer wieder an und belohnte sich für eine starke Vorstellung mit dem Tor zum 3:1.

Jordan Henderson – 7,5/10

Der Skipper rotierte, wie zu erwarten war, für den noch verletzten Fabinho auf die Sechser-Position vor die Abwehr. Zeigte sich allerdings überraschend offensiv, hin und wieder sogar überhalb der beiden Achter, was ein großes Loch in der Zentrale nach sich zog. War vor allem in der zweiten Halbzeit als Kommunikator gefordert und half, die Konzentration oben zu halten und sich nicht so sehr von der Nervosität auf den Rängen anstecken zu lassen.

Naby Keïta – 8/10

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Fiel in Halbzeit eins neben Thiago etwas ab. Was allerdings nicht an ihm lag, denn sobald der Spanier nicht mehr neben ihm war, wurde offensichtlich, wie stark Keita aufspielte. Machte viele Gegenpressing-Kilometer, forderte ständig den Ball und transportierte ihn auf die letzte Linie zu. Zudem mit gutem Kombinationsspiel mit Diaz und Mane.

Thiago – 9/10

Du Magier, du Künstler, du Maestro, du Teufelskerl. Krönte das, was er seit Monaten im Liverpooler Dress abliefert mit einem Assist, den so nur ganz wenige, wenn überhaupt, andere Fußballer hinbekommen. Eine Augenweide. Glänzte auch – erneut – in allen anderen Bereichen: Zweikampfstärke, Gegenpressing, Passqualität, Kreativität. Musste dann in der Halbzeit angeschlagen in der Kabine bleiben. Gute Besserung!

Luis Díaz – 8/10

(Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

Erneut ein impulsiver Auftritt des Kolumbianers. Klasse im Gegenpressing, sicher am Ball und immer auf der Suche nach dem direkten Weg zum Tor – per Abschluss oder per Kombination. Wird nächste Woche seine ganz große Bühne haben.

Sadio Mané – 9/10 (MOTM)

Blieb nach dem tollen Zuspiel von Thiago cool und verwandelte vor Sa sicher. Generell ein Auftritt, der in Erinnerung bleibt. Bot sich viel zentral an, verteilte die Bälle, nur um dann wenige Augenblicke später schon wieder im Sechzehner als Abnehmer zu finden zu sein. Hatte natürlich gegen die tief stehende Wolves-Defensive einen schweren Stand, machte aber das Beste draus – der gefährlichste Offensive an diesem Nachmittag. MOTM.

Diogo Jota – 6,5/10

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Übernahm für den noch leicht angeschlagenen, aber zumindest auf der Bank sitzenden Mohamed Salah von Beginn an die rechte Offensivseite. Konnte sich in Halbzeit eins noch nicht so in Szene setzen, steigerte sich aber direkt mit Wiederanpfiff. Setzte Mané einige Male in Szene, kam aber nie an das Niveau seiner beiden Offensiv-Kollegen ran und musste folgerichtig für Salah Platz machen.

James Milner – 7/10

Ab 46. Minute: Kam für den angeschlagenen Thiago und machte eines seiner besseren Spiele im Liverpool-Trikot. Brachte nicht nur altbekannte, aber dringend benötigte Tugenden wie Zweikampfhärte und Ballsicherheit ein, sondern hatte auch die ein oder andere gute Offensividee. Sehen wir ihn Samstag von Beginn an?

Mohamed Salah – 8 /10

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

Ab 57. Minute: Ersetzte Jota und kam als Hoffnungsträger. Und lieferte als Hoffnungsträger! Stocherte zum 2:1 ein, ein Tor zum Titel. Zwar nicht zum Premier League-Titel, dafür aber zum Titel des besten Torschützen gemeinsam mit Son. Dazu noch bester Vorlagengeber – klassisches One-Season-Wonder dieser Typ.

Roberto Firmino – Ohne Bewertung

Ab 83. Minute: Löste Keita ab und lieferte noch einen Assist.

Jürgen Klopp – 10/10

(Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

Ein abschließendes Fazit der Saison fällt ob des Ausganges dieses Spiels noch schwer. Letztlich wird erneut eine Saison bleiben, auf die man als Fan der Reds aus mehreren Gründen stolz sein sollte. Jürgen Klopp hat eine Mannschaft geformt, die stets unterhält und dabei in beeindruckender Konstanz Erfolge feiert. Eine Mannschaft, die erneut mit einem Rivalen Schritt halten konnte, ihn am Ende sogar richtig ins Wanken bringen konnte, der neben einem starken Kader und einem tollen Trainer über deutlich mehr finanzielle Mittel verfügt. Das Gesamtpaket Erling Haaland ist das jüngste Zeugnis dessen. Die 100-Millionen-Euro-Verpflichtung eines Jack Grealish, der in diesem Kader nur selten Platz fand und den es eigentlich nicht benötigte, eines aus der vergangenen Saison. Und genau das ist ein weiterer Grund, stolz zu sein. Jürgen Klopp sagte offen und ehrlich, dass sich die Reds aus derlei Geschäften raushalten – aus finanzieller, aber auch aus Sicht einer gesunden Vereins- und Mannschaftsstruktur. Und am Ende des Tages haben wir doch mindestens eine Sache, die City nicht hat: Nächste Woche noch ein Spiel in Paris. Proud to be a red!

Anfield – 9/10

(Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

War nach dem Bekanntwerden des City-Rückstandes richtig angezündet, ach was, Anfield brannte. Besang Thiago, Klopp, Firmino, Jota, Steven Gerrard und wieder von vorne. Am Ende blieb die ganz große Party aus, doch Anfield reagierte, wie es nur Anfield kann. Mit Unterstützung für ein Team, das eine absolut herausragende Saison spielt. Party verschoben um eine Woche. Up the Reds!

Geschrieben von Marvin Schulz| Artikelbild: Alex Livesey/Getty Images

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