Sommermärchen-Affäre: FIFA stellt Verfahren gegen Beckenbauer & Co. ein

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Der Weltfußball-Verband FIFA hat das Verfahren gegen Franz Beckenbauer, den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und den früheren DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt im Zusammenhang mit dem WM-Sommermärchen 2006 eingestellt.

Die FIFA hat am Donnerstag einen Beschluss der unabhängigen Ethikkommission veröffentlicht, wonach sämtliche Handlungen der deutschen Funktionäre im Zusammenhang mit dem WM-Skandal verjährt sind und deswegen könnte man diese nicht mehr verfolgt werden, unabhängig davon, ob ein Fehlverhalten der handelnden Personen vorlag oder nicht. Laut der Fußball-Weltverband sei die Verjährungsfrist für Franz Beckenbauer bereits seit 2012 abgelaufen und für Zwanziger sowie Schmidt seit 2015.

Im Kern ging es bei der Sommermärchen-Affäre um eine Überweisung in Höhe von 6,7 Mio. Euro an den früheren FIFA-Funktionär Mohamed Bin Hammam durch das deutsche WM-Organisationskomitee, welche als Bestechung und Korruption eingestuft wurde.

„Jetzt ist die Blamage perfekt“

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger äußerte sich wie folgt zu der Einstellung des Verfahrens: „Das Ganze war von Anfang an absurd und willkürlich. Jetzt ist die Blamage perfekt.“ Bereits vor knapp einem Jahr war in der gleichen Sache ein Prozess gegen Zwanziger, seinen Amtsnachfolger Wolfgang Niersbach und Schmidt vor dem Schweizer Bundesgericht in Bellinzona wegen Verjährung der Vorwürfe abgebrochen worden.

Offen ist indes noch ein Verfahren vor dem Landgericht Frankfurt. Hierbei geht es jedoch „nur“ um Steuerhinterziehung durch den DFB. Ein Termin für dieses Verfahren steht allerdings noch nicht fest.